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marktEinblicke über das Börsenmuseum

Deutschlands Unikum 

marktEinblicke – Das Anlegermagazin von Die Börsenblogger, Ausgabe 4/2017 Rosenheim.

Da war doch was? „Out of Rosenheim“ – einer der bekanntesten deutschen Kinofilme aus dem Jahr 1987. Danach kannte jeder die oberbayerische Stadt im Alpenvorland. Nun hat sie eine Attraktion mehr, auf die die mehr als 60.000 Einwohner stolz sein können: Deutschlands erstes Börsenmuseum.

Börsenmuseum

Börsenmuseum

Museen gibt es in Deutschland wie Sand am Meer: Fast 3.000 Volkskunde- und Heimatmuseen, über 1.000 spezielle Kulturmuseen, fast 850 technischer und naturwissenschaftlicher Art – und nicht zu vergessen natürlich die Kunstmuseen. Über 700 in Deutschland. Dann kommen noch hunderte von historischen und archäologischen Museen hinzu. Doch ein Museum fehlte bisher:

Ein Börsenmuseum. Man könnte denken, dass eine solche Institution einen denkwürdigen Platz in der europäischen Bankenstadt Frankfurt haben würde – vielleicht sogar in den Räumen der Deutschen Börse. Weit gefehlt. Seit Sommer 2017 können sich börseninteressierte und finanzaffine Museumfans in Rosenheim, im „Haus der Börse“ über alles Wissenswerte um die bekannteste Form der Geldanlage – die Aktie – informieren. Wir haben das Museum besucht und können sagen: es ist eine würdige Heimat für die Geschichte der Börse geworden. Der Initiator Thomas Müller, Vollblut-Börsianer und Vorstand des TM Börsenverlags hat Tolles geleistet. Die Besucher sollen in den Räumen des neuen Museums die Faszination für die Börse nachvollziehen können. Das fällt umso leichter, wenn sich jeder die langfristigen und nachvollziehbaren Erfolge der Börse vor Augen führt. Das „Haus der Börse“ und die daneben angeschlossene „Bulle 8 Galerie“ zeigen dies auf die unterschiedlichste Art und Weise. In der Mitte des Börsenmuseums steht etwa eine mehr als fünf Meter lange Installation, die vom Boden bis zur Decke reicht und die wichtigsten Ereignisse bzw. Kursveränderungen im Dow Jones, dem weltweit ältesten Index, seit 1896 spannend und anschaulich erklärt.

Eine magische DAX-Zahl. Für den „deutschen Anleger“ ist natürlich das wichtigste heimische Börsenbarometer in dem Museum präsent. Die „DAX-Wand“, die den Kursverlauf des deutschen Leitindex nachbildet, dürfte von besonderem Interesse sein. Sie besteht aus Alu-Rohren im Maßstab 1 zu 100. Per Ende 1987 startet der erste DAX-Balken bei 10 Zentimetern (damalige Normierung auf 1.000 Punkte), woraus Ende des Jahres 2016 bereits 1,148 Meter wurden (11.481 Punkte). Dies erlaubt es übrigens auch, die Prognose von Verlagsgründer Thomas Müller aus seinem „Börsenbuch“ für das Jahr 2039 umzusetzen: 100.000 Punkte – eine magische Zahl. Der DAX-Balken hätte dann eine Höhe von 10 Metern!

Diese zwei Highlights sind aber nur Beispiele für die Vielfalt innerhalb des „Hauses der Börse“, das seit dem 15. Juli für jeden Besucher kostenlos seine Türen von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 17.00 Uhr offen hat. Eines ist dem Börsenmuseum besonders gut gelungen. Es findet sich jeder zurecht – ob jung oder alt, Börseneinsteiger oder Fortgeschrittener – jedem werden alle Aspekte des Börsenhandels spielend einfach erklärt, unter anderem mit Hilfe von Medienstationen in Form von Texten, Bildern, Videos und Hörbeiträgen.

Bulle 8 Galerie

Bulle 8 Galerie

Pop-Art meets Börsen-Kunst. Irgendwie könnte man auch das „Haus der Börse“ ein bisschen als Kunst-Museum einordnen. Denn in der „Bulle 8 Galerie“ – die im gleichen Gebäude untergebracht ist – trifft Pop-Art auf Börsen-Kunst. Unter anderem sind in der Galerie Werke von John Suchy sowie des 2011 verstorbenen Pop-Art Künstlers James Rizzi ausgestellt. Die farbenfrohe Vielfalt der „Bulle 8 Galerie“ zieht sich weiter durch das ganze Gebäude. Angefangen von der gigantischen Video-Wall bis hin zum eindrucksvollen Wall-Street-Graffiti, das durch die große Glasfront zu sehen ist.

Ganz zum Schluss sollte der obligatorische Gang in den Museums-Shop nicht fehlen. Hier findet jeder (Börsen-)Interessierte unter anderem neben ausgewählten Börsen-Accessoires und Büchern des TM Börsenverlags auch weitere Börsen-Kunst. Wenn man am Ende wieder durch die große gläserne Tür auf den Vorplatz hinausgeht, kann man ein Fazit ziehen: Das „Haus der Börse“ vermittelt Börse pur – oder wie Thomas Müller sagt: „Börse zum Anfassen.“

Den kompletten Artikel auch als Download: marktEINBLICKE 04/2017

 
Hier ist das Verlagsgebäude des Boersenverlages zu sehen