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Deshalb ist eine lange Kurshistorie so wichtig

17.08.2017

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wir werden immer wieder gefragt, warum als Champions ausschließlich Aktien infrage kommen, die bereits seit mindestens zehn Jahren an der Börse notiert sind. Lassen Sie mich bei der Erklärung dafür ein wenig ausholen:

Die Spreu vom Weizen trennen

Die Idee zur Performance-Analyse reifte nach der Jahrtausendwende, als die New-Economy-Blase geplatzt war und sich die Börsen rund um den Globus im Rückwärtsgang befanden. Doch Thomas Müller und ich waren damals felsenfest davon überzeugt, dass es Aktien geben muss, die solch schwierige Zeiten besser meistern als die breite Masse und sich von Rückschlägen entsprechend schneller wieder erholen.

Dafür stellten wir zahlreiche Berechnungen und Simulationen an. Und im Lauf der Zeit kristallisierte sich ein Untersuchungszeitraum von zehn Jahren als am besten geeignet heraus, um zuverlässig die Spreu vom Weizen zu trennen, sprich Depotbremser, Kapitalvernichter sowie zwischenzeitlich gehypte Modewerte auszusortieren. Eine Folge davon:

Neuemissionen als Investments ungeeignet

Nach unserer Philosophie scheiden damit natürlich Neuemissionen als vernünftige Investments aus. Sicher mag es für viele Anleger verlockend klingen, direkt beim Börsendebüt dabei zu sein und später vielleicht einmal eine Erfolgsaktie à la Apple oder amazon.com im Depot zu haben. Doch glauben Sie mir, das ist in etwa mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen zu vergleichen. Zumal:

Bei Neuemissionen gibt es von Haus aus einen Interessenskonflikt. So sind die an die Börse strebenden Unternehmen bzw. deren Altaktionäre und die begleitenden Banken daran interessiert, einen möglichst hohen Emissionserlös zu erzielen. Für Anleger sind die Aktien indes nur dann interessant, wenn die Bewertung noch genug Spielraum nach oben verspricht, also noch ausreichend Kurspotenzial besteht. Dazu kommt:

Während die Altaktionäre wissen, wie es operativ läuft, müssen sich Zeichner auf die ihnen zur Verfügung gestellten Daten verlassen. Dass dabei mitunter vieles in ein (zu) positives Licht gerückt wird, lässt ein aktuelles Beispiel erahnen.

Snap als warnendes Beispiel

Im Frühjahr wurde Snap, der Betreiber des sozialen Netzwerks Snapchat, mit viel Tamtam an die Börse gebracht. Zunächst sah auch alles nach einem erfolgreichen Debüt aus. Doch mittlerweile dürfte so manchem „glücklichen“ Zeichner, der nach wie vor investiert ist, das Jubeln vergangen sein. Denn:

Inzwischen notiert die Aktie deutlich unter ihrem Ausgabepreis und die vor dem Börsengang gemachten positiven Prognosen wurden deutlich nach unten korrigiert. Dabei dürfte so manchem Anleger insbesondere das Research von Morgan Stanley bitter aufgestoßen sein. Konkret:

Das IPO-begleitende Institut hatte vor dem Börsendebüt Snap in den höchsten Tönen gelobt und ein Kursziel von 28 Dollar in Aussicht gestellt. Nur wenige Monate später wurde die Prognose kurzerhand einkassiert, und jetzt liegt das Kursziel nur noch bei 16 Dollar. Autsch!

Dies ist nur ein aktuelles Beispiel dafür, weshalb sich Neuemissionen in unseren Augen niemals als Investitionen, sondern nur zur Spekulation eignen. Es spricht natürlich nichts dagegen, sich daran mit Einsätzen zu beteiligen, deren Verlust verschmerzt werden kann. Als Basis jedes Depots empfehlen wir aber ausschließlich Champions, die ihre Anlagequalität bereits seit mindestens zehn Jahren unter Beweis stellen.

Bei welchen dieser Qualitätswerte sich gerade vielversprechende Einstiegsgelegenheiten ergeben, lesen Sie im druckfrischen Aktienbrief , der soeben versendet wurde.

Mit bester Empfehlung

Jochen Appeltauer
Chefredakteur
boerse.de-Aktienbrief

PS: Sie sind noch kein Aktienbrief-Leser und möchten noch mehr über unsere Champions und die Performance-Analyse erfahren? Dann machen Sie doch einfach einen kostenlosen Aktienbrief-Test .

 
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