Dominanz der (digitalen) Wall Street und Einladung zum Depot-Check
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
das erste Halbjahr verlief zwar aufgrund der ständigen Trump-Purzelbäume sehr turbulent, doch per saldo sind die Kurse in der Breite kaum von der Stelle gekommen. Indextreiber sind nach wie vor die großen Technologiewerte, und wer in diesen untergewichtet ist, muss nach wie vor eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung akzeptieren.
Dies zeigt exemplarisch der Dax, der per 30. Juni nur 2,1% gewann und ohne Berücksichtigung von Dividenden (Kurs-Dax) sogar 0,6% verloren hat. Dagegen konnte sich der Dow Jones (in den nun auch unser Champion Alphabet aufgenommen wurde) um 8,9% verbessern, und der Nasdaq 100 schaffte sogar ein Plus von 19,9%, obwohl ein Viertel der Nasdaq-Titel zweistellig verlor! Zum Vergleich:
Im ersten Halbjahr legte der boerse.de-Champions-Index (BCI) mit allen 100 Champions (und 45% Technologie-Gewichtung) um 3,7% zu, der momentan technologielastige boerse.de-Weltfonds verbesserte sich um 10,6%, und der boerse.de-Technologiefonds gewann 14,6%, wobei neue All-Time-Highs erobert wurden. Ich meine:
Die derzeitige Konzentration auf nur wenige Gewinner sollte im zweiten Halbjahr wieder einem breiten Aufschwung Platz machen, aber die Dominanz der US-Werte gegenüber Europa und speziell Deutschland wird bestehen bleiben. Dafür hat das Handelsblatt Research Institute jetzt beeindruckende Analysen veröffentlicht. So sind die Nettogewinne der 500 größten europäischen Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr um 11,2% auf 547 Milliarden Euro gesunken, während die 500 größten US-Unternehmen ein Gewinnplus von 11,8% auf 1,48 Billionen Euro verzeichneten. Dabei sind es gerade sechs Technik-Riesen – die Champions Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft, Nvidia sowie Meta – die mit einem Gewinn von 540,5 Milliarden fast so viel Nettoertrag erzielt haben wie die Top 500 aus Europa! Diese „Big Six“ verbuchten Gewinnsteigerungen von 23%, während die sechs gewinnstärksten europäischen Unternehmen lediglich 9% Gewinnplus erzielen konnten. Noch beeindruckender:
In den vergangenen 25 Jahren sind die Umsätze der 500 größten Unternehmen in den USA um 316% gestiegen, in Europa aber nur um 104%. Und während die Gewinne in Europa um lediglich 98% wuchsen, explodierten die Gewinne in den USA um 640%! Europa hat vor einem Vierteljahrhundert den Internetzug verpasst, danach das Cloud-Thema und schaut auch jetzt nur staunend auf den durch die Künstliche Intellligenz ausgelösten Rechenzentren-Konjunkturboom über den Atlantik, während hierzulande primär Bürokratie, Regulierung und Sozialabgaben wuchern. Entsprechend:
Zum Akienbrief-Start im Februar 2002 hatten US-Champions einen Anteil von 45%, im Jahr 2022 wurde die 60%-Grenze überschritten, und heute sind es sogar 76%! Deshalb sollte auch Ihr Langfristdepot von Champions aus den USA dominiert werden, und wir zeigen Ihnen gerne konkrete Investmentalternativen, um die Renditeperspektive Ihres Depots zu erhöhen und die Risiken zu reduzieren. Ich möchte Sie daher herzlich dazu einladen, einen umfassenden Depot-Check von uns durchführen zu lassen, den alle Börsenverlag-Abonnenten und Mitglieder im boerse.de-Investoren-Club natürlich kostenlos über die Onlinebereiche anfordern können.
Kurzfristig ist an den Börsen immer alles möglich, doch langfristig oszillieren Aktienkurse um die Gewinntrends der jeweiligen Unternehmen, und die höchsten Gewinne werden bis auf Weiteres in der digitalen Welt erzielt. Doch auch hier gilt:
Qualität gewinnt langfristig immer!
Mit bullishen Grüßen
Ihr
Thomas Müller
