Wenn sich ein Champion teilt: Was die Mobility-Abspaltung für S&P-Global-Anleger bedeutet
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
der eine oder andere Anleger dürfte sich zuletzt über Zuwachs im eigenen Depot gewundert haben. Denn S&P Global hat Anfang Juli einen sogenannten Spin-off durchgeführt. Dabei hat sich der US-Champion komplett von seiner bisherigen Mobility-Sparte getrennt. Konkret:
Anleger, die zum 15. Juni bei dem US-Champion investiert waren, erhielten je S&P-Global-Anteil eine Aktie der frisch ausgegliederten Mobility-Sparte, die jetzt unter dem Namen Mobility Global an der New York Stock Exchange notiert ist. Der Hintergrund:
Konzentration aufs Kerngeschäft, …
Durch die Abspaltung fokussiert sich S&P Global künftig stärker auf sein Kerngeschäft als einer der international bedeutendsten Finanzdienstleister. Der Champion ist natürlich in erster Linie für seine Indizes S&P 500 und Dow Jones weltweit bekannt. Gleichzeitig zählt der Konzern auch zu den drei großen Ratingagenturen der Welt, deren Bonitätsurteile über die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und ganzen Staaten entscheiden.
Ein weiteres Standbein sind umfangreiche Finanz- und Marktdaten für professionelle Investoren sowie Preis- und Analysedaten rund um Rohstoffe und Energie. Die Mobility-Sparte fiel in diesem Kosmos dagegen thematisch etwas aus der Reihe, sodass die Abspaltung als logischer Schritt erscheint. Denn was genau macht Mobilty Global eigentlich?
… ein neuer Datenspezialist für den Automobilbereich …
Bei Mobility Global dreht sich alles um Daten für die Automobilindustrie. Dazu zählt beispielsweise CARFAX, ein kommerzieller Online-Dienst, mit dessen Hilfe Gebrauchtwagenkäufer die Vorgeschichte eines Fahrzeugs prüfen können: Unfälle, Vorbesitzer, Kilometerstand. Autoherstellern und Zulieferern liefert das Unternehmen wiederum Daten zur Planung künftiger Modelle. Darüber hinaus entwickelt Mobility Global Marketing-Software für Kfz-Händler sowie Programme für das Leasing- und Finanzierungsgeschäft. Und was bedeutet der Spin-off für den Champions-Status?
… und was das für die boerse.de-Fonds bedeutet
S&P Global bleibt auch nach der Abspaltung einer unserer insgesamt 100 Champions im boerse.de-Aktienbrief. Ob die frisch abgespaltene Tochter Mobility Global in die erfolgreichen Fußstapfen der Mutter treten kann, wird dagegen erst die Zukunft zeigen. Denn dafür fehlt ganz einfach die belastbare, langfristige Kurshistorie, auf der unsere Kennzahlen geoPAK10, Gewinn-Konstanz und Verlust-Ratio beruhen. Dadurch ergab sich zuletzt Handlungsbedarf in drei der vier boerse.de-Fonds.
Aktuell ist S&P Global sowohl im boerse.de-Aktienfonds als auch im boerse.de-Weltfonds und im boerse.de-Dividendenfonds enthalten, sodass hier jeweils Aktien von Mobility Global eingebucht wurden. Aufgrund des fehlenden Champions-Status sind diese Positionen inzwischen verkauft worden.
Als Daten- und Softwareanbieter ist Mobility Global im Gegenzug jedoch ein Kandidat für den boerse.de-Technologiefonds – selbstverständlich nicht für das Kerninvestment der Technologie-Champions, sondern für das Darwin-Portfolio. Börsenneulinge, wie zuletzt auch SpaceX, werden hier zunächst mit einem kleinen Kapitaleinsatz aufgenommen. Und sofern die Kursentwicklung stimmt, sorgt die „Survival of the fittest“-Strategie dann sukzessive für einen höheren Fondsanteil.
Wie das „Prinzip des Stärkeren“ in unserem boerse.de-Fonds für die Champions von heute und morgen genau funktioniert, erfahren Sie im kostenlosen White Paper „Die Anlagestrategie des boerse.de-Technologiefonds“, das Sie hier unverbindlich anfordern können. Und falls Sie weitere Fragen dazu oder zu unseren weiteren Investmentalternativen haben, dann besuchen Sie uns doch ganz einfach zu einem der nächsten Rosenheimer Investorenabende!
Mit bester Empfehlung
Jochen Appeltauer
Chefredakteur boerse.de-Aktienbrief
PS: In den Depots der myChampions100-Anlegern werden die eingebuchten Mobility-Global-Anteile ebenfalls automatisch verkauft.
