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Deutsche Automobil-Ikonen im Performance-Check: Warum BMW, VW und Mercedes im Depot Rendite kosten

Die deutsche Automobilindustrie galt traditionell als das unangefochtene Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft, und auch international standen BMW, VW oder Mercedes für Qualität und Innovation. Entsprechend tief verankert sind die großen Namen aus Stuttgart, München und Wolfsburg in vielen Anleger-Depots. In einer aktuellen Portfolio-Analyse von Parqet zeigt sich, dass Mercedes (Rang 4), BMW (Rang 21) und Volkswagen (Rang 11) bei Investoren beliebt sind. Und das, obwohl ein Blick auf die harten Fakten zeigt, dass die emotionale Verbundenheit zu BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz an der Börse teuer bezahlt wird: Alle drei Dax-Schwergewichte werden im boerse.de-Aktien-Rating als Verlierer-Aktien eingestuft.

BMW und Volkswagen: Mit Sparmaßnahmen gegen die Krise

Die aktuellen operativen Entwicklungen bei den Herstellern spiegeln die angespannte Lage wider. So schockierte BMW den Markt jüngst mit einer drastischen Senkung der Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026. Vor allem der schwächelnde Absatzmarkt in China und die gedämpfte Nachfrage im globalen Geschäft zwingen die Münchner zu einem bereits angekündigten Sparkurs. Hinzu kommt aktuell der Kostendruck durch den Nahostkonflikt bedingt durch höhere Logistik-, Transport- und Lieferkettenausgaben. Denn wenn Seerouten unsicherer werden oder Umwege nötig sind, trifft das gerade global vernetzte Hersteller mit komplexen Lieferketten. Auch im boerse.de-Performance-Check enttäuscht BMW – und das sogar langfristig, wie die negative geoPAK10 von -2% belegt.

Der Wolfsburger Autokonzern Volkswagen steckt inmitten einer schweren Liquiditätskrise und reagiert auf den globalen Marktanteilsverlust nun mit drastischen Maßnahmen. Bis zum Jahr 2030 plant der Konzern den Abbau von insgesamt 50.000 Arbeitsplätzen in Deutschland, wovon allein bei der Kernmarke Zehntausende Stellen gestrichen werden sollen. Auch Schließungen von betroffenen deutschen Produktionsstandorten stehen im Raum. Im boerse.de-Performance-Check stehen die Zeichen bei Volkswagen ebenfalls auf „rot“: die geoPAK10 beträgt hier sogar -6%.

Mercedes: Luxus-Strategie wird teuer

Auch bei der Mercedes-Benz Group dominieren negative Nachrichten das Bild. Vor allem ein massiver Absatzrückgang im hart umkämpften chinesischen Markt belastet den Premiumhersteller schwer. Im ersten Quartal 2026 brach der Absatz in China um rund 27 Prozent ein, was den Gesamtgewinn des Konzerns spürbar nach unten zog. Betroffen waren insbesondere die sonst so margenstarken Top-Modelle wie die S-Klasse und Maybach. Der boerse.de-Performance-Check entlarvt Mercedes-Benz mit einer geoPAK10 von -2% ebenfalls als Verliereraktie.

Für das Prädikat einer Qualitätsaktie (Champion) reichen die Performance-Kennzahlen zyklischer Automobilhersteller also bei Weitem nicht aus. Dennoch zeigt das hohe Interesse der Anleger, dass deutsche Titel nach wie vor gefragt sind. Im kostenlosen boerse.de-Aktien-Report „Die zehn beliebtesten deutschen Aktien“ haben wir deshalb neben der Mercedes-Benz Group weitere neun bekannte Aktien aus der Heimat dem boerse.de-Performance-Check unterzogen. Die darauf basierenden boerse.de-Aktien-Ratings helfen Ihnen dabei, gute Langfristinvestments von (hoch)spekulativen Aktien zu unterscheiden und eine entsprechend sinnvolle Anlagestrategie zu entwickeln.

Auf gute Investments!
Ihr

Markus Schmidhuber
Content Manager