Investieren in SpaceX-Zeiten
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
wie Sie wahrscheinlich schon bemerkt haben, sind die täglich aktualisierten Online-Bereiche aller Börsendienste inhaltlich erweitert worden. Dabei finden Sie alles zum Thema Performance-Analyse natürlich im boerse.de-Aktienbrief-Abo-Bereich, und von dort können Sie auch die beliebten Performance-Checks abrufen. Zur Einordnung:
In boerse.de gibt es über 20.000 laufend aktualisierte Aktientools (mit Indizes und Derivaten sind es rund 1,4 Millionen boerse.de-Tools), und für rund 4000 Aktien werden täglich Chartanalysen sowie boerse.de-Ratings veröffentlicht. Komplette, von unserem internen Datamanagement permanent überprüfte Zehn-Jahres-Kurshistorien liegen uns von 2625 Aktien vor. Aus diesem sogenannten Kernuniversum werden die Performance-Checks generiert, die alle Performance-Kennzahlen erklären sowie die entsprechenden Wertentwicklungen aufzeigen. Aus dem „Leitfaden für Ihr Vermögen“ wissen Sie auch:
Nur die allerwenigsten Unternehmen eignen sich für Langfristinvestments. So notieren 31% der Aktien unserer Datenbank heute niedriger als vor zehn Jahren (boerse.de-Ratings C und D), und 41% sind mit positiven, aber unterdurchschnittlichen Renditen als Depotbremser einzustufen (B-Rating). Damit verbleiben 27% (706 Aktien) als potenzielle Investments, wobei 17% Watchlist-Kandidaten sind (A-Rating, zumeist aufgrund zu hoher Risikokennziffern) und lediglich 6% auf der Champions-Watchlist stehen (AA-Rating). Die Bestnote AAA erhalten nur 4% aller Aktien des Kernuniversums, also die langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt, die wir als Champions bezeichnen.
Die Zusammensetzung des Champions-Pools wird seit dem Jahr 2002 alle drei Monate von Jochen Appeltauer und mir überprüft, woraus mit meinem Freund Prof. Dr. Hubert Dichtl sowie Markus Schmidhuber (Leitung boerse.de Finanzportal) und Constantin von Sluyterman-Peckert (Geschäftsführung boerse.de Vermögensverwaltung) sowie den IT- und Compliance-Kollegen mittlerweile ein Komitee geworden ist. Denn jeder Champions-Tausch kann weitreichende Konsequenzen für die „Rosenheimer Investmentalternativen“ haben, also die boerse.de-Indizes, die boerse.de-Fonds, die boerse.de-Einzelkontenverwaltungen und natürlich myChampions100/PLUS, da hier in alle 100 Champions gleichzeitig investiert wird. Deshalb:
Wir diskutieren jeden möglichen Champions-Wechsel sehr sorgfältig. Denn neben den objektiven Kennzahlen (die zudem durch starke Kursgewinne in jüngerer Zeit positiv verzerrt sein können) geht es bei potenziellen Champions auch um Liquidität im Handel, eventuelle regulatorische Einschränkungen, nachvollziehbare Investor-Relations-Informationen und natürlich Geschäftsmodelle. Bei Abstiegskandidaten steht seit dem verstärkten Aufkommen der KI(-Diskussionen) immer mehr das Disruptionsrisiko im Raum – also primär bei Software-Anbietern die Gefahr, durch digitale Innovationen vom Markt gefegt zu werden. Aktuell:
Per 1. Juli werden wir vier Champions-Titel austauschen, und wir hoffen, dabei ein ähnlich glückliches Händchen zu haben wie bei den vorangegangenen Wechseln. So haben die sieben neuen Champions vom 1. April bisher schon durchschnittlich 21,4% gewonnen, womit die Absteiger um 13 Prozentpunkte geschlagen werden konnten. Zu Jahresbeginn hatten wir zwei Champions getauscht, deren Kurse im Mittel 21,2% zugelegt haben, während die Champions-Absteiger 11,8% verloren. Während in der Trendfolge die Anlagequalität einer Aktie überhaupt keine Rolle spielt (2026 haben per 19. Juni jetzt schon fünf über den BOTSI-Algorithmus gesteuerte Musterdepots die 100%-Gewinngrenze überschritten), sollten Quality-Investments das Fundament jedes Portfolios bilden. Das klingt in SpaceX-Zeiten vielleicht langweilig, ist es aber nicht. Denn:
Qualität gewinnt langfristig immer!
Mit bullishen Grüßen
Ihr
Thomas Müller
