Goldrausch aus der zweiten Reihe? Warum die KI-Infrastruktur neue Börsenstars hervorbringt
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
der Megatrend Künstliche Intelligenz hält die Märkte schon seit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 in Atem. Doch wer glaubt, dass die großen Gewinne im Jahr 2026 nur noch mit den altbekannten Halbleiterwerten wie Nvidia oder Micron erzielt werden können, greift zu kurz. Denn an den Finanzmärkten vollzieht sich derzeit eine Verschiebung entlang der Wertschöpfungskette. Während in der ersten Welle des KI-Booms primär die Anbieter von Rechenkapazitäten und Grafikprozessoren im Rampenlicht standen, rückt nun das physische Fundament in den Fokus der Investoren: die KI-Infrastruktur. Experten sprechen bereits von einem neuen, gigantischen Milliardenmarkt.
Wie massiv die vor uns liegende Investitionswelle tatsächlich ist, untermauern aktuelle Marktdaten: Allein die Big-Tech-Champions Amazon, Microsoft, Alphabet und die ebenfalls im boerse.de-Technologiefonds enthaltene Meta-Aktie steuern im Jahr 2026 auf historische Investitionssummen von rund 400 Milliarden Dollar für die KI-Infrastruktur zu. Branchenanalysten der Investmentbank Barclays prognostizieren sogar, dass die jährlichen Ausgaben westlicher Hyperscaler (Betreiber extrem großer Cloud-Rechenzentren) künftig die Marke von einer Billion Dollar überschreiten könnten.
KLA Corp. und Monolithic Power Systems: Champions der physikalischen Wertschöpfung
Genau hier kommen spezialisierte Hardware-Champions ins Spiel, die die physikalische Ebene der KI kontrollieren. Ein Paradebeispiel ist das US-Unternehmen KLA Corp., das eine Vormachtstellung in der Prozesskontrolle einnimmt. Da die Fertigung komplexer KI-Chips keine Fehler verzeiht, ist die Überwachungstechnologie von KLA unverzichtbar, um die Produktionsqualität der Halbleiterfabriken zu sichern. Für Anleger macht sich vor allem die Anlagequalität der Aktie bezahlt, wie der Blick auf die Performance-Kennzahlen zeigt: KLA Corp. glänzt mit einer beeindruckenden geoPAK10 (mittlere Zehn-Jahres-Rendite) von rund 36%.
Ebenso wichtig ist die Handhabung des enormen Energiehungers moderner Rechenzentren. Hier schlägt die Stunde von Monolithic Power Systems. Das Unternehmen hat sich auf modernste Stromversorgungsmodule spezialisiert, die die immense Elektrizitätslast direkt auf den Serverplatinen effizient regeln. Diese technologische Schlüsselrolle spiegelt sich in einer hervorragenden Zehn-Jahres-Performance wider – Monolithic Power Systems weist eine geoPAK10 von 34% auf.
Das Fundament des KI-Zeitalters sichern
Der eigentliche Flaschenhals des anhaltenden Tech-Booms liegt jedoch noch eine Ebene tiefer: beim Ausbau der Stromnetze selbst. Wie kritisch die Lage ist, zeigen die rasant steigenden Verbrauchszahlen: Allein in den USA werden Rechenzentren bis Ende 2026 voraussichtlich rund 22 Prozent mehr Strom aus dem Netz benötigen als noch ein Jahr zuvor. Bis zum Jahr 2030 könnte sich dieser immense Bedarf sogar nahezu verdreifachen.
Ein Profiteur dieser physischen Mammutaufgabe ist der Champion Quanta Services (geoPAK10: 36%). Als Spezialist für den Aufbau, die Wartung und den Ausbau von Strom- und Energienetzen sorgt das Unternehmen dafür, dass die Megawatt-Infrastruktur für die Rechenzentren von morgen überhaupt realisiert werden kann.
Neben den genannten Profiteuren der KI-Infrastruktur gibt es übrigens auch Aktien aus anderen Branchen, die mit überwiegend zweistelligen Renditen im Zehn-Jahres-Mittel und einer langfristig hohen Anlagequalität überzeugen. Welche dieser insgesamt 100 Champions-Aktien aktuell einen Blick wert sein könnten, erfahren Sie in Ihrer boerse.de-Aktienbrief-Gratisausgabe (hier unverbindlich downloaden).
Auf gute Investments!
Ihr
Markus Schmidhuber
Content Manager
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