Was wir von Microsoft und dem Technologiefonds lernen können
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
langfristig überdurchschnittliche Renditen zu erzielen, bedeutet in erster Linie, langfristige Top-Unternehmen zu identifizieren, diese diversifiziert direkt oder indirekt über Fonds im Depot hoch zu gewichten und dann den Zinseszinseffekt seinen Job machen zu lassen. Eigentlich ist es ganz einfach:
Es braucht Disziplin sowie Abstand zu den Märkten und zu den permanent wechselnden Schlagzeilen. Denn schon Jesse Livermore lehrte uns, dass nicht Nachrichten Kurse machen, sondern Kursverläufe das Spiegelbild der Marktstimmungen bzw. der Nachrichteninterpretationen sind.
Momentan dreht sich fast alles um die Gewinner und Verlierer der KI-Revolution, wobei die Geschwindigkeit kaum noch getoppt werden kann und damit eine Normalisierung bevorsteht. Schauen Sie sich beispielsweise den irrwitzigen Kursverlauf des Top-Champions Microsoft an.
Von 2013 bis 2022 kletterte Microsoft wie mit dem Lineal gezogen von 20 Euro auf 300 Euro. Anfang 2025 ging es von 420 Euro auf 320 Euro im April zurück (-24%) und von dort wieder auf 467 Euro im Juli (+46%) nach oben. Zu Jahresbeginn notierte Microsoft dann bei 413 Euro (-12%), und von dort fiel der Kurs um weitere 25% auf 310 Euro im März. Per 1. Juni befand sich Microsoft aber bereits wieder bei 400 Euro, also 29% höher und damit auf dem gleichen Niveau wie zwölf Monate davor. Deshalb:
Lassen Sie sich von den riesigen Ausschlägen nicht verrückt machen und bleiben Sie investiert bzw. nutzen Sie Korrektur-Rabatte zum Nachkauf, wenn Sie sowieso länger investiert bleiben möchten. Dabei ist die über alle Zweifel erhabene Microsoft-Aktie nur ein Paradebeispiel für viele andere, völlig überzogene Kursausschläge. Recht ähnlich war auch der Verlauf des boerse.de-Technologiefonds, der im Februar 2025 ein zyklisches Hoch bei 144 Euro herausbildete, dann im April bei nur noch 107 Euro notierte, im Oktober aber wieder bei 147,70 Euro. Von dort ging es zurück bis 122,10 Euro im April, und den neuen Höchstkursen vom Mai folgte ein Anstieg bis 158,91 Euro per 2. Juni (+30%). Sie sehen:
Dem Hyperventilieren der Märkte können nur Gelassenheit und ein Disponieren mit ganz ruhiger Hand entgegengesetzt werden. Die Marktbreite nimmt immer weiter ab, was sich beispielsweise auch im S&P 500 zeigt. So konnte der breite US-Index zwar neue historische Hochs markieren, doch sage und schreibe 200 Index-Werte notieren per Ende Mai niedriger als zu Jahresbeginn. Die zehn größten US-Konzerne machen heute 40% der S&P-Marktkapitalisierung aus, und lediglich fünf Champions haben zwischenzeitlich die Hälfte der Index-Gewinne seit April ausgemacht: Nvidia (+20%), Apple (+21%), Alphabet (+26%), Amazon (+27%), Broadcom (+39%).
Setzen Sie auf eine Rückkehr zum Mittelwert und damit eine bevorstehende Verbreiterung des Börsenaufschwungs. Dazu und damit in der Folge zu neuen All-Time-Highs wird es früher oder später völlig von selbst kommen, ohne eigenes Zutun und ganz ohne Aktionismus. Investoren verdienen die meiste Zeit eben durch Nichtstun, während „Trader“ über die Börsenverlag-Trendfolgedienste die Hilfestellung für Käufe und Verkäufe der gerade trendstärksten Aktien in Anspruch nehmen können. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres hat das Musterdepot der Signale DACH +108% gewonnen und das der Megatrend-Aktien sogar +127%. Bei Interesse einfach kostenlosen und unverbindlichen Login anfordern, aber bitte lediglich einen kleinen Depotanteil dafür reservieren. Denn nur für Investments gilt:
Qualität gewinnt langfristig immer!
Mit bullishen Grüßen
Ihr
Thomas Müller
