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Wo und wann (Nach-)Käufe Sinn machen

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

für jeden Kursverlauf ist das Erreichen eines neuen All-Time-Highs ein ganz besonderer Moment, denn (nur) zu diesem Zeitpunkt befinden sich alle investierten Anleger im Gewinn. Da es auf einem neuen Hoch keine Verkäufe von Anlegern geben kann, die das Wiedererreichen ihrer Kaufkurse zum Ausstieg nutzen, neigen Kurse dazu, einem Rekordhoch eine ganze Reihe weiterer Rekorde folgen zu lassen. Deshalb gehören neue All-Time-Highs zu den bedeutendsten Kaufsignalen der technischen Analyse. Doch:

Es gilt strikt zwischen Tradings und Investments zu unterscheiden. So sind am 22. Mai beide Tranchen des boerse.de-Technologiefonds auf ein neues All-Time-High geklettert, doch das ist kein Grund, deshalb „jetzt“ einzusteigen. Unser Technologiefonds versteht sich als Basisinvestment, das möglichst langfristig gehalten werden sollte. Wer hier in Korrekturen hinein (nach-)kauft kann seine persönliche Buy-&-Hold-Rendite erhöhen, doch zum Einstieg wird bekanntlich nicht geläutet. So lagen lediglich 44 Tage zwischen dem Korrekturtief vom 30. März bei 122 Euro und dem Korrekturende bei 146,70 Euro, das sind knackige 21%. Wer für Investments auf eine Beruhigung der geopolitischen Lage wartet, der wird vermutlich bis zum Sankt Nimmerleinstag warten und dann höchstwahrscheinlich zu massiv höheren Kursen einsteigen. Im Gegensatz dazu:

Werfen wir einen Blick auf die aktuellen Top-Performer aus dem Musterdepot der boerse.de-Megatrend-Aktien, das von Jahresbeginn bis 22. Mai nun schon 123% Gewinn verzeichnet: Die Lumentum-Aktie hat seit der Musterdepot-Aufnahme am 28. November 190% gewonnen, bei Babcock & Wilcox sind es 202% Kursgewinn seit dem 5. Dezember, und Spitzenreiter Western Digital gewann sogar 221% seit dem 31. Oktober. Die Langfrist-Charts zeigen aber, dass diese drei Titel für die Langfristanlage völlig ungeeignet sind:

Lumentum (boerse.de-Rating jetzt A) kam zwischen 2017 und Mitte 2025 nicht von der Stelle, der Kursverlauf von Babcock & Wilcox (D) war bis zum letztjährigen Tief ein Trauerspiel, und Western Digital (mittlerweile A) galt über ein Jahrzehnt lang als eine reinrassige Verlierer-Aktie. Um Nachkäufe in Korrekturen darf es daher nur bei absoluten Langfristinvestments gehen, und alles entscheidend ist hierfür – nach unserer Philosophie – bei Aktien die langfristige Anlagequalität. Deshalb kommen für Korrekturkäufe nur AAA-Champions infrage, möglicherweise auch AA-Titel, wobei die Branchen-Diversifikation stets im Mittelpunkt stehen sollte. Aktuell:

Momentan notieren 32 (!) Champions mehr als 30% unter ihren All-Time-Highs, womit sich Potenziale zwischen 44% (z.B. S&P Global) und 156% (ServiceNow) bis zu den Tops errechnen. Dabei befinden sich elf Champions mit einem negativen Abstand von mindestens 20% bis zur 200-Tage-Linie noch immer im Ausverkauf – selbst so große Champions-Namen wie SAP (-20%), CTS Eventim (-21%) oder EssilorLuxottica (-30%). Daneben:

In der laufenden Korrektur ist es um Gold und Bitcoin (wie so oft) sehr ruhig geworden, und gerade deshalb haben beide Assets nun Aufmerksamkeit verdient. So setzte boerse.de-Gold vom März-Top um 17% zurück, notiert aber noch immer 41% über dem Zwölf-Monats-Tief. Beim Bitcoin (Euro) beträgt der Abschlag sogar 39%, was 65% Luft bis zu den Oktober-Hochs bedeutet. Sie kennen meine Meinung:

Gold ist ein Muss-, Bitcoin ein Kann-Investment. In einer vielbeachteten Studie hat die Deutsche Bank wegen der anhaltenden Käufe der Zentralbanken (insbesondere aus den Schwellenländern) jetzt ein Kursziel von 8000 US-Dollar für die nächsten fünf Jahre herausgearbeitet, und ich denke, dass der Goldpreis noch viel weiter steigen wird. Währenddessen sieht das (natürlich parteiische) Kryptohaus Coinbase den Bitcoin aufgrund wachsender Verbreitung auf 317.000 Dollar bis zum Jahr 2029 steigen. Wer also gleichzeitig in Technologie, Gold und Bitcoin investieren möchte, sollte sich das „Protect-Megatrend-Portfolio (PMP)“ ansehen ...

Qualität gewinnt langfristig immer!

Mit bester Empfehlung
Ihr
Thomas Müller