ASML, SAP, Rheinmetall & Co. - Europas Wirtschaftsgiganten unter der Performance-Analyse-Lupe
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
haben Sie gestern das Tor-Spektakel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern verfolgt? Das war ein hochspannendes Duell zwischen dem amtierenden französischen und deutschen Meister. Im zweiten Halbfinale stehen sich heute mit Arsenal und Atlético Madrid zwei weitere Teams gegenüber, die sich als Vizemeister der Premier League bzw. Dritter in La Liga für die europäische Königsklasse qualifiziert haben. Denn für die Teilnahme an der Champions League zählt das Leistungsprinzip. Bei den bekannten Aktienindizes sieht das dagegen bekanntlich anders aus. Denn das entscheidende Aufnahmekriterium ist hier in der Regel die Höhe der Marktkapitalisierung. Das bedeutet:
Würde man dieses Größenkriterium auf den Profifußball übertragen, dürften in der Champions League die mitgliederstärksten Vereine antreten. Dann dürften sich neben Schalke 04 und Hertha BSC bspw. auch der 1. FC Kaiserslautern oder Dynamo Dresden Chancen auf eine Teilnahme in der Königsklasse ausrechnen. Außer deren treuen Anhängern werden Fußball-Fans das Ganze jedoch für eine Schnapsidee halten.
Was im Profisport absurd klingt, ist an der Börse jedoch ganz normal. Denn genau nach diesem Prinzip funktionieren die meisten bekannten Aktienindizes wie etwa der Euro Stoxx 50, den wir in der aktuellen boerse.de-Aktienbrief-Ausgabe aus Sicht der Performance-Analyse unter die Lupe genommen haben. Das Ergebnis:
Groß bedeutet nicht automatisch großartig
Aufgrund seiner Marktkapitalisierungs-Konstruktion ist der Euro Stoxx 50 ein Schaufenster für die größten Konzerne der Eurozone. Daraus lassen sich allerdings keine Rückschlüsse auf die langfristige Anlagequalität der einzelnen Mitglieder ziehen. Konkret:
Einerseits erfüllen zwar derzeit zehn Aktien – also immerhin jedes fünfte Indexmitglied – unsere Champions-Kriterien. Dazu zählen bspw. ASML Holding, SAP, Siemens und EssilorLuxottica. Gleichzeitig erweisen sich aus Sicht der Performance-Analyse 18 der 50 Eurozonen-Schwergewichte aufgrund einer zu niedrigen geoPAK10 oder/und einer zu hohen Verlust-Ratio als mittelmäßige Investments (= boerse.de-Aktien-Rating B). Dazu kommen sechs Aktien mit einer C- bzw. sogar D-Bewertung, da sich hier im Schnitt der vergangenen zehn Jahre negative Kursrenditen errechnen.
AA- bis C-Ratings im Automobilsektor
Zu den Verlierer-Aktien im Euro Stoxx 50 zählt bspw. der Autobauer Volkswagen, dessen Aktionäre in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt rund 4% p.a. verloren haben. Und im selben Zeitraum sind auch die Aktien der Konkurrenten BMW und Mercedes per saldo nicht von der Stelle gekommen.
Völlig anders präsentiert sich auf lange Sicht ein bekannter europäischer Wettbewerber der heimischen Automobil-Giganten. Denn bei moderatem Anlagerisiko stehen hier im Schnitt jährliche Kursgewinne von rund 20% zu Buche, was sich beim boerse.de-Aktien-Rating in der zweitbesten Bewertung AA niederschlägt.
Wenn Sie wissen möchten, um welchen legendären Automobilhersteller es sich hier handelt und wie die Rating-Urteile für sämtliche Euro-Stoxx-50-Mitglieder ausfallen, können Sie mit dem Gratis-Login gerne einen unverbindlichen Blick in den aktuellen boerse.de-Aktienbrief werfen.
Mit bester Empfehlung
Jochen Appeltauer
Chefredakteur boerse.de-Aktienbrief
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