Ist die Artemis-2-Mission erst der Anfang? Welche Aktien von der Weltraum-Euphorie profitieren könnten
Mit dem erfolgreichen Ende der NASA-Mission Artemis 2 ist ein entscheidender Meilenstein in der Weltraumindustrie erreicht worden. Während diese Mission die technologische Machbarkeit einer bemannten Mondumrundung bestätigt, markiert sie gleichzeitig den Übergang in eine Phase, in der die kommerzielle Erschließung des Weltraums zunehmend in den Fokus rückt. Für Anleger stellt sich dabei die Herausforderung, zwischen kurzfristiger Euphorie und nachhaltiger Investmentqualität zu differenzieren.
Denn trotz des technologischen Fortschritts zeigt die Bilanz am Aktienmarkt ein gemischtes Bild: Während spezialisierte Zulieferer von gut gefüllten Auftragsbüchern profitieren, stehen beispielsweise etablierte Satellitenbetreiber und Systemintegratoren vor strukturellen Problemen. Auch ein Blick auf die langfristigen Performance-Kennzahlen einzelner Branchenteilnehmer aus dem aktuellen, kostenlosen boerse.de-Report „Die zehn beliebtesten Raumfahrt-Aktien“ verdeutlicht, dass eine technologische Pionierarbeit nicht zwangsläufig mit einer überdurchschnittlichen Rendite für die Aktionäre korrelieren muss.
Airbus, Boeing, Lockheed Martin: Staatliche Aufträge als Rückgrat
Der Sektor wird weiterhin von den Schwergewichten der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie dominiert. Unternehmen wie Lockheed Martin (mittlere Zehn-Jahres-Rendite, geoPAK10: 9%) und Airbus (geoPAK10: 11%) profitieren zwar massiv von den Milliardenbudgets der Verteidigungswirtschaft und Weltraumagenturen und zeigen eine solide Performance. Für Anleger bleiben diese Titel jedoch vorerst noch „Watchlist-Kandidaten“.
Riskant ist dagegen der ehemals glanzvolle Name Boeing. Das Unternehmen profitiert an sich stark von Aufträgen der US-Regierung, wie etwa bei Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe – ein Geschäft, das Milliarden von Dollar umfasst. Trotz der Beteiligung an prestigeträchtigen Projekten belastet die Pannenserie in der zivilen Sparte aber das Vertrauen. Im boerse.de-Aktien-Rating wird der Titel aufgrund der niedrigen geoPAK10 von nur 3% derzeit sogar als „Depotbremser“ eingestuft.
Schattenseiten im All: Satellitenbetreiber unter Druck
Mit besonders starkem Gegenwind im All kämpfen jedoch Satellitenbetreiber wie Eutelsat Communications oder SES Global, die unter dem Preisverfall und veralteten Geschäftsmodellen leiden. Hier sollten Anleger auf der Hut sein, da diese Werte im boerse.de-Aktien-Rating mit im Mittel jeweils deutlich zweistellig negativen Zehn-Jahres-Renditen als „Kapitalvernichter“ eingestuft werden.
Die Performance-Kennzahlen exemplarischer Branchenvertreter zeigen, dass die Raumfahrt zwar ein Wachstumsmarkt, aber kein Selbstläufer ist. Deshalb gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen. Welche Unternehmen das Potenzial haben, Ihrem Depot „Schubkraft“ zu verleihen, und von welchen Titeln Sie besser Abstand halten sollten, erfahren Sie in unserem aktuellen, kostenlosen boerse.de-Report „Die zehn beliebtesten Raumfahrt-Aktien“, den Sie hier unverbindlich anfordern können.
Auf gute Investments!
Ihr
Markus Schmidhuber
Content-Manager
