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Technische Analyse: Indizes, Devisen und Rohstoffe

13.10.2017

Ideale Bedingungen für Trendfolger

Seit der vergangenen Trendbrief-Ausgabe haben unsere 14 Leitbarometer durchschnittlich um 0,4% zugelegt. Die Gewinnerliste wird dabei vom Osteuropa-Index CECE (+2%) angeführt. Dahinter folgen mit jeweils etwa 1% Kursgewinn der Nasdaq 100 sowie der Nikkei. Der japanische Leitindex hat sich damit in eine vielversprechende Ausgangsposition nach oben geschoben, sodass wir heute eine Long-Position eingehen werden. (Lesen Sie hierzu bitte unsere ausführliche Analyse auf Seite 6.) Bei weiterhin geringen Kursschwankungen bleiben
die globalen Aktienmärkte damit weiterhin ohne Abstriche auf Hausse-Kurs. Konkret:

Der mittlere Abstand unserer Aktienbarometer zu ihrem jeweiligen GD200 beläuft sich zurzeit auf mehr als 7%. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die 200-Tage-Linien selbst im Durchschnitt ein halbes Prozent pro Woche ansteigen. Die Kurse laufen also aktuell im Gleichschritt mit den langfristigen Durchschnittslinien nach oben. Damit off enbart sich ein entscheidender Vorteil des Trendfolge-Tradings. Denn:

Parallel zu den Kurssteigerungen der Indizes – wodurch sich ebenfalls die Buchgewinne bei unseren Long-Positionen erhöhen – können wir unsere mentalen Stops sukzessive nach oben ziehen. Damit spielt uns die aktuelle Phase extrem niedriger Kursschwankungen in die Karten, da auch bei einer Seitwärtstendenz der Märkte die Positionsrisiken immer weiter reduziert werden können. Immerhin liegen unsere neun Index-Long-Engagements im Durchschnitt 14% im Gewinn, wobei das Hang-Seng-Zertifikat mit 40% die Liste anführt.

Gewinne laufen lassen und Stops nachziehen

Auch bei den Einzeltiteln richten wir das Hauptaugenmerk derzeit auf die Absicherung unserer bestehenden Gewinne, die sich bei den Aktien-Derivaten auf durchschnittlich 54% summieren. Vor allem mit den Ergebnissen bei unseren Call-Optionsscheinen können wir bisher mehr als zufrieden sein. So liegt unsere Restposition bei United Internet derzeit mit 283% vorne. Bei der Allianz und bei Wacker Chemie haben die Buchgewinne soeben die magische 100%-Schwelle überschritten. Zu unseren heutigen Transaktionen:

Die gesamte Automobilbranche drückt derzeit kräftig aufs Gas. Auch bei Daimler ergibt sich jetzt eine äußerst lukrative Trading-Gelegenheit, die wir durch den Kauf der Aktie und eines Long-Zertifi kats nutzen. Daneben steigen wir bei Ceconomy ein, die sich als stärkster Amazon-Konkurrent in Europa entwickeln könnten.

Euro vor nächstem Aufwärtsschub

Der Euro hat gegenüber dem Dollar erneut die 1,18er-Marke überschritten. Damit könnte die vor vier Wochen eingeleitete Korrektur beendet sein. Auch im Vergleich zum Schweizer Franken hat sich die europäische Gemeinschaftswährung wieder sichtbar befestigt. Die Kurse der Edelmetalle konnten sich parallel zum schwächeren Dollar ebenfalls etwas freischaufeln. Allerdings müssten für ein Ende der Korrektur erst noch einige Barrieren auf der Oberseite überwunden werden.



Deutschland: Bullishe Tendenz hält an

Auch wenn die führenden deutschen Indizes seit der vergangenen Woche einen Gang zurückgeschaltet haben, ändert dies nichts an der grundsätzlich bullishen Verfassung des gesamten
deutschen Aktienmarktes. Denn:

Von den 110 im HDax zusammengefaßten Titeln des Dax, MDax und TecDax befi nden sich derzeit 77% oberhalb ihrer 200-Tage-Linie. In der Korrekturphase zwischen Mai und Ende August war die Marktbreite vom Spitzenwert bei 94% auf 60% zurückgegangen. Die Erholung zeigt, dass der jüngste Aufschwung von immer mehr Aktien mitgetragen wird. Auch aus charttechnischer Sicht deutet aktuell alles auf eine Fortsetzung der Hausse hin. Konkret:

Der TecDax beendete die gestrige Börsensitzung mit 2510 Zählern auf einem neuen Jahreshoch, das zugleich den höchsten Stand seit 2001 bedeutet. Der MDax befindet sich unverändert in Schlagdistanz zum Allzeithoch, und beim Dax zeichnet sich ein unmittelbar bevorstehender Ausbruch über die runde 13.000er-Marke ab. Wir bleiben daher in unseren Long-Zertifikaten, die zwischen 7% und 21% vorne liegen, unverändert investiert!

US-Börsen: Nasdaq über 6000 Punkte

Nach zwei Monaten Anlaufzeit ist dem Nasdaq 100 am vergangenen Donnerstag endlich der Sprung über die Marke von 6000 Punkten geglückt. Gestern beendete das amerikanische Technologiebarometer den Handel mit 6081 Zählern auf dem höchsten Stand aller Zeiten. Die beiden Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 setzten ihre Rekordserie ebenfalls
fort. Damit steuert der Dow Jones schnurstracks auf 23.000 Punkte zu. Es wäre bereits die vierte Tausendermarke, die der weltweit bekannteste Aktienindex in diesem Jahr überwindet!

Aktien: Marktbreite unverändert

Die Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten schlägt sich eins zu eins in einer unveränderten Marktbreite nieder. Per gestern befanden sich wie in der Vorwoche 61% von knapp 6000 Aktien oberhalb ihres GD200. Bei den 50 trendstarken Aktien ist die Anzahl der Titel oberhalb der 200-Tage-Linie auf jetzt 35 (Vorwoche: 36) zurückgegangen. Damit befindet sich die Marktbreite unverändert in bullishem Terrain.

Trendbrief-Perspektive:

An den Aktienmärkten ist nach dem starken Anstieg seit Ende August in der vergangenen Woche wieder etwas Ruhe eingekehrt. Dabei hat sich die Tendenz fortgesetzt, dass Konsolidierungen bei geringen Kursschwankungen seitwärts verlaufen. Kursrücksetzer in einer Größenordnung von 3% oder mehr sind insbesondere am amerikanischen Aktienmarkt seit geraumer Zeit Fehlanzeige. Dies spricht für eine extrem hohe innere Stärke an den globalen Börsen und deutet darauf hin, dass nach wie vor gewaltige Geldströme in die Wertpapiermärkte fließen. Aktieninvestments bleiben deshalb bis auf Weiteres alternativlos. Für Trendfolger ist das natürlich die beste aller Welten. Dennoch sollten aufgelaufene Gewinne konsequent durch ein solides Risiko-Management abgesichert werden!

 
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