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Technische Analyse: Indizes, Devisen und Rohstoffe

16.06.2017

Standardwerte gegen High-Techs Der Kurseinbruch im Technologie-Sektor hat bis jetzt keine spürbaren Auswirkungen auf die Standardwerte gehabt. Im Gegenteil: Sowohl der Dow Jones als auch der Dax erreichten in der Folge neue Allzeithochs, während allerdings der Euro Stoxx 50 noch deutlich hinterherhinkt. Dennoch:

Die bis dato lediglich temporären Kurseinbrüche beim Nasdaq 100 und TecDax haben Anlegern gezeigt, dass die Risiken in diesem grundsätzlich volatilen Bereich nicht unterschätzt werden sollten. Aus vergleichbaren Situationen in der Vergangenheit wissen wir, dass nach einer kurzen Beruhigung die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Verkaufswelle relativ hoch ist. Je nach Ausmaß dürften dann auch die Blue-Chip-Barometer in Mitleidenschaft gezogen werden. Denn ohne die High-Techs ist eine Fortsetzung der Rekordjagd bei Dax, Dow & Co. nicht möglich. Allerdings:

Unsere 14 Leitbarometer notieren nach wie vor in sicherem Abstand von durchschnittlich 10% oberhalb ihrer jeweiligen 200-Tage-Linien. Daher sollte ein Rücksetzer lediglich die Funktion eines reinigenden Sommergewitters haben. Die Marktbreite bei den einzelnen Indizes deutet darauf hin, dass diese Korrektur nicht mehr allzu weit entfernt sein dürfte. Denn die jüngsten Tops wurden nicht mehr von einer breiten Basis getragen. So war die Marktbreite beim Nasdaq 100 bereits zwischen Ende April und Ende Mai – also deutlich vor dem Kurssturz am vergangenen Freitag – von 85% auf 70% gefallen, obwohl der Index im gleichen Zeitraum von 5400 auf fast 5900 Punkte gestiegen war. Wir hatten auf diese Divergenz mehrfach und rechtzeitig hingewiesen. Deshalb:

Defensive Sektoren bevorzugen

Wir bleiben unserer bisherigen Strategie treu und konzentrieren uns weiterhin auf Einzeltitel aus den defensiven Nachzüglerbranchen. Hierzu zählen insbesondere Wertpapiere aus dem Bereich der Versorger. Hier sehen wir weiterhin z.B. bei RWE und E.ON mittel- bis langfristig unverändert Verdoppelungs-Potenzial. Mit dem geschickten Einsatz von Call-Optionsscheinen
sind damit mehrere hundert Prozent möglich. Hierfür sind unsere Calls auf E.ON mit derzeit 245% Gewinn und auf RWE mit aktuell bis zu 360% Profi t der beste Beweis dafür!

Edelmetalle mit Aufwärtspotenzial Im Bereich der Rohstoff e stehen die Rohölkurse weiterhin unter Druck, während sich Gold und Silber in den vergangenen beiden Tagen von ihren Tiefs wieder leicht erholen konnten. Sollte Gold der Sprung über die 1300-Dollar-Marke glücken, dann dürfte sich dieser Trendimpuls sehr schnell bis zu unserem ersten Zwischenziel bei 1380 Dollar fortsetzen. Unterstützt werden die Edelmetalle derzeit von einem weiter schwächelnden Dollar. So ist das Währungspaar EUR/USD gestern in der Spitze erneut bis knapp an den Widerstand bei 1,13 gestiegen. Bei einem Bruch dieser Barriere läge das nächste Kursziel dann bei 1,15 Dollar. Mit unserer Euro-Long-Position (+21%) sind wir hierfür bestens positioniert.



Deutschland: Dax mit neuem Allzeithoch Der Dax kletterte gestern in einer furiosen Aufwärtsbewegung vom Start weg bis auf das neue Allzeithoch bei 12.921 Punkten. Danach verließen den deutschen Leitindex allerdings die Kräfte,
und zum Handelsende notierte das bekannteste Aktienbarometer Deutschlands nur noch bei 12.806 Zählern. Dennoch:

Das neue Allzeithoch wirkt zunächst trendbestätigend, sodass der Index in den nächsten Tagen durchaus noch die 13.000-Punkte-Marke überschreiten könnte. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Marktbreite zunehmend nachläßt. Denn trotz des gestrigen neuen Rekordhochs notieren derzeit nur 60% der Dax-Titel oberhalb des GD20 und damit im kurzfristigen Aufwärtstrend. Im mittleren Zeitbereich befi nden sich lediglich 70% der Aktien über der 100-Tage-Linie. Beim TecDax gibt es kurzfristig noch weiteren Korrekturbedarf, während die Chart- und Markttechnik mittel- und langfristig weiterhin optimistisch stimmt. Für Neu-Engagements im Indexbereich sehen wir derzeit daher noch keine Notwendigkeit!
US-Börsen: Höhere Zinsen belasten High-Techs Obwohl die amerikanische Notenbank Fed gestern die Leitzinsen um weitere 25 Basispunkte anhob, kletterte der Dow Jones mit einem Schlusskurs von 21.375 Punkten auf ein neues Allzeithoch. Dagegen werden die Kurse der Technologieaktien durch die Aussicht auf weiter steigende Zinsen tendenziell eher belastet. Wir erwarten deshalb für die nächsten Wochen beim Nasdaq 100 nachgebende Kurse. Sollte sich diese Korrektur zu stark nach unten ausdehnen, dann dürften auch die Blue-Chip-Barometer mit in die Tiefe gezogen werden. Wir agieren daher
im Bereich der US-Indizes zunächst eher etwas abwartend. Aktien: Marktbreite stagniert Die Marktbreite stagniert nun bereits seit mehreren Wochen im Bereich knapp unterhalb von 70%. Per gestern befanden sich wie in der Vorwoche etwa 66% von knapp 6000 Aktien oberhalb ihres GD200. Bei den 50 trendstarken Aktien auf Seite 13 verbesserte sich die Anzahl der Titel oberhalb des GD200 geringfügig auf jetzt 40 Aktien (Vorwoche: 39). Damit spiegelt die Marktbreite die derzeitige Unsicherheit an den Märkten wider. Der langfristige Bullenmarkt ist zwar aus der Sicht der Markttechnik noch intakt, allerdings baut sich derzeit eine Schere zwischen New und Old Economy auf! Devisen & Rohstoffe: Fed verhindert Goldpreisanstieg Die Edelmetallkurse hatten gestern bis zur Zinsentscheidung der Fed einiges an Boden nach den Kursverlusten seit Mitte der vergangenen Woche wieder gutgemacht. Doch mit der Bekanntgabe einer weiteren Zinserhöhung von 25 Basispunkten und der Aussicht auf zusätzliche Zinsanhebungen im weiteren Jahresverlauf fi elen die Kurse von Gold und Silber wieder auf ihre Vortagesschlusskurse zurück. Damit könnte sich die Schaukelbörse bei den Edelmetallen in den nächsten Tagen fortsetzen. An unserer langfristig bullishen Einschätzung ändert dies vorerst aber noch nichts. Auch bei Rohöl gerieten die Kurse gestern unter Druck. Allerdings ist der Markt inzwischen deutlich überverkauft und befi ndet sich zudem im unteren Bereich der Seitwärts-Range der vergangenen Wochen. Wir erwarten hier in Kürze eine kräftig Gegenbewegung nach oben!

Trendbrief-Perspektive:
Der Kurseinbruch im Technologie-Sektor war ein erster Schuss vor den Bug. Die Zeit scheint jetzt reif für eine Korrektur zu sein. Wir hatten in den vergangenen Ausgaben ausführlich auf die wichtigsten Divergenzen zwischen Kursentwicklung und Marktbreite hingewiesen. Parallel hierzu hatten wir der sich abzeichnenden Entwicklung mit einer Verschiebung unseres Fokus in Richtung defensive Sektoren Rechnung getragen. Hierbei konnten wir in den vergangenen Wochen gleich bei mehreren Positionen Gewinne im dreistelligen Prozentbereich einfahren. Unsere aktuelle Spitzenposition bringt es auf sagenhafte 360%! Jetzt ist zunächst Geduld angesagt. In der Zwischenzeit werden wir uns auf den Wiedereinstieg nach erfolgter Korrektur vorbereiten!

Der Trendbrief ist der maßgebliche Börsenbrief für Trends & Tradings im 27. Jahrgang und zeigt Ihnen alle Gewinn-Chancen in den wichtigsten Aktien, Indizes, Devisen, Zinsen sowie Rohstoffen. Hier geht's zu m Tes t!

 
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