"Die Aktienmärkte sind Attraktiver denn je"

"Die Aktienmärkte sind Attraktiver denn je" Das Oberbayerische Volksbaltt (OVB) interviewt Thomas Müller, Vorstand der TM Börsenverlag AG. Im Interview erläutert der Börsenverlag-Vorstand die Chancen der Aktienmärkte und gibt einen Ausblick auf den 9. Rosenheimer Börsentag.

Börsenverlag-Vorstand Thomas Müller zu den Chancen an der Börse und den Höhepunktendes Rosenheimer Börsentags

Rosenheim – Der Rosenheimer Börsenverlag macht fit für die Börse. Dazu veröffentlicht er nicht nur zahlreiche Fachpublikationen, sondern macht Börse auch „live“ erlebbar! Beim 9. Rosenheimer Börsentag am 16. Oktober wartet ein informatives Programm auf die Gäste: Börsianer berichten aus erster Hand über wichtige Hintergründe und aktuelle Trends rund um Aktien und Co. Warum sich Aktien heute für jedermann auszahlen, was es mit dem Börsenverlag auf sich hat und warum man den Börsentag auf keinen Fall verpassen soll, schildert Börsenverlag-Vorstand Thomas Müller im Interview.

Herr Müller, warum sollte man heute mehr denn je auf Aktien setzen?
Thomas Müller (TM): Die Zinsen sind welt- weit abgeschafft, und damit sind die Ak- tienmärkte attraktiver denn je. Langfristig gewinnen die Aktienmärkte durch Kursgewinne und Dividendenausschüttungen im Mittel neun Prozent per annum. Damit sind Top-Aktien aktuell konkurrenzlos.

Wem raten Sie zu Aktien?
TM: Unsere Klientel sind Privatanleger, die meisten über 55 Jahre alt. Davor fehlt das Kapital, glauben viele. Das stimmt nicht! Denn Sie können schon mit kleinen Beträgen an die Börse gehen. Gerade als junger Anleger haben Sie dann noch für viele Jahrzehnte die Möglichkeit, den Zinseszins auszunutzen. Mein Rat: Investieren Sie so früh wie möglich! Wir alle wissen, dass die private Altersvorsorge unumgänglich ist, und nirgends ist Vermögensbildung einfacher, als an der Börse!

Erzählen Sie von der Gründung des Börsenverlags!
TM: Ich habe als Zwölfjähriger von meinem Vater AEG-Aktien geschenkt bekommen. Damit war mein Interesse für die Börse geweckt. Morgens wurde es zum Ritual, die Kursveränderungen in der Zeitung zu verfolgen. Dann habe ich eine kaufmännische Lehre gemacht und hatte damit erstmals einen monatlichen Cash-Flow. Den hatte ich genutzt, um an der Frankfurter Freiver- kehrsbörse mit Optionen zu handeln. Das war wenig Geld, aber mit Optionen, die ei- nen sehr hohen Hebelwert haben, konnte man den Einsatz vervielfachen.

Dann ging es in die eigene Studentenbude?
TM: Genau! 1987 habe ich einen BWL-Studienplatz an der FH Rosenheim bekommen, bin in eine eigene Studentenbude gezogen und hatte dort die Möglichkeit, „Die Telebörse“ im Privatfernsehen zu sehen. Dann kam der 19. Oktober 1987, der größte Aktien-Crash, den die lebende Generation jemals erlebt hat. Im Fernsehen konnte man in Interviews mit den sogenannten „Börsenexperten“ sehen, dass allgemein riesige Ratlosigkeit am Markt herrschte. Das nahm ich dann zum Anlass, aus meinem Hobby einen Beruf zu machen. Ich wollte als Studentenjob einen Börsendienst starten.

Beim Studentenjob blieb es dann aber nicht, oder?
TM: In einem ersten Report habe ich erklärt, wie man mit Optionen handelt und auch bei fallenden Kursen Geld verdient. 1988 folgte der erste von mir verfasste Börsendienst. Mit der Zeit wurde die Administration aber immer mehr, sodass ich eine Bürokauffrau brauchte. Um die bezahlen zu können, dachte ich mir „Schreibst du halt einen zweiten Börsenbrief, dann hast auch wieder Zeit fürs Studium“. Tatsächlich war das Studium schnell kein Thema mehr, als ich bei ersten Kunden und Mitarbeitern in der Ver- pflichtung stand. Aber es hat unglaublichen Spaß gemacht!

Der Börsenverlag hat es sich zur Aufgabe gemacht, über Trends an der Börse zu informieren – welche Angebote gibt es, und welches ist für wen nützlich?
TM: Es gibt den kostenlosen Börsen-News- letter „Aktien-Ausblick“, den kann jeder bei boerse.de unverbindlich anfordern. Hier berichten wir über News an der Börse und stellen interessante Entwicklungen vor. Basis des Börsenverlags sind die Börsenbriefe, mit denen wir unsere Leser konkret an der Hand nehmen. Das heißt, wir geben genaue Kauf- und Verkaufsempfehlungen mit Angabe des Limits, der Wertpapierkennnummer und des Zeitpunkts. Unser wichtigstes Produkt ist dabei der boerse.de-Aktienbrief. Da haben wir eine ganz besondere Strategie, deren Basis historische Kursauswertungen, unsere so genannte „Performance-Analyse“, ist: Wir untersuchen, wie sich Aktien in Gewinn- und Verlustphasen in der Vergangenheit verhalten haben. Aus tausenden von Aktien kristallisieren sich dabei die 100 erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt heraus – unsere Champions.

Wie funktioniert diese Analyse?
TM: Unsere technische Analyse basiert auf drei Grundannahmen: „Geschichte wiederholt sich“, „Kurse bewegen sich in Trends“ und „zu jedem Zeitpunkt sind alle Informationen im aktuellen Kurs enthalten“. Wer eine fundamentale Analyse betreibt, versucht, günstige Aktien zu finden und zu sagen: „Ich bin schlauer als die anderen.“ Wir sagen: „Die Börse weiß alles, die Börse hat immer Recht.“

Was unterscheidet den Börsenverlag vom Anlageberater einer Bank?
TM: Der Anlageberater ist ja ein Verkäufer. Er bittet zur Depotanalyse und empfiehlt dann meistens eine Umschichtung und Fonds, weil dabei immer lukrative Gebühren zu verdienen sind, vor allem bis zu fünf Prozent Ausgabeaufschlag. Deswegen rät der Anlageberater gerne jedes Jahr zu neuen Fonds. Dazu empfiehlt er immer die Produkte, die sein Haus entwickelt hat oder maßgeblich vertreibt. Wir dagegen sind neutral und anzeigenfrei, wir leben von unseren Abonnenten. Um die Abonnenten zu halten, müssen diese zufrieden sein.

Mit dem BCDI schreiben Sie eine Erfolgsgeschichte. Was hat es mit diesem Index auf sich?
TM: Wir haben zehn besonders konservative Aktien aus unseren Champions in einem Index zusammengefasst. Das ist der BCDI für „boerse.de-Champions-Defensiv-Index“. Das sind weltweit bekannte Unternehmen mit starken Marken und einfachen Geschäftsmodellen, so wie Nestlé, McDonalds, Colgate-Palmolive oder Fielmann. Sie zeichnen sich in den Korrekturphasen der Börsen durch unterdurchschnittliche Kursrückgänge aus. Dadurch erreichen diese Aktien schneller wieder neue Höchstkurse. Das zeigen die historischen Rückrechnungen unseres Index sowie die reale Performance seit Börseneinführung.

Der Börsenverlag lädt jährlich zum großen Börsentag. So auch heuer, am 16. Oktober. Doch einiges wird in diesem Jahr anders sein, habe ich gehört?
TM: Wir sind 2008 in unser Verlagshaus gezogen und veranstalten seitdem jährlich den Rosenheimer Börsentag. In den vergangenen beiden Jahren hatten wir jeweils zusätzlich ein Zelt aufgestellt, weil uns immer mehr Anleger besucht hatten – 700 Gäste waren es zuletzt. Damit sind nun unsere Kapazitäten erschöpft, sodass wir in diesem Jahr beschlossen haben, ins KU ́KO zu gehen. Es freut uns, dass wir diesmal zwei Veranstaltungssäle zur Verfügung haben, außerdem Platz für Messestände. Unser ganzes Team wird vor Ort sein und für Fragen sowie Diskussionen zur Verfügung stehen. Außerdem kommen Derivate-Emittenten und sogar die Börse Stuttgart.

Was sind die Höhepunkte für die Gäste und Sie persönlich?
TM: Für alle Besucher und auch für mich persönlich ist sicherlich ein Highlight, Prof. Dr. Max Otte, meinen Freund, in Rosenheim als Keynote-Speaker zu sehen. Das Be- sondere für die Besucher ist es außerdem, Gleichgesinnte zu treffen und sich mit ihren Sorgen, Ideen und Erfolgen auszutauschen. In meinem Schlusswort werde ich traditionell darstellen, warum der DAX auf 100.000 Punkte steigen wird.

Wer ist eingeladen?
TM: Jeder ist willkommen! Wir wollen Privatanleger aus allen Alters- und Berufsgruppen ansprechen. Wir wollen die Börse verständlich machen. Es geht zum Beispiel um Aktienanlage und Derivate-Tradings, wir zeigen, wie ein Depot zusammen gestellt wird und welche Chancen sich aktuell bieten.


Quelle: OVB (Oberbayerisches Volksblatt) vom 22.09.2016

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