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Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Weniger Gegenwind durch stärkeren Euro

12.09.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - Der Dax hat den seit Mai/Juni anhaltenden korrektiven Abwärtstrend mit seinem jüngsten Wochenhoch bei 12.364 Punkten nach etlichen vergeblichen Versuchen überwinden können. Das hellt das charttechnische Bild etwas auf. Man kann beim deutschen Leitindex jetzt eine Art Bodenformation vermuten. So ganz überzeugend ist die positive Entwicklung aber nicht. Denn in unmittelbarer Nähe beginnen die hakigen Widerstände
zwischen 12.380 und 12.500 Zählern. Überzeugend auch deshalb nicht, weil tags darauf die in letzter Zeit bekannte wackelige Tendenz wieder Einzug hielt. Zudem haben die anderen im Dax-Muster laufenden Indizes bei dem kleinen Aufschwung nicht richtig mitgezogen, also kein breit angelegter Befreiungsschlag.

Alle Indizes wieder über 200-Tage-Linie

Positiv immerhin: Die vom Dax, Euro Stock 50 und vom CAC 40 unterschrittenen 200-Tagelinien (GD200) sind inzwischen zurückerobert worden. Allerdings hätte man sich bei diesem Vorgang mehr Power gewünscht. Der in ähnlicher Lage befindliche spanische IBEX hat noch gar keine Reaktion aufwärts
gebracht, die aber kommen kann. Doch ist nicht auszuschließen, dass die GD200 hinsichtlich ihrer Qualität als Unterstützungen nochmal auf den Prüfstand kommen. Als Argument können wir täglich lesen: Der erstarkte Euro zum Dollar wirke belastend. Andererseits wird der deutschen und der Eurozonen-Konjunktur bis ins Jahr 2018 hinein ein flottesTempo vorhergesagt. Fragt sich nur, inwieweit die Prognosen zutreff en und ob sie die Konzerngewinne mitziehen. Indessen hat der Außenhandelsverband der deutschen Exportindustrie jetzt ein Rekordjahr 2017 in Aussicht gestellt. Technisch sind die Europa-Barometer fast ein wenig überkauft, wechseln an schwächeren Tagen aber rasch wieder auf neutral. Jedenfalls ist es im gegenwärtigen Zickzack-Kursmuster ein Geduldspiel, trotz der leichten Aufhellung die Indizes erfolgreich und mit größeren Gewinnen zu handeln. Unseres Erachtens haben die Europa-Aktienmärkte zurzeit wenig Chancen auf große Sprünge aufwärts. Abwärts federt der günstige fundamentale Hintergrund eventuelle Kurseinbrüche ab. Es läuft auf einen Seitwärtstrend hinaus. Die Handelsspanne zwischen den prägnanten Unterstützungen und Widerständen ist der Spielraum für unsere Trades (Calls und Puts) auf die Indizes.

Wall Street kraftlos?

Von unseren Trendsettern an der Wall Street sind der Standard & Poors 500 und der Nasdaq 100 kurz überkauft gewesen und ziehen nun ins neutrale Gebiet, wo sich der Dow Jones
schon aufhält. Das Problem besteht in einer wirtschaftlichen Abschwächung im dritten und vierten Quartal, deren Ausmaß momentan sehr unterschiedlich veranschlagt wird (Wirbelstürme).
Zu berücksichtigen aber auch: Die Weltkonjunktur hat den Experten zufolge einen Gang zugelegt. Doch wird der schwache Dienstag nach dem Feiertag Labor Day vor einer Woche als „ Warnschuss“ für die Bullen aufgefasst. Es sieht danach aus, als ob die Börsenbarometer aktuell nicht die Kraft hätten, eine neue Rekordjagd zu beginnen. Die langfristigen Trendlinien sind zwar intakt, wenn auch teils nur knapp. Nur wenig schwächere Börsentage würden sie infrage stellen. Die heute beginnende Verfallswoche sollte größere Schwankungen bringen.

Weiter mit punktuellen Transaktionen

Wie vom KFT besprochen, dürfte der zum Dollar aufgewertete Euro selbst auf seinem gegenwärtigen Hochniveau nicht mehr als die große Bremse für die Eurozonen-Aktienbarometer aufgefasst werden. Der Gegenwind nimmt ab. An der Wall Street sind die Meinungen hinsichtlich der Herbsttendenz bislang sehr unterschiedlich. Möglicherweise bietet sich für die Bullen in den kommenden Wochen ein noch günstigerer Einstiegszeitpunkt als derzeit. Es sieht nach Schaukelbörsen aus, wobei die relevanten Unterstützungen und Bestmarken den Spielraum vorgeben. Jedenfalls kommen die Indizes auf diesen Levels einerseits schnell ins überverkaufte und andererseits schnell ins überkaufte Stadium. Die Situation an den Börsen begünstigt auch weiterhin punktuelle Transaktionen mit gut handelbaren Standardwerten als Basis. Die Favoriten wechseln rasch, die Gesamttendenz im September dürfte wackelig bleiben. Von den Indizes beobachten wir insbesondere jene Kandidaten, die nahe ihren GD200 verlaufen, also Dax, Euro Stoxx 50, CAC 40 und den spanischen IBEX. Insgesamt kommen je nach Entwicklung wiederum Call- und Put-Geschäfte als Trades in Betracht. Unter den deutschen Branchen haben die Autopapiere (BMW, Daimler) sofern die Nachrichtenlage dies zulässt (Abgase-Problem), noch Spielraum aufwärts. Die Deutsche-Telekom-Aktie sitzt zurzeit auf einer ziemlich harten Unterstützung und dürfte von dort aus nochmals anziehen. Bankaktien haben die Chance auf plötzliche Gewinne, sobald sich in Sachen ultralockerer EZB-Geldpolitik etwas Vernünftiges tut. Die Chemiewerte (BASF) profi tieren von einer über Erwarten guten Branchenkonjunktur. Bei den Versicherungen wären wir zurzeit vorsichtig. Die Versorger dürften zunächst einmal gelaufen sein.

Das überkaufte Gold erreichte nach vier Tage Zögern mit 1356 Dollar zwischendurch ein Jahreshoch, gab dann aber schnell wieder nach. Goldaktien wie Barrick oder Newmont Mining machten die sehr kurze Rallye teils nicht mit und notieren unter oder auf dem Niveau von Anfang voriger Woche. Die Rohöl-Preise setzten bei anhaltendem Überangebot noch unter den entscheidenden Widerständen zurück. Aufgrund der zudem im Herbst schwachen Öl-Saisonalität ist bei höheren Preisen Vorsicht geboten. In den nächsten Tagen ist die Datenlage mit Terminen relativ dünn besetzt und wird erst ab Mitte der Woche halbwegs interessant. Zunächst rechnet der KFT mit der Fortsetzung der wackeligen Tendenz insbesondere an den Aktienmärkten und auch beim Goldpreis und den Rohölnotierungen.

Offene und abgeschlossene Positionen Aufgrund der am Donnerstag etwas besseren Lage der Eurozonen-Aktienindizes kaufte der KFT spekulativ das Long-Zertifikat auf den Euro-Stoxx-50-Index mit der WKN: DL5J6R, das bis Nachmittag auf 8,04 Euro anzog (26 Punkte oder 3,3%), dann aber infolge magerer US-Daten und höheren Kursen des Euro zum Dollar fast auf Ausgangsniveau zurückfiel. Weil sich am Freitag erneut eine wackelige Tendenz einstellte, verkaufte der KFT die spekulative Position 8 Punkte über Einstandskurs: Denn es geht darum, Verluste möglichst zu vermeiden und flexibel zu bleiben. Wir kommen auf den Euro-Stoxx-50-Index als Basis für neue Transaktionen im Laufe dieser Woche zurück. Für schwächere Notierungen an der Wall Street mangels Elan und dünnen Daten nahmen wir vor dem Wochenende sodann das Short-Zertifi kat auf den Standard & Poors 500-Index mit der WKN: DD0NWE in die Dispoliste. Den am 30. August 2017 eingekauften Call auf Nestlé behalten wir bei aktuell unverändertem Aktienkurs vorlaufig.

Datenlage: EU-Industrieproduktion, USA: Erzeugerpreise, Ölbericht (Mittwoch); China: Industrieproduktion, Bank of
England Zinsentscheid, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, Verbraucherpreise (Donnerstag); USA:NY Empire State Index, Einzelhandelsumsatz, Kapazitätsauslastung, Industrieproduktion, Verbrauchervertrauen (Freitag).

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