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Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Europa und USA: Chancen mit Aktien

18.07.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - Das Pullback der Eurozonen-Aktienbarometer kann dank der jüngsten Gewinne als abgeschlossen betrachtet werden.
Jetzt geht es darum, ob die flachen kurzfristig relevanten Abwärtstrends mit Beginn im Mai (z. B. beim Euro Stoxx 50, CAC 40, AEX) beziehungsweise die nahen Widerstände aufwärts überwunden werden können (Dax, IBEX, MIB). Diese Frage stellt sich auch beim SMI in Zürich und beim britischen FTSE, der am Freitag als einziger im Minus schloss. Die Situation der Indizes auf dem Alten Kontinent wirkt uneinheitlich. Im Prinzip geht es darum, ob sie in der Lage sind, die bisherigen Jahreshochs anzusteuern. Die Momentaufnahme ergibt eine positive Antwort: In Anbetracht der im späten Freitag-Handel an der Wall Street erzielten neuen Bestmarken im Dow Jones und Standard & Poors 500 werden die bislang nicht überkauften oder sonstwie überspannten Europa-Indizes heute vorbörslich schon entsprechend Auftrieb bekommen. Dennoch halten wir ihr Potenzial für begrenzt. Denn die gültigen technischen Indikatoren für unsere Wall-Street-Trendsetter als Schrittmacher sind bereits ziemlich heiß gelaufen.

Berichtssaison kommt auf Touren Falls die Kennzahlen zur Berichtssaison diese Woche positive Überraschungen bringen sollten, ist ein neuer Schub wahrscheinlich. Sodann dürfte ziemlich rasch eine Verschnaufpause folgen, die möglicherweise den Auftakt zu einem größeren Rücksetzer darstellt. Ohnehin müssen gute Bilanzen nicht
zwangsläufi g für Euphorie sorgen. Aktuell ist laut den Umfragen bei den US-Fondsmanagern der sehr hohe Optimismus hinsichtlich steigender Kurse wahrscheinlich zu viel des Guten. Denn der Blick in die Zukunft kann auch Unbehagen wecken – zumindest zeitweise. Beispiel: US-Großbanken mit
JPMorganChase an der Spitze verdienen klotzig. Die Milliarden reichen aber nicht, um die bereits gut gelaufenen Kurse noch höher zu schieben. Die Aktien notierten am Freitag Nachmittag deutlich leichter. Das könnte anderen Titeln – nicht nur Banken – ähnlich ergehen. Insofern wird die Berichtssaison für die
Wall Street durchaus ein Prüfstein.

Wenig Platz für die Hausse?

Als charttechnisch rechnerisches Ziel für den S&P 500 hat der KFT bereits vor Wochen die 2500er-Marke genannt, also 1,7% höher als der jetzige Stand. Beim Dow ist der Spielraum
im Rahmen der kleinstufi gen Hausse unseres Erachtens ebenfalls bescheiden. Und beim per heute weniger als sonst überdrehten Nasdaq 100 kommt es darauf an, ob die bisherige
Bestmarke bei knapp 5900 Punkten geknackt wird. Doch selbst im Erfolgsfalle rechnen wir mit einer baldigen Flaute. Denn zwangsläufi g ins Spiel kommen werden die Notenbank
(Fed)-Politik und die amerikanischen Konjunktur-Aussichten sowie die internationalen und nationalen Probleme. Zur nächsten Leitzinserhöhung hat sich Fed-Chefi n Janet
Yellen zweideutig geäußert. Das heißt, die Absicht als solche hat sie bestätigt, den Zeitpunkt dafür aber off en gelassen:

Wichtige Gründe, weshalb die US-Trendsetter jetzt nochmals zulegen. Der US-Konjunktur im zweiten Halbjahr werden indessen nicht die besten Noten verabreicht, trotz zuletzt ansprechender Kondition. So könnten die mit leichten Zweifeln verwobenen Zusammenhänge selbst eine gute Berichtssaison überspielen und die US-Börsen wieder einbremsen. Im Falle einer von Enttäuschungen durchsetzten Bilanzsaison ist der Rücksetzer praktisch ohnehin vorprogrammiert.

Interessante Perspektiven Die Europa-Börsen haben die Chance, an ihre bisherigen Jahreshochs heran zu laufen, um anschließend einen Gang zurück zu schalten. Mehrere technische Indikatoren geben dieser Momentaufnahme Chancen. Wenig geheuer sind die allgemein wieder besonders tief stehenden Volatilitäten, die jederzeit aufwärts drehen können und normalerweise mit einer leichteren Börsentendenz einhergehen. Eine Rolle im Gefüge spielt der in jüngster Zeit etwas stabilere Ölpreis, der die Aktienmärkte eher positiv beeinfl usst. Wir erwarten vom im Überfluss vorhandenen „schwarzen Gold“ indessen keine Wunderdinge, sondern per saldo wiederum nachgebende Notierungen. Für die tägliche Handelspraxis ist die jetzige Konstellation nicht gerade ideal. Denn die Wall Street ist der Momentaufnahme zufolge anfällig für baldige Pausen/ Rücksetzer. Und die Europa-Indizes dürften jetzt sehr schnell nachziehen um sodann in der Sommerfl aute erneut auf der Stelle zu treten. Deshalb richtet sich der KFT auf dem Hochniveau nur selektiv auf Index-Calls und mehr auf Index-Puts ein. Einfacher zu handeln dürften einzelne deutsche, europäische und USStandardwerte sein, die es in den kommenden Tagen herauszupicken gilt. Hierbei bevorzugt der KFT die Branchen Autos, Banken, Konsum, Stahl, Bau andere Konjunktur- und zinssensible Titel, einzelne Industrie-, Telekommunikation-, Chemie-Papiere und Versorger.

Offene und abgeschlossene Positionen: Unsere Annahme, wonach besonders die Eurozonen-Indizes kurz vor einer nochmals stärkeren Phase stehen, hat sich vorige Woche bestätigt. Allerdings erfolgte der Anstieg sehr sprunghaft und kam rasch wieder zum Erliegen. Jedenfalls konnte der KFT das am vergangenen Montag eingekaufte Long-Zertifi kat auf den französischen CAC-40-Index mit der WKN: HU8LC7 am Mittwoch mit einem schnellen Gewinn von zwischen 4% und 9% verkaufen. Der KFT bleibt wegen der wechselhaften Aktientendenz dabei, kurzfristig erzielte Gewinne rasch zu realisieren, um fl exibel zu bleiben. Bisher nicht zur Ausführung gekommen ist unsere ultimo gültige Limitkauf-Order für das Short-Zertifi kat auf die im Verhältnis zu ihrer Qualität zu steile ThyssenKrupp-Aktie mit der WKN: DG46L2 zum Preis von 0,80 Euro. Ebenso noch nicht ausgeführt ist die ultimo gültige Limitkauf-Order für das Long-Zertifikat auf den Standard & Poors 500-Index mit der WKN:
DL5RP2 zum Preis von 2,65 Euro Dazu müsste der Index auf zirka 2400 Punkte fallen. Im Juli ist der niedrigste Stand bisher bei 2409 Punkten gewesen.

Datenlage Woche + Berichtssaison: Kennzahlen China (Montag); ZEW-Konjunkturerwartungen, USA Bilanzen: Bank of America, Goldman Sachs, Johnson & Johnson, United Health, IBM (Dienstag); USA: Baubeginne- und genehmigungen, Ölbericht Woche, Bilanzen: Alcoa, American Express, Morgan Stanley (Mittwoch); Bank of Japan Zinsentscheid, deutsche Erzeugerpreise, EZB Statement, EU:Verbrauchervertrauen, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, Philly Fed Index, Frühindikatoren, Bilanzen: Visa, Microsoft, Ebay (Donnerstag); EZB: Konjunkturumfrage, Bilanzen: General Electric.

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