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Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Eine heikle Geschichte

04.07.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - Allerdings glauben wir, dass die Umsetzung der bislang erst angedeuteten (und vermutlich ab September offiziellen) geldpolitischen EZB-Änderungen eine langwierige Geschichte und die Tragweite zurzeit überschätzt wird. Zu dem Rücksetzer an den Börsen auf dem Alten Kontinent hat auch die vorangegangene Übergewichtung europäischer Aktien in den großen Depots beigetragen. Denn ein Teil davon wird jetzt verkauft,
Speck ist genügend dran. Dass die Gewinnmitnahmen die Indizes relativ weit abwärts drücken, kann in einer auf Hausse getrimmten Umgebung schon eher als kleine Überraschung gelten. Ordentliche Rückkaufneigung scheint derzeit kaum vorhanden zu sein, was sich jedoch schnell ändern kann. Die momentane Skepsis sollte aber nicht unterschätzt werden.

Erholung der Indizes Das große technische Bild bekommt durch die Verluste ein paar Schrammen. So haben die Eurozonen-Aktienindizes gleich mehrere charttechnische Unterstützungen durchschlagen. Und die 2017er-Aufwärtstrends sind durch die Bank gerissen. Indessen sind die längerfristigen Trendlinien aufwärts
unverletzt intakt und die Indizes verlaufen ein gutes Stück relativ hoch über ihren 200-Tage-Linien (GD200) – ebenfalls positiv. Zudem sind der Dax & Co inzwischen überverkauft und einzelne wichtige technische Indikatoren im Extrembereich angelangt. Das muss nicht das sofortige Ende der momentan
überwiegenden Verkäufe bedeuten. Es könnten noch tiefer liegende Unterstützungen ins Spiel kommen. Doch erfolgt in der Praxis bei Konstellationen wie gegenwärtig die Erholung der Kurse meist kurzfristig.

Unterstützungen gefragt

Noch erstaunlich gut ist die Stimmung an der Wall Street. Dort sind die Bullen den Umfragen zufolge nach wie vor deutlich in der Überzahl. Aber im täglichen Geschäft ist die Kaufbereitschaft bescheiden. Bei den nur leicht angeschlagenen Trendsettern müssten sich die nächsten Haltelinien als standhaft bewähren. Beim Dow Jones und beim Standard & Poors 500-Index markieren diese auch das Ausbruchsniveau zum bisher letzten Hausse-Schub bei 21.170 und 2400 Punkten im April/Mai. Wir kalkulieren in New York mit Schaukelbörsen, das gilt auch für den von abrupten kurzfristigen Tendenzwechseln geprägten Nasdaq-100-Index. Die Favoriten Amazon, Apple, Google-Alphabet und Facebook werden nicht mehr gar so unkritisch besprochen. Daneben haben die hoch gestiegenen Halbleiter-(Chip-)Aktien ziemlich Federn gelassen und könnten ein klein wenig Boden gut machen.

Zudem hat es die US-Notenbank mit der nächsten Leitzins-Erhöhung bestimmt nicht eilig. Als Zeitpunkt ist das erste Quartal nächsten Jahres im Gespräch. Das heißt: Liquidität gibt es weiterhin reichlich, von einem „Zinsschock“ oder einer „Zinsangst“ braucht nicht die Rede zu sein. Insgesamt verdienen die Konzerne gut bis sehr gut. Und Krisen und Konflikte treten oft in den Hintergrund, obwohl es genug davon gibt. Um es auf einen Nenner zu bringen: Den Börsen fehlen gegenwärtig anregende Aufhänger und somit die Fantasie, um weiter auf Rekordjagd zu gehen. Im technischen Bild der Wall Street existieren seit einiger Zeit Mängel, die die Fortsetzung der Hausse infrage stellen. Die Bestmarken sind indessen noch in Reichweite. Und technische Ausreißer wie bei den Eurozonen-Barometern sind bei den US-Trendsettern nicht festzustellen.

Chancen für Trades im Juli gut Nach den Verlusten rechnen wir bei den Indizes mit einer unsicheren Phase und sodann mit erholten Notierungen. Angesichts der Lage bleiben wir bei unserer fl exiblen Handelsstrategie und setzen je nach Entwicklung auf Calls und Puts vorwiegend mit den Indizes (Europa, USA) und den marktbreiten Standardwerten als Basis, sowie gelegentliche Rohstoff -Trades (Gold, Rohöl). Beim Gold kommt eventuell auf dem Niveau der 200-Tage-Linie (GD200) eine Transaktion in Betracht (siehe Text Rubrik Charts). Die Ölpreise konnten sich nahe den wichtigen charttechnischen Unterstützungen stabilisieren. Eine nennenswerte Erholung und notwendige kräftigere Ansätze dazu fehlen bislang aber– also vorläufi g hier keine Trades. Interessant wird die bevorstehende Berichtssaison, die nächste Woche auf Touren kommt. Bereits in den kommenden Tagen stehen mit den ISM-Indizes Gewerbe und Dienstleistungen sowie den Kennzahlen zum Arbeitsmarkt bedeutende Indikatoren auf dem Programm. Offene und abgeschlossene Transaktionen:
Die von teils überraschenden Momenten gekennzeichnete Berg-und-Tal-Fahrt der EU- und US-Börsen prägt das Bild. Dazwischen neigen die Indizes wiederum zum Stillstand. Also eine andauernd unsichere Haltung der Akteure. In solchen Situationen empfi ehlt es sich, mit Limitorders den Spielraum für Trades einzugrenzen. Leider hat dieses Verfahren den Nachteil, gesetzte Limite knapp zu verfehlen. Deshalb wandelte der KFT die am Dienstag unausgeführte Limitkauf-Order für das Long-Zertifi kat auf den Standard & Poors 500-Index in eine Billigst-Order um (WKN: CD89E2). Der Call wurde im späten Handel verkauft, wobei dank der Erholung am Mittwoch ein Tagesgewinn von 6% heraussprang. Bei den derzeit launischen Börsen ist es unseres Erachtens zweckmäßig, Profi te schnell einzukassieren und fl exibel zu bleiben. Auf niedrigem Index-Niveau erwarben wir am Freitag das Long-Zertifi kat auf den Euro-Stoxx-50-Index mit der WKN: HU7Y49 zum Preis von 3,78 Euro, das schnell auf 4,01 Euro anzog und einen Tick höher zum Verkauf stand, bei Redaktionsschluss aber wieder auf Einstand notiert. Unausgeführt erloschen ist unsere ultimo Juni gültige Limitkauf-Order für den Call auf das Gold mit der WKN: DX78EM. Bei Gelegenheit kommt der KFT auf das Edelmetall zurück.

Datenlage Woche: Tankan Wirtschaftsbericht Japan, China: Verarbeitendes Gewerbe, EU: Einkaufmanager-Indizes Gewerbe + Dienste, Arbeitsmarkt, EU: Arbeitslosenzahlen, EZB-Monatsbericht, USA: ISM-Index Gewerbe, Bauausgaben, Kfz-Absatz, verkürzter Börsenhandel bis 19 Uhr (Montag); EU: Erzeugerpreise, deutsche Kfz-Neuzulassungen, USA: Feiertag, Börse geschlossen (Dienstag); Japan, China, England, Italien: Einkaufsmanager-Indizes Dienste, EU: Einzelhandelsumsatz, USA: Auftragseingang Industrie, Notenbank zu Wirtschaft + Zinsen (Mittwoch); deutsche Industrieaufträge, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, ISM-Index Gewerbe, Rohöllager Woche (Donnerstag); Japan: Gesamtwirtschaftliche Aktivität, deutsche Industrieproduktion, England: Kennzahlen Wirtschaft, USA: Arbeitsmarkt monatlich (Freitag).

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