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Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Börsenindizes in der Schwebe

14.11.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - An den Aktienbörsen herrscht seit letzter Woche eine langsamere Gangart. Es gibt in den USA, Europa und Asien zwar nochmals neue Rekorde. Aber spätestens seit vorigen Mittwoch/Donnerstag machen die Bullen Pause, und die Bären übernehmen das Ruder. Infolge von zwei Verkaufswellen setzten die Indizes gerade in der Eurozone ziemlich deutlich zurück. Der Dax verlor in der Spitze dabei rund 400 Punkte. Das ist keine Überraschung. Der KFT hat die „überdehnten Aufwärtstrends“ mehrmals angesprochen und die Tage zwischen der zu Ende gehende Berichtssaison in der Vorwoche und dem US-Feiertag Thanksgiving am 23. November als kritischen Abschnitt benannt – mangels frischer Impulse.

Das Risiko eines mehrtägigen bis mehrwöchigen Rücksetzers ist signifikant erhöht. Die markttechnischen Indikatoren sind wochenlang deutlich überkauft gewesen. Das taktische Sentiment trug euphorische Züge. Alles Argumente, die jederzeit einen Rücksetzer einleiten können. Dem Dax machen durchwachsene Zahlen der Konzerne zu schaff en. Es wird zwar gut verdient, aber etliche Ausblicke enttäuschen. So bei Deutsche Post, Münchener Rück, Siemens, BMW, Adidas, Pro Sieben und anderen. Das kurzfristige technische Bild hat sich ein wenig eingetrübt.

Europa: Kurzfristige Aufwärtstrends auf der Kippe

Inzwischen stehen die kurzfristigen 2017er-August-Aufwärtstrend auf der Kippe oder sind bereits gerissen. Und der spanische IBEX hat zum wiederholten Mal seine 200-Tage-Linie deutlich unterschritten, was negativ zu werten ist. Dem aktuellen Verlauf zufolge stellt sich gegenwärtig nicht so sehr die Frage nach neuen Rekorden, sondern von welchem Niveau die Europa-Aktienbarometer eine zwischenzeitliche Erholung starten. Und ob sie die Hausse sodann fortsetzen und dabei frische Höchststände erzielen können. Wenigstens für eine Erholung spricht die Tatsache, dass die EU-Indizes nach dem Rücksetzer der Vorwoche nun tendenziell allesamt überverkauft sind. Zunächst einmal aber müssen sie in der Lage sein, die jetzigen Haltelinien zu verteidigen. Sonst rutschen sie einen Stock tiefer.

Beim Dax würde dies Notierungen von unter 13.000 Punkten bedeuten und beim Euro Stoxx 50 um die 3550 Zähler. Indessen weisen die mittel- und langfristigen Trends in allen Zeitebenen
nach oben. Generell sollte dank des günstigen fundamentalen und saisonalen Umfelds ein neuer Anlauf aufwärts bald beginnen. Wobei dann die bisherigen Jahreshochs als Hürden auf dem Weg zu frischen Rekorden gelten. Auch der Dow und der Standard & Poors 500 haben ihre kurzfristigen Aufwärtstrends knapp gerissen. Die übergeordneten Linien sind jedoch intakt. Beim Nasdaq 100 hält der steile kurzfristige Auftrieb bislang an. Doch dürfte er dem Muster von Dow und S&P 500 vermutlich folgen und auf das Niveau um die 6000/6100 Punkte absinken. Im Gegensatz zu Europa wird an der Wall Street der stramm überkaufte Zustand gegenwärtig erst abgebaut. Aus dieser Sicht wäre für die Indizes etwas Platz abwärts. Bisher notieren sie in unmittelbarer Nähe zu ihren Bestmarken. Das heißt: Nur ein einziger fester Börsentag würde genügen, um die Rekorde aufwärts zu schrauben. So knapp ist das Rennen.

Trades mit Aktienindizes und Standardwerten

Für die kommenden Tage hat der KFT neue Trades mit den Schwerpunkten Börsenindizes und marktbreite Standardwerte auf dem Programm (Calls und Puts). Die einzelnen Branchen entwickeln sich dabei weiterhin sehr unterschiedlich. Die Chancen der Eurozonen-Indizes haben wir oben beleuchtet. An der Wall Street fielen zwischengeschaltete Konsolidierungen bislang überschaubar aus. Dennoch signalisieren die vergangenen Tage einen Rückgang der Schwungkraft. Die Marktbreite gestaltet sich teils auff ällig negativ. Und der letzte S&P 500-Indexrekord wurde von einem Aufwärtsvolumen von lediglich 49% begleitet. Die technischen Signale stehen zurzeit auf Konsolidierung. Beim Dow Jones lauten nächste Korrekturziele auf 23.160 sowie 22.880 bis 23.000 Punkte. Im Gespräch ist mit Blick auf das nächste Jahr wieder einmal eine Abschwächung der US-Konjunktur. Andererseits würde ein Anstieg über 23.600 Punkte eine Ausdehnung der Rally bis 23.665/23.750 Punkte oder 23.900 Punkte ermöglichen. Hierbei kommt es auch auf das Gelingen der von der Regierung Trump verordneten Senkung der US-Unternehmenssteuer an. Die Verhandlungen geraten mehrfach ins Stocken.

Off ene und abgeschlossene Positionen

Am Freitag Nachmittag wurde die Limitkauf-Order für den Call auf den Euro Stoxx 50 laut Börsenstatistik zum Preis von 4,05 Euro ausgeführt (entspricht zirka 3592 Punkten im Index). Bei dem überverkauften Index erscheint eine Erholung möglich. Der nächste charttechnische Widerstand kommt bei zirka 3640/50 Punkten ins Spiel, wo wir verkaufen würden. Davor nahm der KFT am vergangenen Mittwoch zu Kursen zwischen 3,04 und 2,98 Euro den Put auf den überkauften Standard & Poors 500-Index mit der in die Dispoliste. Die Einkaufspreise entsprechen 2588 bis 2594 Indexpunkten. Die nächste Unterstützung steht bei zirka 2555/2570 Punkten, wo wir verkaufen würden. Ausgestoppt am 9.11.17 zum Kurs von 3,54 Euro wurde laut Börsenstatistik der Call vom 28.9.17 mit der auf die Deutsche-Telekom-Aktie (-16,9%). Auslöser ist die geplatzte Fusion der starken Tochter T-Mobile US mit dem amerikanisch/japanischen Rivalen Sprint-Nextel. Zunächst war von einer Einigung die Rede, die den Aktienkurs geliftet hatte. Die T-Aktie hat eine Dividendenrendite von 3,7%. Die positiven Zahlen und den relativ günstigen Ausblick im Rahmen der Bilanzsaison kamen in der schwächeren Börsentendenz nicht richtig zur Geltung.

Datenlage Kennzahlen China, deutsche ZEW-Konjunkturerwartungen, EU gesamt + und einzelne Staaten: BIP Quartal 3/2017, EU: Industrieproduktion, USA: Erzeugerpreise, Bilanzen: RWE, Infineon, Henkel, Home Depot (Dienstag); Japan: BIP Quartal 3/2017, USA: Verbraucherpreise, Empire-State-Index, Einzelhandelsumsatz, Ölbericht Woche, Bilanzen: Cisco Systems (Mittwoch); EU: Kfz-Neuzulassungen, Verbraucherpreise, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, Philly-Fed-Index, Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung, Bilanzen: Wal Mart (Donnerstag); USA: Baubeginne- und genehmigungen (Freitag).
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