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Zeitraum schlägt Zeitpunkt, und Top-Aktien verzeihen schlechtes Timing

19.08.2017

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

an den Börsen sieht es derzeit nach der sprichwörtlichen Ruhe vor dem Sturm aus. Denn der Dow Jones markiert in Tippelschritten neue All-Time-Highs, während sich der Dax schon vor Wochen in das Sommerloch verabschiedet hat. So konnte das US-Leitbarometer seit Anfang Juli zwar die historischen Rekordmarken in 13 Sitzungen nach oben schieben, sich dabei aber nur um 3,6% verbessern. Und der Dax notiert nun wieder auf demselben Niveau wie im März/April, wobei sich der Abstand zur 200-Tage-Linie auf nur noch 1% verringert hat. Deshalb:

Es ist zwar offen, wann wieder Schwung in die Märkte kommt, doch aus technischer Sicht können jederzeit größere Trendbewegungen starten. Aus dem saisonalen Blickwinkel sind dabei die Chancen für die kommenden Wochen nach oben limitiert, denn im Idealfall entsteht der entscheidende Tiefpunkt Ende September/Anfang Oktober, bevor neue, kräftige Kurs-Rallyes starten. Doch Sie wissen:

Zum Tiefpunkt zu kaufen (und auf dem Hoch zu verkaufen) schaffen bekanntlich nur Träumer. Doch „was“ Sie kaufen ist viel wichtiger, als „wann“ Sie kaufen, und Zeitraum schlägt Zeitpunkt. Zur Erklärung:

Öffnen Sie in boerse.de einfach mal das Tool von Daimler und klicken Sie im Chart die verschiedenen Zeithorizonte durch. Sie werden hier im 3- und im 6-Monats-Chart keinen geeigneten Einstiegspunkt finden, denn die Aktie fällt seit Jahresanfang. Im 12-Monats-Vergleich sehen Sie unveränderte Kurse, genauso wie im 3-Jahres-Chart. In den vergangenen fünf Jahren hat sich Daimler zwar um 44% verbessert (8% p.a.), doch im 10-Jahres-Vergleich ergibt sich ein Minus von 2%. Für den Zeitraum der vergangenen 15 Jahre beträgt das Plus nur 1,9% p.a., und für 20 Jahre gilt ein Minus von 19%. Sie sehen:

Selbst wenn Ihnen der Einstieg in der Nähe der Tiefpunkte gelingen sollte, war es in der Vergangenheit sehr schwierig, mit Daimler Kursgewinne zu erzielen. Dabei sind die Schwaben im Dax nicht einmal ein besonderer Härtefall. Denn die Hälfte (!) der Dax-Aktien hat in den vergangenen zehn Jahren weniger als 5% p.a. gewonnen, wobei sich für sieben Dax-Werte – und damit fast ein Viertel der Indexaktien – sogar eine negative Kursrendite errechnet. Dadurch kommen alle 30 Dax-Aktien im Mittel nur auf einen Kursgewinn von 3%, während unsere 100 Aktienbrief-Champions sich – bei deutlich kleineren Rückschlägen – um durchschnittlich 13% jährlich verbessern!

Für Ihre Depot-Rendite ist also entscheidend, „was“ Sie kaufen, wobei Ihnen Top-Aktien auch ein schlechtes Timing verzeihen. Unser boerse.de-Champions-Defensiv-Index ( BCDI ) hat seit dem historischen Hoch vom 2. Juni jetzt 9% abgegeben, aber um genau auf dem Top zu kaufen, muss man schon ein besonderer Pechvogel sein. Seit der Börseneinführung am 1. Juli 2014 konnte sich der BCDI um 40% verbessern (Dax nur +22%), und deshalb bin ich mir auch sicher, dass selbst der größtmögliche Pechvogel überdurchschnittliche Renditen mit dem BCDI erzielen wird. Denn Zeitraum schlägt Zeitpunkt.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber boerse.de-Aktienbrief

PS: Wenn Sie gleich 25 Aktien kennenlernen möchten, die Ihnen schlechtes Timing verzeihen, dann können Sie als Abonnent die gerade aktualisierte Auflage „Defensiv-Champions“ jetzt kostenfrei im Abo-Bereich unter dem Link „Geschenke“ anfordern .

 
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