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Technische Analyse: Indizes, Devisen und Rohstoffe

20.10.2017

Der nächste Hausse-Schub hat soeben begonnen

Nachdem die amerikanischen Aktienbarometer seit Wochen auf Rekordkurs sind, haben gestern auch die deutschen Barometer nachgezogen. Mit einer mehr als zweiwöchigen Anlaufphase hat der Dax endlich die hart umkämpfte 13.000er- Marke überwunden. Auch der MDax ist nach einer kurzzeitigen Korrektur am Monatsbeginn jetzt wieder auf den Hausse-Pfad eingeschwenkt. Das bedeutet:

Seit der vergangenen Trendbrief-Ausgabe haben unsere 14 Leitbarometer etwas mehr als 1% an Wert gewonnen. Für das gesamte Jahr ergeben bei den Indizes damit mittlere Kursgewinne
von 20%. Angeführt wird die Performance-Liste weiterhin vom TecDax mit einem Anstieg von derzeit 40%. Schlusslicht ist mit einer Performance von immerhin noch 10% der Euro Stoxx
50. Aus trendfolgender Sicht stehen dabei selbstverständlich alle Zeichen auf Hausse. Denn:

Sämtliche unserer 14 Indizes befi nden sich mit einem durchschnittlichen Abstand von 8% oberhalb ihrer jeweiligen 200-Tage-Linien. Im Frühjahr befanden sich die Barometer sogar 12% oberhalb des GD200, bevor eine nennenswerte Korrektur einsetzte. Die Börsen haben also noch genug Luft nach oben. Hinzu kommt:

Im kurzfristigen Zeitfenster zeigt sich ein ähnliches Bild: Alle Indizes befi nden sich ebenfalls oberhalb ihrer 20-Tage-Linie. Auch hier spricht eine mittlere Diff erenz von 1,7% bis zum GD20
für weiteres Aufwärtspotenzial. Denn kritisch wird es erst, wenn dieser Wert auf 3% ansteigt. Dennoch:

Risiko-Management bleibt wichtig Trotz aller Freude über die weiter steigenden Kurse sollten Anleger an einem strikten Risiko-Management festhalten. In dieser Woche haben wir deshalb die Stops für unsere Derivate schon spürbar angezogen. Immerhin können wir bei unseren Aktien-Derivaten bereits auf durchschnittliche 70% Profi t zurückblicken, wobei inzwischen vier Positionen die 100%-Gewinnschwelle
zum Teil deutlich überschritten haben. Aber auch bei den Index-Derivaten ziehen wir die Schlinge immer enger und sichern unsere Gewinne von derzeit bis zu 44% etwas engmaschiger ab. Und das aus gutem Grund:

Seit mehreren Monaten befi nden sich die Volatilitäts-Barometer auf historisch niedrigem Niveau. Wir wissen natürlich, dass dieser Zustand nicht ewig anhalten kann. Erfahrungsgemäß
lassen sich viele Investoren durch die geringen Schwankungsbreiten zur Sorglosigkeit verleiten, und werden anschließend von einem urplötzlichen Anstieg der Volatilität auf dem falschen
Fuß erwischt. Stops und Teilgewinnmitnahmen verringern das Risiko erheblich und führen langfristig zu höheren Gewinnen!

Euro weiter im Konsolidierungsmodus

Der Euro hat seit vergangenem Donnerstag gegenüber dem Dollar etwas nachgegeben. Im Vergleich zum Schweizer Franken notiert die Gemeinschaftswährung dagegen unverändert.
Wir halten hier an unserer mittelfristig bullishen Einschätzung fest!



Deutschland: Neue Allzeithochs

Nach einem mehr als zweiwöchigen Anlauf hat es der Dax gestern endlich geschaff t. Mit dem Schlusskurs von 13.043 Punkten konnte der deutsche Leitindex die hartnäckige 13.000er-Marke sichtbar überwinden. Dabei lag das Verlaufshoch sogar bei 13.095 Zählern. Auch der MDax hat sein bisheriges Allzeithoch von 23.165 Punkten um weitere 150 Punkte ausgebaut. Zuvor war der TecDax schon vorausgeeilt. Das bedeutet:

Sollten in den nächsten Tagen weitere Anschlusskäufe folgen, dann dürfte der kommende Hausse-Schub die deutschen Aktienindizes um weitere 5% bis 10% nach oben hieven. Zu klar
und eindeutig ist kurz vor dem Jahresende dieser Ausbruch auf der Oberseite. Hierdurch dürften einige Fondsmanager unter Zugzwang geraten und versuchen, ihre Depots bis zum
Dezember wenigstens etwas aufzuhübschen. Die Hausse nährt die Hausse!

Als Trendfolger gibt es für uns hier wenig zu tun. Wir folgen einfach der Devise Gewinne laufen lassen – immerhin liegen unsere deutschen Index-Investments mit bis zu 24% vorne –
und Verluste begrenzen, sprich: Stops konsequent nachziehen!

US-Börsen: Die Rekordjagd hält an

Die amerikanischen Aktienbarometer bleiben weiter auf Rekordjagd. So legte der Dow Jones gestern um weitere 0,7% zu, wobei fast die gesamte Aufwärtsbewegung auf den Kursanstieg
bei IBM in Höhe von 9% zurückzuführen ist. Abwechselnd scheinen alle paar Wochen andere Titel den Index nach oben zu ziehen: Zuerst war Apple das Zugpferd beim Dow Jones,
danach Boeing und jetzt eben IBM. Halten Sie an den Long-Zertifikaten auf die US-Indizes fest. Beachten Sie aber strikt die in der laufenden Woche nach oben angepassten Stops!
Aktien: Marktbreite zieht langsam wieder an Parallel zum jüngsten Aufwärtsschub zieht auch die Marktbreite wieder an. Per gestern befanden sich erneut 63% (Vorwoche:61%) von knapp 6000 Aktien oberhalb ihres GD200. Bei den 50 trendstarken Aktien ist die Anzahl der Titel oberhalb der 200-Tage-Linie auf jetzt 37 (Vorwoche: 35) leicht gestiegen. Die anziehende Marktbreite oberhalb der 50%-Grenze bei steigenden Kursen zeigt, dass die Hausse voll intakt ist!

Devisen & Rohstoffe: Euro seitwärts – Gold schwächer

Bei den Währungen hat sich seit der vergangenen Woche wenig bewegt. Gegenüber dem Dollar ist der Euro leicht zurückgegangen und pendelt überwiegend in einer Trading-Range zwischen 1,17 und 1,19 Dollar. Solange die Gemeinschaftswährung nicht unter das Ausbruchsniveau von 1,16 Dollar fällt, bleiben wir im Währungspaar EUR/USD auf der Long-Seite investiert. Mittelfristig halten wir an unserem Zielbereich von 1,28 bis 1,30 Dollar fest. Im Vergleich zum Schweizer Franken konnte der Euro sogar leicht zulegen. Hier könnten wir in Kürze den
Durchbruch auf ein neues Jahreshoch sehen. Bis zum Jahresende erwarten wir einen weiteren Anstieg des EUR/CHF in den Bereich von 1,20! Damit zählen unsere Währungs-Zertifi kate
mit einem durchschnittlichen Gewinn von derzeit 39% zu den Top-Performern der vergangenen Monate. Dagegen kämpfen die Edelmetalle weiterhin gegen einen starken Abwärtsdruck.
So konnte Gold die wichtige 1300er-Marke bisher nicht halten. Allerdings befi ndet sich das Edelmetall noch oberhalb des GD200, sodass wir vorerst noch long investiert bleiben!

Trendbrief-Perspektive:

Unter Führung des amerikanischen Aktienmarktes steigen die Kurse an den Weltbörsen auf immer neue Höhen. Der einzige Wermutstropfen, den wir derzeit finden können, ist die Tatsache, das die Kurse eben ohne Korrektur fast nur noch steigen. Dies reicht aber nicht aus, um an der langfristig bullish ausgerichteten Strategie zu rütteln. Im Gegenteil: Sollte demnächst eine moderate Konsolidierung einsetzen, dann wäre dies eine gute Gelegenheit, um Positionen zu niedrigeren Kursen aufzustocken. Dabei sehen wir an den europäischen Börsen weiterhin den höchsten Nachholbedarf. Denn hier sind die meisten Kurse immer noch auf dem Niveau von der Jahrtausendwende. Für trendfolgende Anleger erwarten wir bis zum Jahresende daher noch enormes Überraschungspotenzial auf der Oberseite!

 
Hier ist das Verlagsgebäude des Boersenverlages zu sehen