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Technische Analyse: Indizes, Devisen und Rohstoffe

06.10.2017

Vorgezogene Jahresend-Rallye

In den vergangenen fünf Wochen haben unsere 14 Leitbarometer im Schnitt 4% aufgesattelt. Unangefochtener Spitzenreiter war dabei mit einer Kurssteigerung von mehr als 10% der
TecDax. Lediglich der indische DBIX und der auf Osteuropa fokussierte CECE mussten in dieser Periode ein kleines Minus von jeweils etwa einem Prozent verkraften. Auch die bisherige
Jahres-Performance weist bei den global führenden Aktienindizes keinen Makel auf. Konkret:

Seit Jahresanfang summieren sich die Kursgewinne auf durchschnittlich 18%. Die Spanne reicht von 9% beim japanischen Nikkei bis zu einem Profi t von aktuell 38% beim TecDax. Dahinter
folgen mit respektvollem Abstand der Hang Seng, der Nasdaq 100, der ATX und der CECE. Diese vier Barometer konnten seit Anfang Januar zwischen 24% und 29% zulegen. Gestärkt mit diesen überaus positiven Performance-Daten sieht die Markt- und Charttechnik ebenfalls unverändert bullish aus. Im Detail:

Mit Ausnahme des DBIX, der derzeit im Bereich der 200-Tage-Linie herumpendelt, notieren derzeit alle anderen Barometer mindestens 4% oberhalb ihres jeweiligen GD200. Der durchschnittliche Abstand hat sich dabei von 5% Ende August auf aktuell mehr als 7% ausgeweitet. Auch im kurzfristigen Zeitfenster stehen die Zeichen uneingeschränkt auf Hausse. Konkret:

Zurzeit befinden sich zwölf unserer 14 Hauptbarometer oberhalb des GD20. Nur die beiden Exoten DBIX und CECE notieren knapp unterhalb dieser kurzfristigen Auff anglinie. Auch der durchschnittliche Abstand von 1,6% zur 20-Tage-Linie lässt noch Luft nach oben. Denn hier baut sich erfahrungsgemäß erst ab einer Diff erenz von 3% Korrekturpotenzial auf. Das bedeutet:

Die jüngste Aufwärtsbewegung hat noch weiteres Potenzial auf der Oberseite. Hierauf deuten auch die zahlreicher werdenden Allzeit- und Jahreshochs hin. Sollten jetzt auch noch der Dax
und der Euro Stoxx 50 ihre vor ihnen liegenden Barrieren nach oben durchbrechen, dann hätte dies Signalcharakter für die restlichen Indizes. Wir sehen daher derzeit eine reelle Chance,
dass die Jahresend-Rallye bereits eingesetzt hat. Dennoch:

Bei allem Optimismus sollten wir auch selektiv an Gewinnmitnahmen denken. So haben wir in dieser Woche bei unserem Call-Optionsschein auf die Allianz für die Hälfte der Position nach nur drei Monaten Teilgewinne in Höhe von 80% realisiert! Jetzt können wir die Restbestände mit einem angezogenen Stop völlig entspannt weiterlaufen lassen! Euro und Edelmetalle weiter auf Konsolidierungskurs Im Bereich der Devisen und Edelmetalle haben sich die Kurse auf einem leicht tieferen Niveau stabilisiert. Während bei der europäischen Gemeinschaftswährung bis dato noch keine relevanten Kursmarken auf der Unterseite erreicht wurden, befindet sich Gold aus Sicht der Charttechnik inzwischen an einem kritischen Punkt. Die gestrige leichte Erholung könnte hier jedoch der Beginn eines größeren Rebounds sein! Wir halten deshalb vorerst an unseren Long-Positionen fest.



Deutschland: Festival der Rekorde

Seit Ende August haben die drei führenden deutschen Aktienbarometer Dax, MDax und TecDax zwischen 8% und 13% zugelegt, wobei Technologieaktien ganz eindeutig die Nase vorne
hatten. Gleichzeitig stiegen der Dax und der MDax auf neue Allzeithochs, während der TecDax immerhin auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren angekommen ist. Aus charttechnischer
Sicht ist das ein klares Zeichen dafür, dass die im vergangenen Jahr eingeleitete Hausse intakt ist. Konkret:

Mit den neuen Rekordständen können wir die dreimonatige Konsolidierung zwischen Mai und August als trendbestätigend einordnen. Auch wenn nach dem steilen Anstieg zunächst eine
kleine Verschnaufpause angesagt sein könnte, erwarten wir in den nächsten Wochen und Monaten weitere Kurssteigerungen. Damit dürften unsere Derivate-Empfehlungen nochmals kräftig aufsatteln. Bis jetzt konnten wir innerhalb von nur vier Wochen Gewinne zwischen 9% und 22% mit unseren Long-Engagements anhäufen. Doch das dürfte erst der Anfang gewesen sein! Wir empfehlen daher Long-Zertifi kate auf deutsche Aktienindizes an schwächeren Tagen zum Nachkauf.

US-Börsen: Blue Chips im Höhenrausch

Vor vier Wochen haben der Dow Jones und der S&P 500 eine kurzzeitige Konsolidierung beendet und zu einem Höhenflug angesetzt. Seitdem sind beide Indizes kontinuierlich von einem Allzeithoch zum nächsten gestiegen. Das Technologiebarometer Nasdaq 100 kommt dagegen seit fast drei Monaten nicht vom Fleck. Hier wäre es an der Zeit, dass die hartnäckige 6000er-
Marke endlich nach oben durchstoßen wird. Auf Jahressicht hat der Index mit einem Kursgewinn von 23% gegenüber 15% bzw. 14% beim Dow Jones und beim S&P 500 aber immer noch die Nase vorn. Wir bleiben unverändert long positioniert!

Aktien: Marktbreite zieht an

Mit den steigenden Kursen am Aktienmarkt hat auch die Marktbreite sichtbar angezogen Per gestern befanden sich 61% (Vorwoche: 57%) von knapp 6000 Aktien oberhalb ihres GD200. Bei den 50 trendstarken Aktien ist die Anzahl der Titel oberhalb der 200-Tage-Linie dagegen auf 36 Titel (Vorwoche: 38) zurückgegangen. Damit befi ndet sich die Marktbreite auf dem richtigen Weg und hat noch genügend Aufwärtspotenzial.

Trendbrief-Perspektive:

Die Aktienmärkte haben in den vergangenen Wochen kräftig an Fahrt gewonnen. Dabei konnten wir bei den wichtigen Indizes nahezu täglich neue historische Rekordstände vermelden. Die Sommer-Lethargie kann damit endgültig zu den Akten gelegt werden. Inzwischen könnten wir uns sogar bereits in einer vorgezogenen Jahresend-Rallye befinden. Mit jedem weiteren Tag des Anstiegs kommen damit Fondsmanager mehr und mehr unter Performance-Druck. Immerhin haben die Aktienmärkte seit Jahresbeginn durchschnittlich 18% zugelegt. Da dürfte so mancher Vermögensverwalter sein Depot zum Jahresende mit aussagekräftigen Titeln noch aufhübschen wollen. Wir Trendfolger bleiben einfach long und realisieren von Zeit zu Zeit ein paar nette Gewinne. Es ist ja schließlich Erntezeit!

Devisen & Rohstoffe: Euro und Edelmetalle stabilisiert

Die Edelmetalle Gold und Silber konnten sich in den vergangenen beiden Handelstagen auf dem niedrigeren Kursniveau stabilisieren. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei Gold und Silber die Gefahr eines weiteren Abrutschens unverändert vorhanden ist. Dabei befi ndet sich Silber bereits unterhalb der 200-Tage-Linie. Gold kämpft dagegen knapp über dieser wichtigen Auff anglinie um den Erhalt des langfristigen Aufwärtstrends. Eine Entscheidung erwarten wir innerhalb der nächsten Tage. Beim Euro hat sich dagegen seit einer Woche
eine Seitwärtszone herausgebildet. Dabei ist die Volatilität im vergleich zu den Vorwochen stark zurückgegangen. Nachdem wir bei den Währungspaaren EUR/USD und EUR/CHF unmittelbar am Top satte Teilgewinne realisiert hatten, können wir jetzt der weiteren Entwicklung gelassen entgegenblicken. Mittel- bis langfristig sehen wir beim Euro noch erhebliches Aufwärtspotenzial!

 
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