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Technische Analyse: Indizes, Devisen und Rohstoffe

21.07.2017

Die EZB ist das Zünglein an der Waage Seit der vergangenen Trendbrief-Ausgabe haben unsere 14 Leitbarometer um 0,5% zugelegt. Dabei lässt sich die Kursentwicklung bei den einzelnen Indizes am besten mit uneinheitlich charakterisieren. Denn während die führenden europäischen Indizes Euro Stoxx 50 (-0,4%), CAC 40 (-0,1%) und Dax (-1,4%) im Minusbereich landeten, legten die Top-Gewinner Nasdaq 100
und Hang Seng jeweils um 2,4% zu. Auch in punkto Rekordjagd gehören die Europäer eher zu den Schlusslichtern. Denn:

Bei Dax & Co. haben wir aktuell bestenfalls eine Seitwärtsbewegung mit häufi gen Richtungswechseln im kurzfristigen Zeitfenster vorliegen. Im Gegensatz hierzu haben die amerikanischen
Barometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 ihre Rekordjagd längst wieder aufgenommen. Dabei hat das US-Technologiebarometer in den vergangenen beiden Wochen die Juni-Korrektur komplett ausgebügelt, sodass wir hier heute erneut auf der Long-Seite einsteigen. Allerdings gibt es auch einen kleinen Wermutstropfen:

Die Marktbreite bei den einzelnen Indizes bleibt deutlich hinter den Werten aus dem ersten Quartal zurück. Damals wurde die Rallye von einer Marktbreite zwischen 80% und 90% getragen.
Aktuell befi nden sich bei den meisten Barometern lediglich etwa 70% der Einzeltitel oberhalb ihrer jeweiligen 200-Tage-Linien. Dies deutet darauf hin, dass die Aktienmärkte auf mittlere Sicht
in schwierigeres Fahrwasser geraten könnten. Auch die extrem niedrigen Volatilitätsbarometer, die sich teilweise auf historisch niedrigem Niveau befi nden, deuten auf eine zu hohe Sorglosigkeit der Marktteilnehmer hin.

Die EZB könnte kurzfristig zur Spaßbremse werden

Mit ihrer heutigen Sitzung könnten die europäischen Notenbanker für einigen Wirbel sorgen. Sollte sich die Tendenz zu einer Normalisierung der Zinspolitik bestätigen, dann dürfte vor allem über die Kursbewegungen im Bereich der Devisen auch die Aktienmärkte direkt beeinfl usst werden. Daher konzentrieren wir uns bei der Einzeltitelauswahl verstärkt auf Aktien aus der zweiten Reihe. Dabei legen wir unser Augenmerk auf die trendstarken Branchen. Hierzu gehören derzeit neben den Technologiewerten auch Rohstoff aktien aus dem Bereich der Industriemetalle. Hinzu kommt:

Einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Strategie bildet das Risikomanagement. Hierzu gehören neben trendfolgenden Stop-Anpassungen auch Teilgewinnmitnahmen. Dabei können wir heute zum wiederholten Mal in diesem Jahr einen Gewinn von mehr als 100% einfahren – dieses Mal bei Salzgitter!

Euro am Tropf der Notenbank

Heute kommt für den Euro die Stunde der Wahrheit. Denn das Ergebnis der EZB-Sitzung – unabhängig davon wie es ausfällt – hat jederzeit das Potenzial, das Währungspaar EUR/USD nachhaltig über die Widerstandszone im Bereich 1,15 bis 1,16 zu hieven. Sollte dies passieren, dann rechnen wir mit einem raschen Sprint auf 1,20 Dollar. Mit unseren Long-Engagements sind wir hierfür bestens positioniert. In der Folge dürften sich dann auch die Edelmetalle wieder befestigen. Deutschland: Währungsbedingter Rücksetzer Auf den europäischen Aktienmärkten lastet derzeit der Druck eines immer stärker werdenden Euros. Dies dürfte auch der Hauptgrund gewesen sein, warum der Dax und weitere führende europäische Aktienindizes in dieser Woche wieder unter wichtige Unterstützungen – die erst wenige Tage zuvor als Widerstände zurückerobert worden waren – gefallen sind. Damit eröff net sich zwar kurzfristig weiteres Abwärtspotenzial. Einen unmittelbar bevorstehenden Kurseinbruch können wir hieraus jedoch nicht ableiten. Denn aus der Sicht eines US Anlegers befindet sich der Dax in Dollar bewertet unmittelbar im Bereich des Allzeithochs. Die realen Kursverluste werden durch den Anstieg des Euros für Dollar-Anleger komplett kompensiert. Hinzu kommt, dass der Dax in Dollar seit Jahresbeginn um 20% zugelegt hat. Zum Vergleich:

Der Dax in Euro gerechnet bringt es nur auf ein Kursplus von 8,5%. Und der Dow Jones liegt mit einem bisherigen Jahresgewinn von 9,5% auch noch deutlich unter der Performance des dollargewichteten Dax. Rücksetzer bei europäischen Aktien sollten daher als Kaufgelegenheiten betrachtet werden! US-Börsen: Nasdaq 100 mit Kaufsignal An den amerikanischen Börsen setzte sich die Rekordjagd mitneuen Allzeithochs bei den führenden Barometern fort. Der Nasdaq 100 überwand dabei zum ersten Mal in seiner Geschichte
die runde Marke von 5900 Punkten. Damit ist die Juni-Korrektur beim US-Technolgieindex bereits wieder abgehakt. Wir engagieren uns deshalb heute wie geplant trendfolgend auf der Long-Seite und legen uns das Long-Zertifi kat DG0PG6 ins Depot. Den mentalen Stop vermerken wir bei 5500 Punkten.

Aktien: Marktbreite zieht leicht an Die Marktbreite hat seit der vergangenen Woche leicht zugelegt. Per gestern befanden sich 62% (Vorwoche 60%) von knapp 6000 Aktien oberhalb ihres GD200. Bei den 50 trendstarken Aktien auf Seite 13 blieb die Anzahl der Titel oberhalb des GD200 dagegen mit 37 Aktien stabil. Damit hat sich die Marktbreite in den vergangenen Wochen im Bereich der 60%-Marke stabilisiert. Sollte sich der über die amerikanischen Börsen abzeichnende nächste Hausse-Schub nachhaltig sein, dann müsste die Marktbreite in den nächsten Wochen aber wieder die 70%-Grenze überschreiten.

Devisen & Rohstoffe: Euro im Fokus Beim Euro wird es zunehmend spannend. Denn vorgestern hat die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar erstmals seit April 2016 wieder die Marke von 1,15 überschritten. Für einen Ausbruch in Richtung 1,20 müsste das Währungspaar EUR/USD jetzt noch die Kursspitze bei 1,1650 vom August 2015 überwinden. Schützenhilfe könnte der Euro
dabei heute von der EZB bekommen. Aber selbst wenn es nochmals zu einem kleinen Rücksetzer kommen sollte, erwarten wir in den nächsten Wochen den Bruch dieser seit Anfang 2015 unüberwindbaren Barriere. Kursrücksetzer sollten daher zum Nachkauf unserer empfohlenen Long-Zertifikate genutzt werden, auch wenn diese bereits mit bis zu 33% im Gewinn liegen! Ein Nebeneff ekt des festeren Euros dürften auch steigende Edelmetallkurse sein. Daher legen wir uns heute ein erstes Long-Zertifi kat auf Gold ins Depot! Trendbrief-Perspektive: Der gestrige Tag hat gezeigt, dass sich die globalen Aktienmärkte weiterhin im Bullen-Modus befi nden. Denn gleichalle drei führenden US-Barometer haben neue historische Rekordstände erreicht. Die europäischen Indizes hinken hier währungsbedingt etwas hinterher. Allerdings dürfte diese kurze Atempause nur von geringer Dauer sein. Denn in aller Regel folgt Europa mit einiger Zeitverzögerung den amerikanischen Vorgaben. Daher sollten Seitwärtsphasen und Rücksetzer zu Nachkäufen bei den Indizes genutzt werden. Im Bereich der Einzeltitel finden sich in dieser Phase immer wieder tolle Schnäppchen. Deshalb können wir bei unseren Call-Optionsscheinen nahezu wöchentlich Gewinne im dreistelligen Prozentbereich realiseren. Auch heute wieder!

 
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