Sie sind hier:
Hier ist ein kleines Druckerlogo zu sehen Hier ist ein kleines Kuvert zu sehen, das einen Emailversend darstellt

Artikel weiterleiten

Twitter

Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Portion Optimismus zuviel?

04.10.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - Die für uns relevanten Wall-Street-Indizes haben nach einigem Hin und Her mit teils kritischen Situationen erneut die Kurve aufwärts gekriegt. Ihre extreme technische Situation wurde während der zwischendurch leichteren Börsentage weitgehend abgebaut. Nur die mehr oder weniger stramm überkaufte Lage fi nden wir auch diesen Wochenbeginn vor. Das gilt für den Dow Jones und für den Standard & Poors 500. Beide notieren dank beschleunigter intakter Aufwärtstrends hoch über ihren 200-Tage-Linien (GD200). Unter normalen Umständen ist eine Beruhigung dann nicht fern. Als Ursache für den erneuten Anstieg mit frischem Allzeithoch beim S&P 500 gelten die in der Summe besser als erwartet herein gekommenen
wirtschaftlichen Indikatoren. Daher rührt wohl auch die Ankündigung höherer US-Leitzinsen durch Notenbank-Chefi n Janet Yellen.

Portion Optimismus zuviel?

Dass angehobene Zinsen im angekündigten Ausmaß die Haussiers einbremsen dürften, scheint momentan kaum eine Rolle zu spielen. Ebenso wie die zahlreichen Warnungen der Crash-Gurus mit dem Argument der viel zu ambitionierten Bewertung von US-Aktien. Der KFT hält die Indizes für sehr
gut bezahlt. Soll heißen: Unseres Erachtens ist das Potenzial an der Wall Street bescheiden. Und die Indizes erscheinen immer wieder gefährdet. Die Annahme einer kontinuierlichen Bewegung aufwärts ist problematisch. Der Oktober dürfte einen „Ausschüttler“ bringen. Mit Blick auf die tiefen Volas
(Sorglosigkeit) kommt uns ein Rücksetzer wahrscheinlicher vor, als der Abfl ug der Indizes ins Blaue. Die Stimmung ist einfach zu optimistisch, um angesichts der Konfl ikte und Probleme nicht einzuknicken. Selbst im Hinblick auf den laut Statistik bevorstehenden besten Börsenabschnitt zwischen
Oktober und dem Frühjahr des nächsten Jahres. In diesem Jahr haben bereits der August und auch der eigentlich negativ belegte September Gewinne gebracht, was eine Seltenheit darstellt. Zudem bewegt sich die haussige Future-Spekulation im Dow und im S&P 500 auf Rekordhoch. Eine anschließende Schwächephase würde gut ins Bild passen. Beim aus technischer Sicht als neutral einzustufenden Nasdaq-100-Index hätte vorige Woche der Aufwärtstrend kippen können. Die Erholung vor dem Wochenende hob ihn wieder ins günstigere Fahrwasser.
Eurozonen-Indizes nahe Jahresgipfel

Die Eurozonen-Aktienbarometer bestätigen nach zwischendurch ebenfalls wackligen Börsentagen ihre vor allem charttechnisch formidable Verfassung. Wobei der Dax sein Allzeithoch bei 12.951 Punkten dieser Tage knacken sollte. Der Trend wird dabei jedoch immer steiler, was unweigerlich zu einer baldigen „Erschöpfung“ führt, zumal der Index auch noch hoch über dem GD200 notiert. Zunächst einmal muss die bisherige Bestmarke als Widerstand angesehen werden. Das gilt auch für die März/April-Gipfel anderer Eurozonen-Barometer, die allesamt überkauft sind (Ausnahme spanischer IBEX). Der kurzfristige Erholungstrend erscheint somit gefährdet, trotz positiver Konstellation. Zu beachten auf der Oberseite sind je nach Index neben den charttechnischen Widerständen der vergangenen Monate auch jene aus länger zurückliegenden früheren Hausse-Jahren. Und: Häufig folgt solchen Chartmustern, wie wir sie in der Eurozone zuletzt gesehen haben, nochmals ein Rücksetzer.
Auf Hochniveau Rücksetzer einplanen

Auf einem annähernd rekordtiefen Stand befi nden sich die Volatilitätsindizes (Volas). Das drückt einerseits die derzeitige Hausse-Spekulation aus (Sorglosigkeit), obwohl das Aufwärtsvolumen keineswegs voll überzeugt. Andererseits tragen derart niedrige Volas wie aktuell beim Standard & Poors-500-Index (Vix) und beim Dax (VDax new) die Gefahr
des Drehs in die andere Richtung in sich. Besonders wenn der Zustand extrem niedriger Volas schon eine ganze Zeitlang andauert, so wie seit Wochen der Fall. Darauf hat der KFT vorige Woche bereits aufmerksam gemacht mit dem Zusatz, dass nochmals höhere Kurse deshalb nicht auszuschließen sind. Sodann folgt in den allermeisten Fällen aber jener oft plötzliche Dreh, sei es infolge von Gewinnmitnahmen, oder weil die Indizes bestimmte „Ziele“ erreicht haben oder weil markante Widerstände im Weg stehen. Jedenfalls rechnet der KFT im Oktober mit zwischenzeitlich schwächeren Börsen,zumal die Aktienmärkte schon längere Zeit überkauft sind.

Im Laufe dieser Woche planen wir neue Trades (Calls und Puts) mit den Schwerpunkten Börsenindizes und marktbreite Standardwerte. Zudem notiert das Gold mit Preisen von unter 1280 Dollar jetzt direkt am Bereich der relevanten charttechnischen Unterstützungen (sehe auch Rubrik Charts). Das Niveau legt eine Aufwärtsreaktion nach der Talfahrt nahe. Davon profi tieren wird die zuletzt deutlich rückläufi ge Sparte Goldaktien. Die höheren Preise beim Rohöl sind das Ergebnis der Absprachen zur Begrenzung der Fördermenge und der Behauptung, der Markt befi nde sich im Gleichgewicht. Indessen geht der KFT davon aus, dass nach wie vor ein massiver Angebotsüberhang besteht. Der KFT macht beim Rohöl aktuell nichts, ebenso beim Euro zum Dollar. Für die KFT-Transaktionen beachten Sie bitte unseren Eilservice.

Off ene und abgeschlossene Positionen

Die Indizes bewegen sich bei zumeist freundlichen Grundton gegenwärtig in einem relativ engen Rahmen, der kaum Möglichkeiten für schnelle Trades bietet. Zudem finden lohnende Bewegungen großteils außerbörslich statt. Am vorigen Donnerstag haben wir das Long-Zertifi kat auf die Deutsche-Telekom-Aktie mit der WKN: CR6GAH zum Preis von 4,26 Euro in die Dispoliste genommen. Die beiden dort geführten Short-Positionen auf den Standard & Poors 500-Index mit der WKN: DD0NWE und auf den Dow Jones mit der WKN: HU78B1 werden behalten. Unter den zahlreichen Terminen sind in dieser Woche als größere „Beweger“ die amerikanischen ISM-Indizes Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungen sowie die Kennzahlen zum US-Arbeitsmarkt dabei. Allgemein wird mit einer Bestätigung des insgesamt positiven fundamentalen Hintergrunds gerechnet.
Datenlage

Tankan-Bericht Wirtschaft Japan, Einkaufsmanager-Index Gewerbe, EU: Arbeitslosenzahlen, USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe, Bauausgaben (Montag); deutsche Börsen wegen Feiertag geschlossen, EU: Erzeugerpreise, USA: Kfz-Absatz (Dienstag); Japan: Kennzahlen Dienstleistungen, EU: Einzelhandelsumsatz, USA: ISM Dienste, Ölbericht Woche
(Mittwoch); EZB Sitzungsprotokoll, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, Industrieaufträge (Donnerstag); deutsche Industrieaufträge, USA: Monatlicher Arbeitsmarkt (Freitag).

Dies ist ein Auszug aus der aktuellen Hauptausgabe des Kurzfrist-Trader. Erzielen auch Sie mit schnellen Trades ein attraktives Nebeneinkommen und testen Sie jetzt den Kurzfrist-Trader 14 Tage völlig kostenlos. Klicken Sie hier!

 
Hier ist das Verlagsgebäude des Boersenverlages zu sehen