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Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Indizes unter Hochspannung

20.10.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - Selbst Mitte Oktober befinden sich die für den KFT relevanten Börsen in einem respektablen Zustand. Das ist keineswegs
selbstverständlich. Denn der August und insbesondere der September haben schon eine über Erwarten positive Performance geliefert. Angesichts der Größenordnung kann man für den angesprochenen Zeitabschnitt durchaus von einer Sonderentwicklung sprechen. Insbesondere gibt es keine größeren
Rücksetzer. Sondern die zwischendurch notwendige Konsolidierung fi nden in kurzlebigen Seitwärtstrends statt. Eine spektakuläre Hausse haben wir indessen nicht, trotz Rekorden am laufenden Band. Denn der Weg aufwärts vollzieht sich meist in kleinen Schritten und öfters zögernd. Auch zeigen die Eurozonen- beziehungsweise Europa-Indizes nicht alle die gleich gute Form.


Europa-Börsen: Große Unterschiede

Herausragend mit neuen Rekorden bis zu intraday 13.040 Punkten ist der Dax. Für den deutschen Leitindex gelten die (von der EZB künstlich erzeugten) günstigen Rahmenbedingungen in besonderem Maße. Dieser Tage wurden die Konjunktur-Prognosen für 2017 und 2018 erneut angehoben. Betont wird
erstmals die ausgesprochen „breite Basis“ des Wirtschaftsaufschwungs hierzulande. Der Export fl oriert: Die Aufwertung des Euro zum Dollar hinterlässt bislang für deutsche Konzerne im internationalen Wettbewerb keine negative Spuren. Zudem ist die Inflation niedrig und Finanzierungen / Investitionen
sind dank der ultralockeren Geldpolitik billig. Inzwischen kursieren Vorhersagen, die dem Dax demnächst 14.000 Zähler als „ Ziel“ einräumen. Etliche Indikatoren sind auf Werte wie während einer Hochkonjunktur gestiegen. Im Grunde genommen ist es die gleiche Konstellation wie in früheren
Jahren, als die deutsche Wirtschaft die europäische Konkurrenz schlicht abgehängt hat – mit graduellen Unterschieden.

Auf die Börsen übertragen hat der niederländische AEX jetzt das Hoch aus dem Jahre 2008 erreicht, also vor der großen Finanz (Immobilien)-Krise mit Mittelpunkt in den USA. Der
französische CAC 40 benötigt dazu noch knappe 10%. Große Abstände zu den Bestmarken vergangener Zeiten verzeichnen die meisten kleineren Börsenindizes, so etwa der ATX
in Wien – trotz den diesjährigen Hochs mit teilweise steilen Aufwärtstrends. Und die Börsen in Mailand und Madrid haben zuletzt sogar schlapp gemacht und sind teilweise überverkauft.
Sogar dem viel gehandelten Euro-Stoxx-50-Index fehlen rund 25% bis 4500 Zähler, dem Stand vor der Finanzkrise.

New York: Rekorde am laufenden Band

Die Rekorde an der Wall Street leisten den Europa-Börsen gute Schrittmacherdienste. Aus technischer Sicht sind die Trendsetter an der Wall Street indessen seit Wochen stramm
überkauft, insbesondere der Dow Jones und der Standard & Poors 500 sowie mit Abstrichen der teilweise zögernde Nasdaq-100-Index. Die Dow-Jones-Kurve wird dabei immer
steiler und das Barometer notiert mittlerweile selbst hoch über den kurzfristigen gleitenden 38-Tage und 20-Tage-Durchschnitten. Solche großen Strecken zwischen dem Index
und den gleitenden Durchschnitten sind oft jene Vorboten, wonach der Anstieg sich erschöpft und der Rücksetzer droht. Zudem ist die Bewertung der US-Aktien im Schnitt so hoch
wie noch nie, wie aus berufenem Munde immer wieder zu hören ist („die letzte Hausse-Phase“). Die herrschende Sorglosigkeit bescheinigen die tief stehenden Volatilitäten (Volas).


Datenlage + Berichtssaison

China Kennzahlen, deutsche Industrieproduktion, EU: Sentix-Investorenvertrauen (Montag); EU-Länder: Industrieproduktion (Dienstag); USA: Notenbank zu Wirtschaft + Zinsen, (Mittwoch); EU: Industrieproduktion gesamt, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, Erzeugerpreise, Ölbericht Woche, Bilanzen: JPMorgan Chase, Citigroup (Donnerstag); China Kennzahlen, deutsche Verbraucherpreise, USA: Einzelhandelsumsätze, Verbraucherpreise, Verbrauchervertrauen, Bilanzen: Bank of America, Wells Fargo (Freitag).

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