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Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Günstige Prognosen für Wirtschaft

26.09.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - Zu Beginn der letzten Septemberwoche präsentieren sich die Aktienmärkte insgesamt in einem für den eigentlich negativ
belegten Jahresabschnitt in einem respektablen Zustand. Die Eurozonen-Börsenbarometer mit dem Dax an der Spitze liegen selbst in kritischen Marktphasen dank des ansehnlichen Wirtschaftswachstums relativ stabil. Die Befürchtungen, wonach die hiesige Konjunktur wegen der Aufwertung des Euro zum Dollar Schaden nehmen könnte, haben sich fast zerstreut – allerdings noch nicht ganz erledigt. Es ist immer wieder eine ziemliche Portion Misstrauen zu vermerken, obwohl so gut wie alle Prognosen dem Jahr 2018 einen anhaltenden Aufschwung bestätigen, der die Zuwachsraten des Jahres 2017 sogar übertreffen soll.

Geldpolitik und Charttechnik im Blick

Sehr interessant wird sein, wie sich EZB-Chef Mario Draghi von seiner ultralockeren Geldpolitik verabschiedet. Denn angesichts des veranschlagten Konjunkturtempos wird er darum nicht herumkommen. Die nächste offizielle Verlautbarung dazu erfolgt im Laufe des Oktober. Aktuell entscheidend für
die Eurozonen-Aktienmärkte ist vor allem die charttechnische Situation, die sich formidabel aufgehellt hat. Sämtliche für den KFT relevanten Indizes haben sozusagen die Kurve gekriegt. Das heißt: Der Dreh aufwärts erfolgte annähernd lehrbuchhaft auf oder nur knapp unter den für die mittel- bis
längerfristigen Trends wichtigen 200-Tage-Linien. So zum Beispiel beim Dax, Euro Stoxx 50 und CAC-40-Index. Bei aller Erleichterung über die positive Entwicklung sind etliche Vorbehalte aber nicht zu verkennen. Mitunter erscheint der kurzfristige Erholungstrend gefährdet. Seine unmittelbare
Fortsetzung halten wir eher für unwahrscheinlich. Das Aufwärtsvolumen ist nicht gerade überzeugend. Andererseits kann an wackeligen Börsentagen von stärkerem Verkaufsdruck nicht die Rede sein. Mit neuen Hausse-Engagements ist auf dem derzeitigen Niveau dennoch Vorsicht angebracht. Zu
beachten auf der Oberseite sind je nach Index die charttechnischen Widerstände der vergangenen Monate und aus länger zurückliegenden früheren Haussejahren. Und: Häufig
folgt auf Chartmuster, wie wir sie bei den Eurozonen-Indizes zuletzt gesehen haben, nochmals ein Rücksetzer. Zudem sind die Indizes klar überkauft. Da könnte in der letzten
Septemberwoche eine nachgebende Tendenz ins Spiel kommen.
Entspannung von Dauer?

Sicherlich ausschlagend für die Erholung an den Börsen ist der durchaus ansprechende fundamentale Hintergrund. Die Wirtschaft in Deutschland und Europa ist auf Wachstumskurs. Im Verhältnis dazu haben einzelne Eurozonen-Börsen unnötig lange relativ schwach tendiert. Schließlich muss man in Deutschland und der Eurozone mit steigenden Zinsen oder der Einstellung der Anleihenkäufe nicht so schnell rechnen. Erst dieser Tage hat die Europäische Zentralbank (EZB) offi ziell erklären lassen, „ein substanzieller Stimulus sei weiter notwendig“. Die ultralockere Geldpolitik wird uns trotz zunehmend harscher Kritik von kompetenter Seite bis auf Weiteres erhalten bleiben. Wie EZB-Chef Mario Draghi seinen Ausstieg gestaltet, bleibt rätselhaft. Wie Ankündigungen höherer Zinsen auf die Börsen wirken können, zeigt der inzwischen deutlich unter seinem GD200 notierende britische FTSE-Index mit einem Minus zwischen
Mittwoch und Freitag von annähernd 3%. Die Bank of England hat eine baldige Erhöhung des Leitzins angekündigt. Daneben dürften die mit dem Brexit einhergehenden Befürchtungen eine Rolle gespielt haben. Obwohl die englischen Wirtschaftsdaten zurzeit bei Weiten nicht so schlecht sind, wie es gerne als selbstverständlich kolportiert wird. Schließlich hilft allen Börsen die Entspannung im Korea-Konflikt auf die Beine, hier insbesondere den Trendsettern an der Wall Street. Wobei dieser Konfl ikt nicht erledigt ist, sondern nur anders interpretiert wird, nicht mehr als unmittelbare Bedrohung. Unseres Erachtens brennt die Lunte dort aber noch. Das auf dem Rückzug befi ndliche annähernd überverkaufte Gold (und analog die Sparte Goldaktien) stößt im Bereich zwischen 1300 und 1250 Dollar auf Unterstützungen und sollte auf diesem Niveau Halt finden.

Rekorde ohne Strahlkraft

Stramm überkauft präsentieren sich der Dow Jones und etwas weniger der Standard & Poors-500-Index. Der Nasdaq 100 hat aus technischer Sicht mangels Dynamik der bekannten
großen Favoriten, Gewinnmitnahmen bei hochjubelten Spezialisten diverser Sparten und im gut gelaufenen Chipbereich bereits auf neutral geschaltet. Für die US-Trendsetter spricht
ihr intakter Aufwärtstrend und die neuen Allzeithochs (siehe Rubrik Charts). Die Index-Rekorde entfalten jedoch kaum Strahlkraft, die Einschätzung von voriger Woche bleibt: Beim
Dow und beim S&P 500 könnte man eine beginnende Aufwärtsformation herleiten. Doch bislang ragen die frischen Bestmarken nur marginal über die alten im Laufe der vergangenen
Monate erzielten Rekorde hinaus. Ein vermuteter Ausbruch aufwärts ist demnach nicht komplett. Bremsend zur Diskussion stehen hohe Bewertungen, die baldige Oktober-Berichtssaison und die nicht mehr gar so lockere US-Geldpolitik.

Offene und abgeschlossene Positionen Vorige Woche nahm der KFT keine neuen Transaktionen vor. Die Indizes bewegten sich bei zumeist freundlichen Grundton in einer relativ engen Handelsspanne. Die beiden in der KFT-Dispoliste geführten ziemlich jungen Short-Positionen auf den Standard&Poors 500-Index und auf den Dow Jones werden beibehalten. Unter den zahlreichen Terminen sind in dieser Woche keine ganz großen „Beweger“ dabei, aber durchaus etliche interessante Indikatoren und Umfragewerte. Allgemein wird mit einer Bestätigung des insgesamt positiven fundamentalen Hintergrunds gerechnet.

Datenlage

Japan: Einkaufsmanager-Indizes, ifo-Geschäftsklima, USA: Chicago Fed National Activity Index (Montag); Geschäftsklima + Arbeitsmarkt Frankreich, USA: Case-Shiller-Index, Verbrauchervertrauen, Verkauf neuer Häuser, Bilanzen: Nike, Micron Technologies (Dienstag); USA: Auftragseingang langlebiger Güter, Schwebende Hausverkäufe, Ölbericht Woche
(Mittwoch); GFK-Deutschland: Verbrauchervertrauen, Verbraucherpreise, EU: Wirtschaftsvertrauen, USA: BIP 2. Quartal 2017 endgültig, Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche (Donnerstag); Kennzahlen zur Wirtschaft Japan, Deutschland: Einzelhandelsumsatz, Arbeitsmarkt, EU: Verbraucherpreise, USA: Persönliche Einkommen + Ausgaben, Chicago Einkaufsmanager-Index, Verbrauchervertrauen (Freitag).

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