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Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Gleichzeitig positive Einflüsse

19.09.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - An den Europa- und den USA-Börsen haben neuerdings die Optimisten das Ruder wieder übernommen. Dabei kommen
mehrere Einfl üsse gleichzeitig positiv zur Geltung. Verantwortlich für den Auftrieb der Eurozonen-Aktienindizes ist der jetzt spürbare und mit einiger Dynamik vollzogene Sprung von den kurzfristig unterschrittenen 200-Tage-Linien (GD200) weg nach oben. Dank dieser chart- und markttechnisch brauchbaren Signale ist der mittelfristige Trend vorerst wieder im Lot. Dies gilt hauptsächlich für den Dax, den Euro Stoxx 50 und den französischen CAC-40-Index, die defi nitiv zunächst auf der Kippe standen.

Euro-Aufwertung verliert an Gewicht

Zudem legt die Aufwertung des Euro zum Dollar eine Pause ein. Dieser Aufschwung ist die Eurozonen-Aktienindizes betreffend als „ schwere Belastung“ empfunden worden. Erst als der Außenhandelsverband am Sonntag vor acht Tagen dem deutschen Export ein Rekordjahr 2017 bescheinigte, machte sich Erleichterung breit und die Kaufl aune kehrte zurück - mit teils beachtlichem Aufwärtsvolumen. Der KFT hat die Problematik früh aufgegriff en und die diversen Baisse-Attacken der hiesigen Aktienmärkte als übertrieben bezeichnet. Schließlich ist die deutsche Wirtschaft schon öfter „Export-Weltmeister“ gewesen, als der Euro weit über 1,30 Dollar notierte. Dennoch sei hinsichtlich der aktuellen Lage darauf hingewiesen, dass die Entwicklung des Euro zum Dollar von den Akteuren noch immer mit einer ziemlichen Portion Skepsis gesehen wird.

Entspannung von Dauer?

Sicherlich ausschlagend für die Erholung an den Börsen ist der durchaus ansprechende fundamentale Hintergrund. Die Wirtschaft in Deutschland und Europa ist auf Wachstumskurs. Im Verhältnis dazu haben einzelne Eurozonen-Börsen unnötig lange relativ schwach tendiert. Schließlich muss man in Deutschland und der Eurozone mit steigenden Zinsen oder der Einstellung der Anleihenkäufe nicht so schnell rechnen. Erst dieser Tage hat die Europäische Zentralbank (EZB) offi ziell erklären lassen, „ein substanzieller Stimulus sei weiter notwendig“. Die ultralockere Geldpolitik wird uns trotz zunehmend harscher Kritik von kompetenter Seite bis auf Weiteres erhalten bleiben. Wie EZB-Chef Mario Draghi seinen Ausstieg gestaltet, bleibt rätselhaft. Wie Ankündigungen höherer Zinsen auf die Börsen wirken können, zeigt der inzwischen deutlich unter seinem GD200 notierende britische FTSE-Index mit einem Minus zwischen
Mittwoch und Freitag von annähernd 3%. Die Bank of England hat eine baldige Erhöhung des Leitzins angekündigt. Daneben dürften die mit dem Brexit einhergehenden Befürchtungen eine Rolle gespielt haben. Obwohl die englischen Wirtschaftsdaten zurzeit bei Weiten nicht so schlecht sind, wie es gerne als selbstverständlich kolportiert wird. Schließlich hilft allen Börsen die Entspannung im Korea-Konflikt auf die Beine, hier insbesondere den Trendsettern an der Wall Street. Wobei dieser Konfl ikt nicht erledigt ist, sondern nur anders interpretiert wird, nicht mehr als unmittelbare Bedrohung. Unseres Erachtens brennt die Lunte dort aber noch. Das auf dem Rückzug befi ndliche annähernd überverkaufte Gold (und analog die Sparte Goldaktien) stößt im Bereich zwischen 1300 und 1250 Dollar auf Unterstützungen und sollte auf diesem Niveau Halt finden.

Vorsicht wegen überspannter Technik

Doch wie sieht der Fahrplan für die Aktienmärkte aus? Insgesamt sind die Indizes auf dem Alten Kontinent und in den USA tendenziell überkauft, einige davon stramm wie etwa der Dow Jones und mit kleinen Abstrichen der Standard & Poors 500 und der Nasdaq 100-Index. In der Eurozone gehören der Dax, Euro Stoxx 50 und CAC 40 zu dieser Kategorie. Einzelne begleitende technische Indikatoren befi nden sich im Extrembereich, der sich gewöhnlich nicht lange hält. Und die Volatilitäten (Volas) in ihrer Eigenschaft als Angstbarometer sind deutlich abgesunken. Zu berücksichtigen sind die nahen Index-Widerstände aus früheren Monaten und den Jahren während der Eurokrise. Der Weg nach oben wird keine einfache Strecke, haben wir dazu bereits erklärt. Der KFT leitet aus dieser Konstellation zwischendurch schwächere Kurse ab, auch wenn die Eurozonen-Indizes im Schlepptau der Wall Street-Rekorde jetzt einen Tick zulegen sollten. Uneins sind sich die Analysten über die (eigentlich üppigen) Konzerngewinne. Dazu wird man während der nächsten Berichtssaison im Oktober mehr erfahren. Von großem Interesse ist die Erklärung zur zukünftigen US-Geldpolitik der Notenbank-Chefi n Janet Yelen an diesem Mittwoch, von der auch zum umzweifelten US-Konjunkturtempo etwas zu erfahren sein wird.

Offene und abgeschlossene Positionen

Am Freitag nahm der KFT den Put auf den überkauften und somit für einen zwischenzeitlichen Rücksetzer anfälligen Dow Jones gegen den Trend in die Dispoliste auf. Am Donnerstag verkauften wir den am 30.8.17 erworbenen Call auf die Nestlé-Aktie. Der Kurs rührt sich seit dem Einkauf kaum von der Stelle und lahmt auf der Hausse-Seite. Der Verkauf sollte eigentlich zum Einstandspreis von 2,22 Euro erfolgen. Eventuell kleine Abweichungen entstehen durch technische Versandprobleme, die wir zu entschuldigen bitten. Nachtrag: Der Verkauf des Calls auf den Euro-Stoxx-50-Index vom Freitag (8.9.17) war ursprünglich mit 8,25 Euro terminiert, wurde infolge eines Übermittlungsfehlers jedoch mit 7,86 Euro oder nur +1% über Einstandskurs (7,78
Euro) zu früh abgewickelt. Am vorigen Montag sind mit 8,25 Euro mindestens 6% mehr Gewinn auf dem Call gewesen. Das Versehen bitten wir zu entschuldigen.

Datenlage

EU-Verbraucherpreise, USA: NAHB-Immobilienindex (Montag); deutsche ZEW-Konjunkturerwartungen, USA: Baubeginne und Genehmigungen (Dienstag); deutsche Erzeugerpreise, USA: Verkauf bestehender Häuser, Ölbericht Woche, Notenbank zu Wirtschaft + Zinsen, OECD Wirtschaftsausblick, Eurozone Economic Outlook von ifo Institut, Istat und KOF (Mittwoch); Bank of Japan: Zinsentscheid, Eurozone: Wirtschaftsbulletin, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, Philly-Fed-Index (Donnerstag); EU + USA: Einkaufsmanager-Indizes Gewerbe + Dienstleistungen (Freitag).

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