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Kurzfrist-Trader Wochenstrategie: Bedingungen gut – Kurse in der Schwebe

22.08.2017

 

Rosenheim ( Kurzfrist-Trader ) - Eigentlich haben wir an den meisten für uns wichtigen Aktienmärkten gute bis sehr gute Bedingungen: Niedrigere Inflation, ordentliche Wachstumsraten, beim Dax die in der Summe höchsten jemals erreichten Konzerngewinne, dazu tiefe Zinsen wie noch nie, im Verhältnis zu Anleihen keineswegs zu hohe Aktienkurse und jede Menge Liquidität. Wenigstens hätten solche Konditionen die Analysten in früheren Tagen (die noch gar nicht so lange her sind) zweifellos begeistert. Doch dazwischen liegt die mittlerweile fast vergessene New Economy mit dem anschließenden Absturz
2001/2003 infolge utopischer Bewertungen und teils lachhafter Geschäftsmodelle. Der entscheidende Knackpunkt, der die Begeisterung für Aktien in Grenzen hält, liegt am latent vorhandenen Misstrauen, das die von den Notenbanken künstlich erschaffene Geldwelt erzeugt und in der wir uns im neunten Jahr befinden.

Anzeichen einer Normalisierung sind zwar vorhanden. Aber es wird lange dauern, bis das durch die US-Immobilien- und Eurokrise sowie die immense Verschuldung entstandene Unbehagen nicht mehr ständiger Begleiter ist. Zwar haben die zahlreichen Hilfsprogramme den Aktienindizes vor allem in den USA und teils in Europa zu neuen Rekorden verholfen. Doch gegenwärtig durchlaufen wir wieder eine von leichten Zweifeln durchsetzte Phase. Schon kleinste Änderungen der Statements der Notenbanken in Sachen höherer Leitzinsen oder bruchteilig schlechtere wirtschaftliche Indikatoren können
den zögernden Börsianern die Laune verderben. Dabei haben wir gerade erst eine respektable Berichtssaison gesehen. Besser als jetzt dürften die Konditionen nicht werden.

Großwetterlage lässt Börsianer zögern

Off enbar sind die Impulse angesichts der Großwetterlage mit ihren zahlreichen Konfl ikten, Risiken und Problemen nicht stark genug, um die Indizes zu befl ügeln. Dazu kommt die für die Aktientendenz saisonal eher negative Komponente. Einfacher gesagt: Die Umsätze während der Ferienzeit gehen zurück. Die teils deutlich geringeren Volumina vermitteln eine eher schlaffe Befi ndlichkeit. Doch wie es an den Aktienmärkten wirklich kommt, das entscheidet sich im September. Die Börsenumsätze nehmen wieder zu, und es kehrt mehr Zug im Geschäft ein.
Zurzeit jedenfalls haben wir es mit einer Art Sommerflaute zu tun. Die steileren Aufwärtstrend der Aktienindizes haben sich großteils erledigt oder stehen auf der Kippe. Die flacheren
langfristigen sind intakt. Allerdings ist während der Baisse-Attacken in jüngster Zeit bei manchem Index auch die 200-Tage-Linie (GD200) schon recht nahe gekommen, so zum Beispiel dem Euro-Stoxx-50-Index. Falls einzelne Indizes zwischendurch auf ihre GD200 sinken sollten, so kann man mit großer Wahrscheinlichkeit damit kalkulieren, dass sie von diesen zunächst aufgefangen werden und nochmals steigen. Bei den maßgeblichen Eurozonen-Börsenbarometern Dax, Euro Stoxx 50 und CAC 40 dominieren (noch) die seit Mai/ Juni laufenden korrektiven Abwärtstrends. Die Erholungsversuche der vorigen Woche sind durch die Verluste ab Donnerstag zunichte gemacht worden. Andere europäische Indizes haben sich in ein breit angelegtes Zickzackmuster auf hohem Niveau begeben. Und die Wall Street hat gegenwärtig einen Rücksetzer von Belang zu verkraften, den die nahen relativ soliden Unterstützungen erst einmal auffangen sollten.

Offene und abgeschlossene Positionen: Zuletzt platzierte der KFT zwei tagesgültige Limitkauf-Orders. Dabei ist das Long-Zertifi kat auf die Münchener Rück-Aktie mit der WKN: DL9S12 knapp nicht zum Zuge gekommen. Leider um zwei Cents ebenfalls nicht ausgeführt wurde unser Erfolg versprechendes Short-Zertifi kat auf den Standard & Poors-500-Index mit der WKN: CY7E6P, das tags darauf bereits über 12% im Plus stand. Wenigstens hat der KFT die erneute Baisse-Attacke an den Aktienmärkten schadlos überstanden. Da der KFT momentan keine off enen Positionen hält, besteht um so mehr die Möglichkeit, mit neuen Transaktionen flexibel agieren zu können.


Datenlage Woche + Berichtssaison: Japan: All Industry Activity Index, USA: Chicago Fed National Activity-Index (Montag); deutsche ZEW-Konjunkturerwartungen, USA: FHFA-Immobilienindex (Dienstag); Deutschland, EU,USA: Einkaufsmanager-Indizes Gewerbe + Dienste, EU:Verbrauchervertrauen, USA: Verkauf neuer Häuser, Ölbericht Woche (Mittwoch); Japan: Einkaufsmanager-Index Gewerbe, England: BIP-Schätzung 2. Quartal 2017, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, Verkauf bestehender Häuser (Donnerstag); Japan: wirtschaftliche Kennzahlen, ifo-Geschäftsklima, USA: Auftragseingang langlebiger Güter (Freitag).

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