Sebastian Hoffmann

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Kolumne

Sebastian Hoffmann zum Thema DAX

DAX: Die Entscheidung naht!

Sebastian Hoffmann

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

zuerst möchte ich eine kleine Grafik für die Leser des DAX-Premium-Trader nachreichen, denn in der gestrigen Hauptausgabe habe ich darauf hingewiesen, dass die aktuelle Konstellation DAX vs. VDAX sehr kritisch zu betrachten ist. Schauen wir deshalb nun ohne lange Vorworte direkt auf das folgende Handelssystem.


 

 

Der Einstieg in einen DAX-Long-Trade erfolgt, sobald das Volatilitätsbarometer (VDAX) unter den Stand von 18 Punkten fällt. Neben dem aktuellen Signal war dies das letzte Mal im Mai 2008 der Fall. Auffällig wird sofort, dass kräftige Trendphasen, wie zwischen 2005 und 2007 tendenziell von einem sehr schwachen VDAX begleitet werden. Die Händler auf den Terminmärkten gehen während solchen Bewegungen also eher von einer niedrigen Schwankungsbreite des Leitindex aus. Doch das bringt auch einige Gefahren mit sich. Denn:

Die Trefferquote dieser Handelsstrategie liegt bei lediglich 33%. Gerade in Seitwärtsphasen – wie wir sie momentan haben – neigen die Börsianer auf dem Parkett dazu, den DAX zu optimistisch einzuschätzen. Schauen wir uns deshalb den ganz ähnlichen Verlauf von 2004 genau an.

 

 

 

Obwohl sich diese Strategie – trotz geringer Trefferquote auszahlt – wurden in der ersten Hälfte 2004 nur negative Trades abgeschlossen. Auffällig dabei war vor allem, dass die Einstiegssignale relativ nahe am Top auftraten. Wer also einen niedrigen VDAX zum antizyklischen Einstieg genutzt hätte, wäre mit Puts in diesem Abschnitt wesentlich besser gefahren. Die Frage, die sich nun mit dem aktuellen Signal aufdrängt ist: Stehen wir vor einer neuen kräftigen Aufwärtsbewegung oder sehen wir gerade eine kurzfristige Top-Bildung?

Der zweite Ansatz ist – gerade auch durch den Einklang mit der 2004er-Bewegung – zu bevorzugen. Dafür spricht auch die charttechnische Analyse, denn sollte es dem DAX jetzt nicht gelingen, den Bereich von 5950 auch per Schlusskurs hinter sich zu lassen, droht (mit gar nicht mal soviel Phantasie) die Ausbildung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Gerade die niedrige Handelsaktivität spricht für ein solches Szenario. Schauen wir einmal genau hin:

 

 

 

Seitdem das deutsche Leitbarometer Anfang Februar zu einem heftigen Sprung nach oben angesetzt hat, ist eine Abnahme des Handelsvolumens deutlich zu erkennen. Diese Divergenzen sind oft Vorboten für eine bevorstehende Abwärtsbewegung. Die Nackenlinie für die mögliche SKS-Formation wäre in diesem Fall exakt die seit August gültige Aufwärtstrendgerade, die aktuell bei 5580/5600 Punkten verläuft. Ein erneuter Test dieser Trendgerade würde gut ins technische Bild passen, denn zwischen 5605 und 5641 Punkten klafft noch eine 36 Punkte große Kurslücke, die mit dem avisierten Rücksetzer geschlossen werden könnte. Dabei gilt:

Klettert der DAX jetzt – gerade auch per Schlusskurs – deutlich über 5950 Zähler, ist die SKS-Formation definitiv vom Tisch. Dann eröffnet sich weiterer Aufwärtsspielraum bis zum Jahreshoch bei 6094 Punkten. Weitere Kurszuwächse sind dann allerdings nur mit einer deutlichen Zunahme des Handelsvolumens möglich, weshalb sie das Geschehen hinter den Kulissen in den kommenden Sitzungen ganz genau im Auge behalten sollten. Oberhalb von 5800 Punkten hält der „Nervenkrieg-Börse“ jedoch weiter an. Lassen Sie sich daher bitte nicht zu früh aus der Ruhe bringen.

Mit bester Empfehlung

Ihr
Sebastian Hoffmann

 

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Lebenslauf

Der gebürtige Münsteraner war nach dem Abitur als Geschäftsführer tätig, ehe Sebastian Hoffmann 2008 das Team "Trends und Tradings" im Börsenverlag verstärkte. Der Trader aus Leidenschaft befasste sich in seiner Freizeit mit der Entwicklung neuer Handelssysteme auf die deutschen Indizes und analysierte diese zusätzlich mittels Chartformationen, Trendkanälen und Indikatoren. Damit konnte der Chefredakteur des DAX-Premium-Trader sein Hobby zum Beruf machen und beleuchtet seitdem jeden Tag auf´s Neue fieberhaft die Aktienmärkte. Nebenbei studiert der leidenschaftliche Skifahrer Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen.

Der DAX-Premium-Trader konzentriert sich mit Hilfe von Chartformationen, Trendkanälen und Indikatoren auf Derivate-Transaktionen für die drei bekanntesten Indizes der Dax-Familie. Der Tradingdienst erscheint - unterstützt von einem SMS-Service - bei Handlungsbedarf, aber mindestens wöchentlich. Den Dax-Premium-Trader können Sie hier kostenlos testen.