Tobias Pichler

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Kolumne

Tobias Pichler zum Thema Marktstimmung

Euro/Dollar vor wichtigen Chart-Signalen

Tobias Pichler

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

 

auch in den ersten März-Tagen dominiert an den Finanzmärkten weiterhin die Griechenland-Problematik und inwiefern Deutschland – als stärkste Volkswirtschaft Europas – Hilfsleistungen geben kann. Als geneigter Beobachter kommt man dabei nicht um den Eindruck herum, dass die Debatte, je länger sie anhält, zunehmend ad absurdum geführt wird. Denn nachdem Finanzhilfen für Athen in der Öffentlichkeit vermehrt unpopulär werden, schlagen einige Politiker inzwischen gar vor, Griechenland solle sein „Eigentum" wie bspw. unbewohnte Inseln verkaufen…

 

Über die Sinnhaftigkeit von solchen Äußerungen wollen wir uns an dieser Stelle nicht weiter befassen (bei Preisen zwischen 1,2 und 18 Mio. Euro je Insel gegenüber Staatsschulden von 300 Mrd. wäre dies eher ein Tropfen auf den heißen Stein) , halten wir es doch für sehr viel bedeutender, dass selbst bei gewollten Unterstützungen von Seiten Deutschlands dies von juristischer Seite aus höchst problematisch ist. So könnten bspw. finanzielle Hilfen mit einer Verletzung des Maastrichter Vertrags einhergehen, was unter Umständen die deutsche Euro-Mitgliedschaft in Zweifel ziehen würde. Die kommenden Tage dürften daher noch viele Spannungen mit sich bringen, wobei der Entwicklung des Euros eine maßgebliche Bedeutung zukommt. Aus rein charttechnischer Perspektive befindet sich die europäische Gemeinschaftswährung dabei momentan in einer hochbrisanten Phase, weil nun täglich richtungsweisende Handelssignale generiert werden können. Denn:

 

Nach dem im November 2009, bei 1,51 Dollar, einsetzenden Abverkauf stabilisierte sich der Euro zuletzt im Bereich der wichtigen 61,8%-Fibonacci-Korrekturzone (auf Basis des zwischen März und November 2009 laufenden Aufschwungs) bei 1,34. Ein solcher Bereich ist häufig das Fundament von Richtungswechseln, zumal das Währungspaar EUR/USD im Begriff ist, eine potenzielle Umkehrformation in Form eines bullishen „rounding bottom" (siehe blauer Halbkreis) herauszuarbeiten. Eine Komplettierung würde mit dem Break über die Marke von 1,38 erfolgen, sodass im Anschluss eine Aufwärtsreaktion bis in den Bereich von 1,40/1,43 stattfinden könnte. Eine solche Rallye wäre dabei als klassische Gegenbewegung im primären Abwärtstrend zu interpretieren, da bspw. die maßgebliche 200-Tage-Linie zurzeit bei 1,44 verläuft.

 

Kurzfristig orientierte Anleger sollten jedoch nicht voreilig auf den Euro-Bullen springen. Denn solange 1,38 nicht nachhaltig überwunden werden, könnte sich das Kurs-Zick-Zack in der engen Handelsspanne (siehe orange Begrenzungslinien) noch als bearish entpuppen und folglich die aktuelle Konsolidierung einen neuen Abwärtsschub vorbereiten. Ein Rückfall unter 1,34/1,35 würde das bullishe Szenario dementsprechend negieren und eine weitere Abwertung des Euro bis 1,30 Dollar initiieren.

 

 

EUR/USD


Euro/Dollar vor kurzfristiger Richtungsentscheidung

 

Während der Euro also mittel- bis langfristig sehr wahrscheinlich vor weiteren Kursverlusten steht und daher Euro/Dollar-Short-Positionen aufrecht erhalten werden sollen, könnte kurzfristig eine technische Gegenreaktion nach oben anstehen. Genährt wird dies von dem Umstand, dass sich – trotz weiterer Meldungen rund um Griechenland und diversen negativen Schlagzeilen für den Euro – EUR/USD stabilisieren kann. In der Vergangenheit war dies häufig ein bullishes Indiz…uns würde es auf jeden Fall nicht verwundern, wenn es jetzt wieder so sein würde. Wie unsere Euro/Dollar-Positionierung zurzeit konkret aussieht und was wir planen, erfahren Sie hier.

 

Mit bester Empfehlung,


Ihr

Tobias Pichler

 

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Lebenslauf

Seit November 2006 ist Tobias Pichler im Ressort Trends & Tradings in der TM Börsenverlag AG tätig. Heute zeichnet Herr Pichler als leitender Redakteur für den Trendbrief verantwortlich.

Tobias Pichler ist unter anderem Redakteur beim Newsletter Trend-Ausblick. In diesem neuen, kostenlosen Newsletter zum Thema Trend-Trading erklärt Ihnen das Trend-Team des TM Börsenverlags alles Wissenswerte zum Thema Trendfolge, wo die stärksten Aufwärtstrends vorliegen, und welche Aktien, Rohstoffe & Devisen vor neuen Trend-Signalen stehen. Hier kostenlos anmelden.