Katja Zacharias

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Kolumne

Katja Zacharias zum Thema Buffett

Denken Sie im Buffett-Stil über Aktien nach!

Katja Zacharias

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

 

vergangene Woche berichteten wir Ihnen von der Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte zu den weltweit umsatzstärksten Konsumgüterherstellern. Dabei konnten nach unserem Performance-Check nur an zwei Unternehmen aus den Top-Ten gute Noten vergeben werden: Nestlé und Procter & Gamble. Interessant ist dabei, dass es sich bei diesen Aktien genau um die Werte handelt, die auch Warren Buffett im Portfolio seiner Investmentholding Berkshire Hathaway hält. Hewlett-Packard, Samsung oder Panasonic hingegen, die laut Deloitte die Plätze eins, zwei und fünf hinsichtlich des erzielten Erlöses belegen, würde der Großmeister der Value-Strategie nicht mit der Kneifzange anfassen. Das ist kein Zufall!

 

Warum, lässt sich leicht erklären. Nestlé und Procter & Gamble bieten Produkte an, die menschliche Grundbedürfnisse befriedigen. Zu den wichtigsten Anliegen eines jeden jungen Elternpaares in den Industrienationen zählt zum Beispiel die ordentliche „Abdichtung“ ihres Säuglings mithilfe einer Windel. Hier stellt wiederum Pampers die Marke schlechthin dar. Auf Russisch kann der Begriff sogar synonym verwendet werden. Natürlich bringt auch Procter & Gamble stets verbesserte Versionen auf den Markt, aber das sind nur Varianten zum Thema.

 

Hersteller technologischer Erzeugnisse wie Hewlett-Packard müssen sich hingegen anstrengen, um immer auf dem neusten Stand zu bleiben. Der gute Ruf hängt entscheidend davon ab, ständig bessere Geräte als die Wettbewerber anzubieten. Es reicht nicht, die Marke zu bewerben und zu stärken, es ist auch ein erheblicher Aufwand für Forschung und Entwicklung neuer Produkte nötig. Das drückt die Gewinnmargen, denn Umsatz hin oder her, allein was unter dem Strich in der Kasse hängen bleibt, zählt. Kurz: Babypopo schlägt PC um Längen.

 

Der unglaubliche Erfolg von Warren Buffett begründet sich zu einem großen Teil darauf, dass sich der 79-jährige vor einem Investment darüber Gedanken macht, ob das in Frage kommende Unternehmen auch in zehn oder zwanzig Jahren noch erfolgreich sein wird. Lässt sich dies leicht mit einem „ja“ beantworten – so wie bei Nestlé oder Procter & Gamble – handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine viel versprechende Anlagemöglichkeit. Denn langfristig folgt der Kurs einer Aktie immer der wirtschaftlichen Realität des zugrunde liegenden Unternehmens.

 

Das heißt aber auch, dass die Performance-Analyse, deren Ergebnisse Sie im boerse.de-Aktienbrief nachlesen können, und die Value-Strategie zwei Seiten derselben Medaille darstellen. Das Bindeglied beider Aktienauswahl-Methoden ist stabile Qualität. Darauf zu achten, ist höchste Investorenpflicht.

 

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Lebenslauf

Katja Zacharias hat an der Technischen Universität Dresden Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Finanzwirtschaft, Geld, Kredit & Währung sowie Psychologie studiert. Danach war sie als Autorin und Redakteurin für diverse valueorientierte Publikationen sowie im Fondsmanagement tätig. Derzeit ist sie Level-1-Kandidatin im Ausbildungsprogramm zum Chartered Financial Analyst (CFA). Das Programm hat einen der höchstrangigen Abschlüsse im Bereich des Investment Management zum Ziel. Frau Zacharias ist mit Leib und Seele Value-Investorin. Beeinflusst wurde sie vor allem durch die Strategien von Benjamin Graham und Warren Buffett.

Im Börsenverlag-Team erklärt Ihnen Value-Analystin Katja Zacharias mehr zum Thema Aktien-Anlage im kostenlosen Aktien-Ausblick und unterstützt Sie mit konkreten Empfehlungen im boerse.de-Aktienbrief.