Liebe Leserinnen und Leser,
wie rasch sich die Einstellungen ändern: Herrschte Anfang Januar nach fünf Tagen freundlichen Börsen überall Zuversicht für das neue Aktienjahr, so macht sich an den Märkten neuerdings Kleinmut breit, der in dieser Form kaum nachvollziehbar ist. Sämtliche Argumente, die vor wenigen Wochen noch gut genug für eine Fortsetzung der Kurserholung waren und ausgiebig Zuspruch fanden, scheinen plötzlich nachrangig geworden zu sein. Genannt seien die lockere Geldpolitik der Notenbanken, an der sich so schnell nichts ändern wird. Die reichlich vorhandene Liquidität als Treibstoff bleibt uns erhalten. In der laufenden Berichtssaison liegen beachtliche 80% der Unternehmensgewinne höher als die Prognosen und die Ausblicke sind mehrheitlich von Zuversicht geprägt. In den USA wächst die Wirtschaft mit 5,7% auf Jahresbasis. Und die Konjunktur wird sich im Laufe des Jahres weiter erholen. Selbst der gewiss nicht zu Optimismus neigende Internationale Währungsfonds (IWF) veranschlagt für die Weltwirtschaft inzwischen ein Plus von 4,3% für 2010. Und 2011 soll ebenfalls mindestens diese Größenordnung erreicht werden. Tatsächlich kann man annehmen, dass das Umfeld so gesehen für die Börse zurzeit durchaus günstig ist. Doch das ist nur die eine Seite.
Auslöser der Korrektur an den Aktienmärkten und des aktuellen Pessimismus sind die bislang noch recht vagen Pläne des US-Präsidenten und anderer Politiker, die Finanzwelt durchgängig neu zu regulieren und dabei den Handlungsspielraum der Banken einzuengen. Unseres Erachtens wird hier nicht viel passieren. Aber allein die Absichtserklärung hat die Kurse unter Druck gesetzt. Ungelegen kommt vor allem die Zuspitzung der latenten Krise um die (zu) hohe Verschuldung einzelner EU-Staaten mit Griechenland, Portugal, Irland und Spanien als Schwachstellen. Vorläufi g bleibt offen, wie die Krisenländer ihrer verfahrenen Situation Herr werden. Man weiß nicht, wie lange es dauert, bis der Reformprozess greift. Dass daraus ein Desaster für den Euro entsteht, ist indessen nicht anzunehmen. Ich denke, dass diese Unsicherheiten die genannten günstigen Argumente zu sehr überlagern. Die Akteure sind dabei, die aktuellen Probleme überzubewerten und die positiven Aspekte zu unterschätzen. Zugespitzt hat sich auch die technische Ausgangslage an den Börsen. Aus Sicht des Kurzfrist-Trader (KFT) bieten sich somit hervorragende Gewinnchancen aufwärts wie abwärts, weil in die Aktien-, Devisen und Rohstoffmärkte nun richtig Bewegung gekommen ist. Lesen Sie mehr dazu in den Rubriken Strategie, Börsenindizes und Empfehlungen.
Viel Erfolg mit ihren Investments wünscht Ihnen
Gerhard Mahler
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Gerhard Mahler beschäftigt sich seit seinem 20. Lebensjahr mit der Aktienanlage und kennt daher alle Höhen und Tiefen des Börsengeschäfts. Mahler war als freier Wirtschaftsjournalist, Korrespondent, leitender Redakteur und Autor für zahlreiche in- und ausländische Zeitungen und Zeitschriften (u.a. für die Wirtschaftswoche, Welt am Sonntag, Computer-Zeitung, Börse Online und Ärzte-Zeitung) tätig und ist erfolgreicher Autor von Sachbüchern zum Thema Börse und Finanzen.
Diese Erfahrungen fließen nun in seine Redaktionstätigkeit für die TM Börsenverlag AG ein. Gerhard Mahler ist Chefredakteur des Kurzfrist-Trader, bei dem es um schnelle Tradings in Aktien und Derivaten geht. Mit dieser Strategie konnte seit 2007 ein Gewinn von 1790% bei einer Trefferquote von 72,1% erzielt werden. Der Tradingdienst erscheint 14-tägig und wird zusätzlich durch Eilmitteilungen sowie einem Vorab-SMS-Service unterstützt. Hier erhalten Sie weitere Informationen.
