Sie sind hier:
Hier ist ein kleines Druckerlogo zu sehen Hier ist ein kleines Kuvert zu sehen, das einen Emailversend darstellt

Artikel weiterleiten

Twitter

Geldanlage – Wer sich kümmert, wird Aktionär

30.10.2017

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

eine Entscheidung, die lange wirken wird – dazu die Reuters-Meldung: Nach vielen Jahren im Krisenmodus wagt die Europäische Zentralbank (EZB) einen vorsichtigen Kurswechsel. Im Zuge der deutlich verbesserten Konjunktur drosseln die Euro-Wächter ab Januar ihre vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihekäufe. Das Programm wird zwar bis mindestens Ende September 2018 fortgesetzt, das monatliche Volumen aber auf 30 Milliarden Euro halbiert, wie die EZB am Donnerstag mitteilte. Kritiker bemängeln die lange Laufzeit und den riesigen Gesamtumfang, der sich jetzt um 270 Milliarden auf 2,55 Billionen Euro erhöht.

Damit wird endlich Klarheit für die nächsten Monate geschaffen – das mag die Börse. Die EZB folgt mit einigem zeitlichen Abstand der amerikanischen Fed. Sofort bricht der Dax nach oben aus, denn: „Der richtige Beschluss zur richtigen Zeit”, kommentierte der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding. Die Entscheidung gebe der Wirtschaft und den Märkten Sicherheit über den EZB-Kurs bis Herbst 2018. Auch andere Ökonomen applaudieren. Das ändert jedoch nichts am schon lange bestehenden Expertenstreit über die Geldpolitik – es gibt unverändert zahlreiche Analysten und Volkswirte, denen dieser Kurswechsel nicht weit genug geht, die ein schnelleres Ende der Konjunkturhilfen fordern. Die Drosselung sei zu gering ausgefallen, sagte etwa Friedrich Zimmermann vom ZEW-Institut in Mannheim. „Die EZB kauft zu viel und zu lange.” Auch aus den deutschen Bankenverbänden kam Kritik: „Ich sehe wenig Licht und viel Schatten”, sagte Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon.

Dennoch, den Märkten wird also längerfristig immer noch reichlich Liquidität zugeführt. Und die Zinsen werden tendenziell leicht steigen, wahrscheinlich jedoch auf Jahre hinaus für Sparer keine attraktive Höhe erreichen. Somit bleiben die monetären Rahmenbedingungen für den Aktienmarkt äußerst günstig.

Schon vor der EZB-Entscheidung wurden die aufmunternden Stimmen internationaler Aktienstrategen lauter, Beispiel folgendes Analysefazit: Zwar weist die Weltwirtschaft ein nachlassendes Momentum auf, bewegt sich trotzdem aber immer noch auf einem soliden Wachstumskurs, das auch von den einzelnen Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes unterstrichen wurde. Zusammen mit nachlassenden (geo-)politischen Unsicherheiten, global moderaten Bewertungen und einer Geldpolitik, die trotz Normalisierung weiter expansiv ist, dürfte das für Kontinuität bei der Risikobereitschaft unter den Investoren sprechen. Allerdings gelten die Aktienmärkte bei technischen Analysten aktuell etwas überkauft (insbesondere der Dow Jones).

Zwar gibt es Signale, dass sich immer mehr Bundesbürger wegen dauerhaft extrem niedriger Zinsen für Aktien zu interessieren beginnen. Doch fehlt den meisten noch ausreichendes Börsenwissen. Das bestätigt auch eine neue ING-DiBa-Studie: „Hälfte der Deutschen sind finanzielle Analphabeten.“ Jeder zweite Deutsche gesteht nämlich, von Finanzen nichts zu verstehen. Damit liegt Deutschland bei dieser europaweit durchgeführten, repräsentativen Studie von Konsumenten in zwölf Ländern auf dem vorletzten Platz. Im Einzelnen: Mit 51 Prozent gab die Mehrheit der Deutschen an, keine Finanzbildung erhalten zu haben. Damit liegt Deutschland europaweit nur vor Großbritannien, das mit 56 Prozent den letzten Platz belegt. Gegenüber der gleichen Umfrage aus dem Jahr 2013, bei der sich Deutschland mit 53 Prozent zusammen mit Spanien den letzten Platz teilte, verbessert sich das empfundene Finanzwissen der Bevölkerung hierzulande nur marginal. „Obwohl mehr als 90 Prozent der Deutschen der Ansicht sind, dass Finanzbildung heutzutage ein Must-have ist, scheint es ein grundlegendes Problem bei der Wissensvermittlung zu geben. Vor allem an Schulen wird das Thema noch viel zu sehr vernachlässigt“, kommentiert die ING-DiBa.

TM Börsenverlag liefert die Informationen

Die Forderung nach mehr Vermittlung von Wirtschaftswissen in den Schulen ist alt. Ich befürchte, da wird sich auf absehbare Zeit nichts Entscheidendes verändern. Deshalb sollte jeder Haushalt selbst initiativ werden und Weiterbildung betrieben, auch in puncto Börse und Geldanlage. Heutzutage gibt es für jedermann Informationsmöglichkeiten wie nie zuvor – durch Veröffentlichungen der Börsen selbst, der Verlage, des Deutschen Aktieninstituts (DAI) und natürlich durch ungezählte Bücher.

Der TM Börsenverlag mit seinen Newslettern, Anlagebriefen und die Online-Plattform www.boerse.de liefert praktisch alles – vom Basiswissen über konkrete Anlagestrategien bis hin zu einzelnen Aktienbewertungen und -empfehlungen. Ein Beispiel:

Die neue Broschüre „ boerse.de: Alles für den erfolgreichen Vermögensaufbau!“, die Sie kostenlos bestellen können, geschätzte Leser. Gerade Anfänger werden überrascht sein, wie relativ einfach die Börse doch ist und wieviel Spaß die richtige Aktienauswahl bereiten kann. Und Thomas Müller belegt in seinem unbedingt empfehlenswerten „ Das Börsenbuch“ eindrucksvoll, dass Aktien alle anderen Anlageformen schlagen. Denn langfristig kennen die Aktienmärkte nur den Weg nach oben!

Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!
Ihr

Hermann Kutzer
Redaktion
Aktien-Ausblick

PS: Sehen Sie hier den Fernseh-Beitrag über Hermann Kutzer und dem Rosenheimer Börsentag:


 
Hier ist das Verlagsgebäude des Boersenverlages zu sehen