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Das Börsenmuseum und die vernünftige Mittelschicht der Anleger

05.08.2017

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

mittlerweile sind alle Berichte, Fotos und Videos zur Einweihung vom „ Haus der Börse“ online, sodass Sie sich ein eigenes Bild von unserer Veranstaltung und dem ganz speziellen Ambiente machen können.

Mir liegt natürlich unser Börsenmuseum besonders am Herzen, für dessen Planung und Ausstattung wir in den vergangenen Monaten viele Sonderschichten eingelegt haben. Ich denke, der Aufwand hat sich gelohnt, aber entscheidend ist allein, ob wir unser Ziel erreichen. Konkret:

Die Deutschen sind zwar fleißige Sparer, scheuen aber vermeintlich riskante Börseninvestments. So wird trotz negativer Realrenditen auf Anlagen in Papiergeld gesetzt, vornehmlich Lebensversicherungen, Bankeinlagen und Bargeld, ohne Aussicht auf Ertrag und in der Gewissheit, langfristig Geld zu verlieren. Beim Thema Sachwerte berauschen sich die Deutschen vor allem an Immobilien (die nächste Blase), und laut Studie der Steinbeis-Hochschule Berlin besitzen 38% der erwachsenen Bundesbürger Goldbarren bzw. Goldmünzen, aber nur 14% der Deutschen halten Aktien oder Aktienfonds. Noch schlimmer:

Da nicht immer ganz freiwillig investiert wurde, müssten eigentlich noch 800.000 Belegschaftsaktionäre abgezogen werden und genauso die hunderttausenden Zocker, die ohne Sinn und Verstand mal mit Bitcoins, mal mit CFDs oder der nächsten Neuemission spielen (und auf Dauer garantiert immer verlieren). Viel zu dünn ist hierzulande indes die vernünftige „Mittelschicht“ jener Anleger, die verstanden haben, dass Aktien für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge völlig konkurrenzlos sind. Genau diese Zielgruppe möchte das Börsenmuseum durch Wissensvermittlung erweitern. Konkret:

Unter dem Motto „Börse zum Anfassen“ zeigen wir die historischen Entwicklungen der Börsen auf, wobei die großen Index-Installationen vom Boden bis zur Decke gehen. So versteht der Betrachter, dass die Aktienmärkte langfristig nur den Weg nach oben kennen und Indizes alle Einbrüche wieder aufholen. Deshalb sind Börsen-Crashs – denen wir einen eigenen Info-Bereich gewidmet haben – für erfahrende Investoren ein Geschenk, während die meisten potenziellen Anleger genau davor Angst haben. Doch:

Wie Sie wissen – aber eben viel zu wenige Deutsche –, gewinnen trotz gelegentlicher Abstürze Dax und Dow Jones (inklusive Dividenden) im langfristigen Durchschnitt 9% jährlich und der BCDI entsprechend mehr, da unsere Defensiv-Champions in Korrekturphasen nur unterdurchschnittlich zurücksetzen. Die Betonung liegt allerdings auf „langfristig“, denn je länger der Anlagehorizont, desto konstanter entwickeln sich Aktienrenditen. Dies zeigen sehr eindrucksvoll die Performance-Dreiecke von Dax und Dow, die wir in 3D herstellen ließen. So etwas gibt es nur im Börsenmuseum, aber auch das wird Sie nicht wirklich überraschen ...

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber boerse.de-Aktienbrief

PS: Wenn Sie Frankfurter Börsenparkett betreten, auf einer Düsseldorfer Kurstafel schreiben, an einem Teil der Münchner Kursanzeigetafel drehen und (m)eine Stuttgarter Börsenglocke läuten möchten, dann kommen Sie zu uns nach Rosenheim. Am 10. Rosenheimer Börsentag (8. Oktober) bringt Sie eine Pendelbusverbindung von der Stadthalle zum Börsenmuseum und wieder zurück. Hier können Sie sich für Ihre Teilnahme anmelden.

 
Hier ist das Verlagsgebäude des Boersenverlages zu sehen