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Börsenstimmung – Optimismus und Vorsicht schließen sich nicht aus

12.06.2017

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

der allseits mit Spannung angekündigte „Super-Donnerstag" war keiner. Denn das Zusammentreffen vermeintlich ganz wichtiger Ereignisse ist verpufft, ohne nachhaltige Spuren in den Kursen zu hinterlassen. Klar, dass ein gewisses Maß an Unsicherheit unter den Marktteilnehmern herrschte (wann ist das nicht so?). Aber die eher bescheidenen Zuckungen der Aktienbörse zeigen doch, dass sich an ihrer soliden Verfassung nichts geändert hat. Und das ist den seit Monaten zusehends besser werdenden fundamentalen Weltwirtschaftsdaten zuzuschreiben, die immer wieder einmal von den politischen Risikofaktoren überlagert werden. Über Zinsen und Inflation brauchen sich die Anleger, wie die jüngste EZB-Sitzung bestätigt hat, keine Sorgen zu machen.

Die Europäische Zentralbank hält weiter an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest, eine Kehrtwende ist derzeit noch nicht in Sicht. Vielmehr beruft sich Super-Mario wie gewohnt auf die "Smoking Gun" der Kerninflationsrate, deren Prognose zuletzt nach unten revidiert wurde und noch weit unter dem anvisierten 2-Prozent-Ziel der EZB liegt. Ein weiteres Abwarten der EZB ist daher verständlich, argumentieren manche Strategen. Ebenso der Verweis auf weitere notwendige Strukturreformen in den Mitgliedsländern des Eurogebiets. Allerdings wird diese Argumentation mit einem tatsächlich höheren Wirtschaftswachstum immer schwächer. Und die zahlreichen Draghi-Kritiker werden unter anderem deshalb nicht leiser.

Die EZB-Watcher haben am Donnerstagnachmittag etwas entdeckt und dann herausgestellt, was in meinen Augen noch keine Börsenrelevanz besitzt – einen Mini-Schritt in Richtung geldpolitische Wende. Denn die Währungshüter strichen auf ihrer Ratssitzung in der estnischen Hauptstadt Tallinn die bislang stets erwähnte Option auf noch tiefere Schlüsselzinsen aus ihrem Ausblick. Die Wirtschaft der Euro-Zone habe inzwischen mehr Schwung, sagte Mario Draghi. „Sie dürfte laut Vorhersagen in einem etwas schnelleren Tempo expandieren als bislang erwartet wurde." So gab es anschließend mehrere gleichlautende Interpretationen wie die von DIW-Chef Marcel Fratzscher: „Die EZB hat vorsichtig die geldpolitische Wende eingeleitet, wenn auch nur mit Worten." Der Wirtschaftsweise Volker Wieland sprach von einer minimalen, aber längst überfälligen Anpassung, „aber bei Weitem nicht das, was notwendig wäre.“

Auf Nachfrage goss Draghi allerdings Wasser in den Wein. Die Notenbank werde notfalls zu einer Zinssenkung bereit sein, falls sich die Lage verschlechtern sollte. Sorgen macht der EZB die schwache Inflationsentwicklung im Währungsraum. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai nur um 1,4 Prozent zum Vorjahresmonat, nachdem es im April noch 1,9 Prozent waren. Die Fachleute der EZB senkten aber ihre Prognose für die Inflation in diesem Jahr auf 1,5 Prozent. Noch im März hatten sie einen Anstieg um 1,7 Prozent vorhergesagt. 2018 dürften es sogar nur 1,3 Prozent sein.

Unmittelbar vor dem „Super-Donnerstag“ hatte sich die Stimmung unter mittelfristig agierenden Anlegern an der Börse Frankfurt gegenüber der Vorwoche verbessert. Der Sentiment-Index sprang von -19 Punkte auf einen Stand von -13 Punkte. Allerdings wurde der Zuwachs in diesem Stimmungsindikator fast schließlich von der zuvor recht starken Gruppe von Akteuren getragen, die sich auf eine Seitwärtsbewegung eingerichtet hatten. Außerdem: Die Stimmungswerte haben sich zwar etwas verbessert, bleiben aber sowohl absolut als auch im relativen Sechsmonatsvergleich in negativem Terrain.

Dazu mehren sich nach Beobachtung der Verhaltensforscher die Anzeichen, dass der Zufluss von langfristigem ausländischen Kapital, von dem unsere Aktien zuletzt spürbar profitiert hatten, nicht mehr das selbe Momentum aufweist wie in den Wochen zuvor. Überhaupt wäre ein Überschreiten von 13.000 Dax-Zählern erforderlich, um die Pessimisten von heute aus dem Sattel zu heben. Und genau das geht vermutlich nur mit neuen langfristigen Engagements. Das sehe ich auch so, bin aber der Hoffnung, dass die positive Einstellung internationaler Investoren gegenüber Europa – und speziell gegenüber Deutschland und Frankreich – bleiben und weitere Mittelzuflüsse auslösen wird.

Defensive Aktien gefragt – deshalb bietet sich der BCDI an

Mit anderen Worten: Ein vorsichtigeres Taktieren der Großanleger muss keine Stimmungsverschlechterung bedeuten. Der Optimismus ist nur nicht mehr überschwänglich – kein Wunder angesichts der erreichten Rekordhöhen. Ähnlich der Eindruck von Allianz Global Investors: Markteilnehmer reduzierten im Vorfeld der anstehenden Ereignisse ihr Risiko im Portfolio – Call-Optionen wurden insbesondere am europäischen Optionsmarkt sukzessive abgebaut – und erste Gewinnmitnahmen setzten ein. Ausgehend von einem überkauften Niveau, befinden sich nunmehr die globalen Aktienmärkte laut den Relative-Stärke-Indizes in einem neutralen Bereich. Damit einhergehend hat sich gemäß der American Association of Individual Investors auch der Anteil der Unentschlossenen im Markt deutlich erhöht. Der Risiko-Appetit der Anleger könnte aber schnell wieder zurückkehren, glauben die Strategen, wenn die (geld-)politischen Ereignisse in den Hintergrund treten und die positiven Fundamentaldaten wieder Oberhand gewinnen.

Dazu passt die Beobachtung anderer Fondsmanager, dass sich viele Investoren von den Wachstumssegmenten wieder mehr den defensiven Aktien zuwenden. Sie, geschätzte Leser, wissen ja, was sich Ihnen dazu anbietet: Der BCDI -Index und seine beiden Instrumente ( Zertifikat , Investmentfonds ).

Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!
Ihr

Hermann Kutzer
Redaktion
Aktien-Ausblick

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