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Die Profi-Investment-Strategie

Mit Philip A. Fishers Anlage-Regeln zum Erfolg

Kapitel 1 – Lehren aus der Vergangenheit

Sie haben etwas Geld auf der Bank. Sie entschließen sich dazu, einige Aktien zu kaufen. Zu diesem Entschluss sind Sie gekommen, weil Sie mehr verdienen möchten, als Sie es mit einer anderen Anlagemöglichkeit könnten. Vielleicht möchten Sie auch an Amerikas Wachstum teilhaben. Vielleicht denken Sie an frühere Zeiten, als Henry Ford die Ford Motor Company gründete oder Andrew Mellon die Aluminium Company of America aufbaute, und Sie fragen sich, ob Sie nicht ein junges Unternehmen entdecken können, das heute den Grundstein eines großen Vermögens auch für Sie legt. Oder Sie sind vielleicht eher ängstlich als optimistisch und möchten ein Polster für schlechte Zeiten. Nachdem Sie immer mehr von Inflation gehört haben, wünschen Sie sich daher eine sichere Anlage, die gleichzeitig vor einem weiteren Kaufkraftverlust des Dollar geschützt ist. Ihre tatsächlichen Motive sind wahrscheinlich eine Mischung aus den genannten Gründen. Der Nachbar, der mit seinen Aktien etwas Geld verdient hat, sowie die Broschüre, die in der Post war und erklärt, warum Midwestern Pumpernickel gerade jetzt ein günstiger Kauf ist, spielen auch eine Rolle. Hinter all dem liegt jedoch ein einziges wahres Motiv. Aus dem einen oder anderen Grund, auf die eine oder andere Weise kaufen Sie Aktien, um Geld zu verdienen.

Es ist daher logisch, vor dem Gedanken an den Kauf irgendwelcher Aktien erst einmal zu überlegen, welcher Weg in der Vergangenheit beim Geld verdienen am erfolgreichsten war. Schon ein oberflächlicher Blick auf die Geschichte des amerikanischen Aktienmarktes zeigt, dass zwei grundsätzlich unterschiedliche Methoden zur Anhäufung spektakulärer Vermögen geführt haben. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden eine Reihe großer und viele kleine Vermögen dadurch, dass man auf den Wirtschaftszyklus setzte. Zu einer Zeit, in der ein instabiles Bankensystem eine Abfolge von wirtschaftlichen Auf- und Abschwüngen verursachte, war es lukrativ, Aktien in schlechten Zeiten zu kaufen und in guten wieder zu verkaufen. Das traf vor allem auf Leute mit guten Verbindungen zu Finanzkreisen zu, die im vorab informiert waren, zu welchem Zeitpunkt die Belastung des Bankensystems zu groß würde. Der wichtigste Punkt aber ist vielleicht der Folgende. Selbst in der mit der Einrichtung des Federal-Reserve-Systems 1913 zu Ende gegangenen und mit der Gesetzgebung der frühen Roosevelt-Regierung hinsichtlich des Wertpapier- und Börsenwesens endgültig abgeschlossenen Ära haben Anleger mit einer anderen Methode sehr viel mehr Geld verdient und gleichzeitig geringere Risiken in Kauf genommen. Auch damals war es für eine viel größere Zahl von Anlegern viel gewinnträchtiger, wirklich herausragende Unternehmen aufzuspüren und ihnen durch alle Windungen des Marktes die Stange zu halten, als der spektakuläreren Praxis des billig Kaufens und teuer Verkaufens zu folgen.

Wenn diese Aussage überraschend erscheint, wird das Folgende noch mehr überraschen. Hier kann auch der Schlüssel liegen, der die erste Tür zu erfolgreicher Geldanlage öffnet. An unseren verschiedenen Börsen werden heute nicht einige wenige, sondern dutzende von Unternehmen gehandelt, in die man vor beispielsweise 20 oder 25 Jahren $10.000 investieren konnte, um heute über einen Gegenwert zwischen $250.000 und einem Vielfachen dieses Betrages zu verfügen. Innerhalb der Lebensspanne der meisten Anleger und innerhalb der Zeit, in der deren Eltern für fast alle von ihnen Kapital hätten anlegen können, waren mit anderen Worten dutzende von Möglichkeiten vorhanden, für sich selbst oder für die eigenen Kinder das Fundament für ein beträchtliches Vermögen zu legen. Dafür musste man nicht an einem bestimmten Tag am Tiefpunkt einer wilden Börsenpanik kaufen. Die Aktien dieser Unternehmen waren Jahr um Jahr zu Kursen zu haben, die diese Art von Gewinnen möglich machten. Gefordert war die Fähigkeit, diese vergleichsweise geringe Zahl von Unternehmen mit herausragenden Anlagemöglichkeiten von der viel größeren Zahl von Unternehmen zu unterscheiden, deren Zukunft irgendwo zwischen mäßigem Erfolg und vollständigem Scheitern lag. Gibt es heute Anlagemöglichkeiten, die in den kommenden Jahren prozentual ähnliche Gewinne versprechen? Die Antwort auf diese Frage verdient genaue Betrachtung. Wenn sie positiv ausfällt, beginnt der Weg zu wirklichem Gewinn durch Anlagen in Aktien klarer zu werden. Zum Glück gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass die Anlagemöglichkeiten heute nicht nur ebenso gut wie im ersten Viertel dieses Jahrhunderts sind, sondern tatsächlich viel besser.

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