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Anlegerverhalten – Deutsche erkennen allmählich die Vorzüge der Aktie, nutzen sie aber nicht

13.09.2017

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

müssen wir immer weiter und noch intensiver über die langfristigen Vorzüge der Aktienanlage aufklären? Ein uneingeschränktes Ja! Noch wichtiger ist freilich, die trägen Deutschen zum entsprechenden Investieren zu bewegen – also zum Ändern ihres Sparverhaltens. Wie soll das aber gelingen, wenn selbst unsere Bundeskanzlerin an dieser Stelle offenbar eine Wissenslücke hat und öffentlich vor Aktien warnt?

Es war zwar sicher ein wenig beachteter Nebensatz, als Angela Merkel am Montagabend in der Diskussion über private Vorsorge und Altersarmut einerseits die Riester-Rente verteidigte und dabei andererseits zum Vergleich auf das Verlustrisiko bei der Aktienanlage hinwies. Aber es geschah in der ARD-Wahlarena zur besten Sendezeit. Millionen von Bundesbürgern sind damit in ihrer Zurückhaltung gegenüber der Börse bestätigt worden, obwohl sie seit ein paar Jahren tendenziell zunehmend einsehen, dass die Aktie langfristig mehr Ertrag bei hoher Sicherheit bringt als andere Anlageklassen. Nur: Die Mehrzahl der Deutschen handelt (noch) nicht danach.

Interessant in diesem Zusammenhang auch das soeben veröffentlichte neue Anlegerbarometer mit dem Gesamtergebnis „ Deutsche Sparer blicken optimistisch in die Zukunft“. Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung hierzulande sind deutsche Sparer für die kommenden sechs Monate zuversichtlich gestimmt. Gleiches gilt für ihre persönliche finanzielle Situation, diese beurteilen die Befragten ebenfalls positiv. Optimistisch sind die meisten Anleger auch auf mittlere Sicht: Zwei von drei Sparern (65 Prozent) rechnen damit, dass die hiesige Wirtschaftslage in den kommenden fünf Jahren gleichbleibt oder sich sogar noch verbessert. Dabei sehen die Befragten in der Globalisierung einen wesentlichen Faktor für den Wohlstand in der Bundesrepublik. Die Chance, selbst als Aktionär von der starken deutschen Wirtschaft zu profitieren, erkennt allerdings nur eine Minderheit. Das sind die Ergebnisse aus dem Anlegerbarometer der Investmentgesellschaft Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten.

Mit Blick auf einen längeren Horizont rechnen deutlich mehr Menschen mit veränderten wirtschaftlichen Verhältnissen in Deutschland. Nur knapp jeder Dritte (30 Prozent) glaubt, dass die Wirtschaftslage in den kommenden fünf Jahren konstant bleibt. Ein wenig mehr Befragte (33 Prozent) gehen von einer schlechteren Entwicklung aus. 35 Prozent und damit die größte Gruppe erwartet eine bessere konjunkturelle Situation. „Die Zahlen zeigen, dass es in der Gesellschaft offensichtlich ganz unterschiedliche Zukunftserwartungen gibt. Die meisten Menschen blicken dennoch grundsätzlich optimistisch in die Zukunft“, kommentiert Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Dabei erkennt der Großteil der Deutschen durchaus an, dass die Globalisierung zur allgemein guten wirtschaftlichen Situation beiträgt. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) sind der Ansicht, dass der Wohlstand durch einen erfolgreichen Welthandel steigt. Während jeder Zehnte überhaupt keinen Einfluss wahrnimmt, gibt jeder Vierte (24 Prozent) an, dass die weltweiten Verflechtungen negative Auswirkungen auf den Wohlstand haben. Die internationale Ausrichtung der deutschen Wirtschaft ist den Menschen also durchaus bewusst.

Die Befragten differenzieren jedoch deutlich, wenn es um die Frage geht, wer vom guten Zustand der deutschen Wirtschaft profitiert: In erster Linie nennen die Sparer die Führungskräfte in Unternehmen (88%), die Aktionäre (86%) und den Staat (86%). Dass die breite Bevölkerung etwas von der boomenden Konjunktur hat, glaubt dagegen nur eine Minderheit (38%). Lediglich jeder Vierte (23%) sieht die Mitarbeiter in den Unternehmen als Profiteure der starken Wirtschaft. Die Menschen wissen, wozu Aktienanlagen imstande sind. Aber das beziehen die meisten auf andere. Für sich selbst kommen viele gar nicht auf die Idee, dass sie über entsprechende Geldanlagen am gesellschaftlichen Wohlstand besser partizipieren können.

Auf zum Rosenheimer Börsentag und dem neuen Börsenmuseum!

Sie wissen, geschätzte Leser, dass ich seit vielen Jahren im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche, einen Beitrag zur Förderung der privaten Aktienanlage zu leisten – u.a. durch meinen Appell „ Aktien-Missionare“. Jetzt beginnt die alljährliche Saison der Anleger- und Börsentage in deutschen Großstädten, die ich seit Jahrzehnten schon begleite. Das sind ideale Informationsmöglichkeiten für jedermann.

Ein ganz besonderes Highlight ist für mich der Tag der offenen Tür des TM Börsenverlags in Rosenheim geworden. Längst hat er den Titel „ Rosenheimer Börsentag “ angenommen. Sie sind ganz herzlich zum 10. Rosenheimer Börsentag am 8. Oktober 2017 in der Rosenheimer Stadthalle (KU’KO) eingeladen. Dort können sich sowohl Einsteiger als auch Anlageprofis über Aktien, Trendfolge, Derivate-Trading und Vermögensaufbau informieren. Den ganzen Tag haben Börseninteressierte die Möglichkeit, hochkarätige Fachvorträge der Börsenverlag-Experten zu besuchen. Ich habe wieder die interessante Aufgabe übernommen, als Moderator durch den Tag zu führen. Es bleibt trotzdem Zeit – und das ist mir besonders wichtig – mit vielen engagierten Anlegern zu sprechen.

Jetzt eine zusätzlich Attraktion: Ein kostenloser Shuttle-Service bringt Interessenten von der Stadthalle zum neuen Börsenmuseum des Verlags. Melden Sie sich rasch an , kostenlos, es lohnt sich!

Machen Sie also weiter mit – und machen Sie’s gut!

Herrmann Kutzer
Redaktion
Aktien-Ausblick

PS: Jetzt können Sie sich für den 10. Rosenheimer Börsentag am 8. Oktober im KU’KO Rosenheim anmelden. Freuen Sie sich auf ein tolles Programm rund um den Festvortag von Thomas Müller, denn es gibt gleich drei ganz besondere Highlights: 3 Jahre BCDI, 30 Jahre Börsenverlag und 100 Millionen Anlagevolumen im BCDI-Aktienfonds. Hier können Sie sich für die begehrten Plätze anmelden .


 
Hier ist das Verlagsgebäude des Boersenverlages zu sehen