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2017 bestehen beste Chancen auf prozentual zweistellige Dax-Gewinne

08.01.2017

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

im Börsenjahr 2017 dürften sich die Märkte gegensätzlich zu 2016 entwickeln, wobei eine Vielzahl neuer historischer Hochs und per saldo deutliche Kursgewinne in der Luft liegen. Zunächst der Rückblick:

Ich hatte in meinem Schlussvortrag am 9. Rosenheimer Börsentag bei damals 18.138 Punkten eine Wall-Street-Rallye unterstellt, weshalb der Dow Jones per 30. Dezember auf Jahreshoch und damit auf einem All-Time-High schließen sollte. Tatsächlich beendete das US-Leitbarometer 2016 bei 19.763, nachdem am 20. Dezember mit 19.975 der höchste Stand aller Zeiten erreicht wurde. Ab 20.000 ist der Weg nach oben vollkommen frei, wobei es von einem höheren Niveau ausgehend im zweiten Halbjahr zu einem Re-Test dieser Bremszone kommen dürfte. Die Bilanz:

Der Dow Jones verbesserte sich 2016 um 13,4%, wobei zwei Drittel des Anstiegs im November und Dezember (+9%) erzielt wurden. Im Dax ging es 2016 um 6,9% nach oben, was allein dem Dezember-Plus von 7,9% (!) zu verdanken war. Deutlich abgeschlagen ist unser BCDI mit -1,3%, der im ersten Halbjahr in Führung gelegen hatte, aber dann ab August gleich vier Monate in Folge tiefer beendete. Damit beträgt die BCDI-Outperformance seit Börseneinführung gegenüber dem Dow Jones 108% sowie zum Dax 116%. Aus fundamentaler Sicht haben unsere Defensiv-Champions dadurch natürlich deutlich an Attraktivität gewonnen, weshalb ich denke, dass die BCDI-Outperformance in den kommenden Monaten wieder stärker zum Tragen kommen wird. Wie 2017 verlaufen könnte, zeigt uns der Blick auf die Zyklen aus „ Das Börsenbuch “.

Die USA befinden sich in einem Nachwahljahr, in dem typischerweise die Jahrestiefs (nach einer Korrektur) im Februar markiert werden und die Jahreshochs im August (Seite 238 ff). Der Zyklus von 7er-Jahren (Seite 346 ff) lässt für die ersten fünf Monate eine Seitwärtsbewegung im Dow Jones erwarten, der sich eine Rallye bis zu den Jahreshochs Anfang August anschließt. Danach droht eine sehr heftige Korrektur, sodass die Jahrestiefs im November entstehen.

Der Wahl-Zyklus zeigt für den Dax die Jahrestiefs im Januar oder – abhängig vom Ausmaß der Sommer-Korrektur – Oktober an und die Jahreshochs per Juli/August (Seite 222 ff). Aus dem Blickwinkel des Jahrzehntzyklus steigen die Kurse in 7er-Jahren (Seite 300 ff) dagegen von den Januar-Jahrestiefs sehr massiv bis Oktober und korrigieren dann deutlich, weshalb die Jahreshochs im Oktober oder Dezember entstehen. Ich zitiere aus meiner Börsenvision :

„2017 wird ein erfolgreiches Börsenjahr, wobei das erste Halbjahr weitaus besser verlaufen sollte als das zweite. Die Kurse haben freie Bahn bis August, dann dürften die Gewinne wieder auf breiterer Basis konsolidiert werden.“ Dass der Dax nun das dritte Jahr in Folge mit einer einstelligen Veränderung beendet hat (2015: +9,6%, 2014: +2,7%), ist ungewöhnlich. Davor kam es zwischen 2005 und 2013 neun Jahre in Folge zu zweistelligen Kursveränderungen. Deshalb sehe ich 2017 beste Chancen für einen prozentual zweistellig ansteigenden Dax, womit es über 13.000 Punkte hinausgehen sollte. Der Dax dürfte den Dow Jones outperformen, aber den BCDI sehe ich wieder vorne.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber boerse.de-Aktienbrief

PS: Das US-Finanzministerium fordert seit 1. Januar nun auch Quellensteuer auf US-Aktien, wenn diese in strukturierten Finanzprodukten enthalten sind. Bis zur endgültigen Klärung verzichten wir daher auf US-Champions im BCDI und haben deshalb zum Jahresende eine außerordentliche Anpassung vorgenommen. Für das BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC) ändert sich also nichts.

 
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