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1 Mio. Punkte beim Dow Jones und Dax waren kein Scherz von Warren Buffett

14.10.2017

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

der boerse.de-Aktienbrief geht 14-tägig am Montagnachmittag mit den Schlusskursen/Auswertungen vom vorangegangenen Freitag in Druck. Deshalb können wir die Berichterstattung über unseren 10. Rosenheimer Börsentag vom 8 Oktober, an dem wir übrigens wieder einen neuen Besucherrekord verzeichneten, erst mit den kommenden Ausgaben starten

Natürlich ging es auch um die Value-Legende Warren Buffett, der in einer Rede zum 100. Geburtstag des US-Magazins „Forbes“ einen Dow Jones bei 1.000.000 Punkten in 100 Jahren avisierte. Diese mächtige Zahl ist für viele Analysten und Journalisten unfassbar, aber tatsächlich in diesem Zeitraum alles andere als spektakulär. Denn rechnen wir:

Ein Anstieg des Dow Jones von aktuell 22.774 auf 1 Million in 100 Jahren würde einer Rendite von durchschnittlich gerade einmal 3,85% jährlich entsprechen. Doch seit der Notierungsaufnahme am 26. Mai 1896 bei damals 30 Punkten hat sich der Dow Jones um 5,61% jährlich verbessert (insgesamt um 75.813% plus Dividenden). Das bedeutet:

Wenn wir ein jährliches Plus von 5,61% unterstellen, landet der Dow Jones in 100 Jahren bei sagenhaften 5,3 Millionen Punkten, wobei 1 Million Zähler schon in 70 Jahren erreicht werden könnten. Sie wissen vermutlich:

Ich habe 2014 zusammen mit Champions-Trader-Chefredakteur Alexander Coels „ Das Börsenbuch“ verfasst, in dem wir auf Grundlage historischer Kursverläufe und damit Zyklen eine sehr langfristige Vision für die Börsen ausgearbeitet haben. Konkret:

Nach unseren Berechnungen wird der Dax – dank Dividenden – im Jahr 2033 den Dow Jones überkreuzen. Die Marke von 50.000 Punkten steht 2033 bzw. 2034 auf dem Programm, und sechsstellige Index-Niveaus sind im Dax erstmals 2039 und in den USA 2045 zu erwarten. Dementsprechend würde der Dax im Jahr 2067 die Grenze von 1 Million Punkten überschreiten und der Dow Jones 18 Jahre später per 2085 ...

Natürlich versteht sich eine solche Börsenvision mit dem gebotenen Augenzwinkern, und so hat es sicherlich auch Warren Buffett gemeint. Doch bekanntlich sind „Diesmal ist alles anders“ die vier teuersten Wörter der Börse, und die Fortschreibung historischer Renditen ergibt ganz einfach aus heutiger Sicht extreme Kursregionen, die indes alles andere als unrealistisch sind. Denn die Gewinnperspektiven von Dax und Dow Jones betragen (inklusive Dividenden) langfristig 9% p.a. und 10%+x im BCDI.

Auf die Langfristigkeit kommt es an, und dieser Blickwinkel war einer der Kernthemen meines Festvortrags am Rosenheimer Börsentag. Mehr dazu in 14 Tagen ...

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief

 
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